Vor fünf Jahren brannte die Kathedrale Notre-Dame. Die Bilder davon wurden auf der ganzen Welt gezeigt.
Vor drei Jahren brannte die Kathedrale Notre-Dame
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Die Arbeiten an der Kathedrale laufen noch
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Flammen, die aus der wichtigsten Kirche von Frankreich schlagen. Das waren Bilder, die man am 15. April vor fünf Jahren auf allen Fernsehsendern und in allen Zeitungen sehen konnte. Teile der Kathedrale Notre-Dame (sprich: notr damm) waren damals zerstört worden. Die Kathedrale ist eines der wichtigsten Bauwerke und ein Wahrzeichen der Hauptstadt von Paris. Viele Menschen waren sehr bestürzt. Denn in der Kirche befanden sich viele wichtige Kunstwerke. Sie konnten zum Glück rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Menschen wurden bei dem Feuer keine verletzt.
Auf der ganzen Welt wurde über diesen Brand berichtet Foto: Imago
Ursache für Brand unbekannt
Bis heute ist nicht ganz klar, was den Brand ausgelöst hatte. Ein Fehler in der Elektrik oder eine nicht ausgedrückte Zigarette – beides könnte schuld gewesen sein. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (sprich: ämanüell macroh) hatte nach dem Brand versprochen, dass die Kathedrale wieder aufgebaut wird. Viele Menschen spendeten Geld für die Arbeiten. Insgesamt Ein Teil der Kathedrale kann bereits wieder besichtigt werden. Im September 2020 öffnete die sogenannte Krypta (sprich: krüpta) wieder ihre Tore für Besucherinnen und Besucher.
Notre-Dame
Notre-Dame ist eine berühmte Kathedrale in Frankreichs Hauptstadt Paris. „Notre-Dame“ ist französisch und heißt übersetzt „Unsere Liebe Frau“ – gemeint ist damit die Gottesmutter Maria. 1163, also vor 859 Jahren, wurde mit dem Bau der Kathedrale begonnen, fertig war das Bauwerk dann im Jahr 1345. Mehr als 14 Millionen Menschen besuchen jedes Jahr diese Kathedrale.
Klimawandel: Für die Gletscher kommt jede Hilfe zu spät
Klimawandel: Für die Gletscher kommt jede Hilfe zu spät
von Barbara Jauk
10.04.2024
Für die heimischen Gletscher gibt es keine Hilfe. Sie schmelzen. Schuld ist die Erderwärmung.
Bis zum Ende des 21. Jahrhunderts werden die Gletscher in Österreich verschwunden sein
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Die Pasterze früher und heute: rund 100 Jahre liegen zwischen diesen beiden Aufnahmen
Foto: Österreichischer Alpenverein
Um die Gletscher in Österreich steht es schlecht. Sie schmelzen immer weiter. Auch der größte heimische Gletscher, die sogenannte Pasterze, ist betroffen. Die Pasterze ist acht Kilometer lang. Sie ist mit dieser Größe auch der längste Gletscher in den Ostalpen. Seit vielen Jahren wird die Pasterze immer kleiner. Das Eis schmilzt. In den vergangenen 168 Jahren ist die Fläche des Gletschers fast um die Hälfte geschrumpft.
Schuld an dem Schmelzen der Eisfläche ist der Klimawandel. Durch die Erderwärmungwird es immer heißer. Es regnet weniger und im Winter fällt weniger Schnee.
Gibt es noch Hoffnung für die heimischen Gletscher?
Viele Expertinnen und Experten sind sich sicher, dass es keine Hoffnung mehr gibt. Der Kampf um die Gletscher sei schon verloren. Sowohl die Gletscher als auch das Polareis würde in den kommenden Jahrhunderten weiter schmelzen.
Die Folgen:
Der Meeresspiegel steigt. Städte in den Niederlanden, London, Kopenhagen könnten ebenso wie Bangladesch (Asien), Inselstaaten im Pazifik oder Los Angeles in den USA überschwemmt werden. Sie alle würden nämlich unter dem Meeresspiegel liegen. Der Meeresspiegel könnte nämlich um zehn bis 30 Meter steigen.
Flüsse führen weniger Wasser. Weil in vielen Flüssen Strom produziert wird, würde es auch weniger Strom aus Wasserkraft geben. Auch das Trinkwasser wird weniger.
Was muss dennoch getan werden?
Es bleibt weiterhin wichtig, dass weniger Kohlendioxid(CO2) produziert wird. Das ist ein schädliches Gas, das die Erderwärmung antreibt. Kohlendioxid entsteht zum Beispiel beim Verbrennen von Gas und Öl.
Gut zu wissen: Die nächste Klimakonferenz findet im November in Aserbaidschan statt. Dort treffen sich Politikerinnen und Politiker, um zu diskutieren, wie der Klimawandel verlangsamt werden kann. Außerdem sollen dort weitere Regeln beschlossen werden, wie die Erderwärmung unter 1,5 Grad bleiben kann. Für die Gletscher gäbe es zwar keine Hoffnung mehr, schlimme Wetterereignisse könne man aber noch aufhalten. Gemeint sind Flutwellen, Tropenstürme oder Hitzewellen. Sie werden durch den Klimawandel immer häufiger.
Was ist ein Gletscher?
Als Gletscher bezeichnet man große Schnee- und Eismassen, die das ganze Jahr über nicht schmelzen. Man findet sie deshalb nur in sehr kalten Gegenden, etwa in Hochgebirgen und an den Polen. Wenn es immer wieder schneit und sich immer mehr Schnee sammelt, wird die Schneedecke sehr schwer. Der Schnee wird dadurch zusammengepresst, zuerst zu einer sogenannten Firnschicht, dann zu dichtem Eis. Gletscher schimmern oft bläulich. Licht besteht nämlich aus verschiedenen Farben, ohne dass man das mit freiem Auge sieht. Das dichte Gletschereis schluckt alle Farben, nur nicht Blau. Das blaue Licht wird zurückgeworfen. Das kannst du dir so vorstellen wie einen Spiegel, der dein Bild zurückwirft. Da vom Gletscher nur das blaue Licht zurückgeworfen wird, sieht der Gletscher blau aus.
Die Gletscher in den Alpen stammen aus der letzten Eiszeit, die vor etwa 15.000 Jahren endete. Rund zehn Prozent der Erde sind noch vergletschert. Seit rund 150 Jahren wird aber beobachtet, dass das ewige Eis weniger wird. Dass die Eisflächen schmelzen, ist also nicht neu. Das Tempo, mit dem die Gletscher nun zurückgehen, wird aber höher.
Saharastaub: Sand aus der Wüste wehte in diesen Tagen bis nach Europa. Warum das so ist.
Wenn sich der Himmel orange verfärbt, ist da wohl Saharastaub im Spiel
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Die Allgäuer Alpen in Bayern (Deutschland) leuchten in einem Gelbton
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Gelblich bis bräunlich leuchtete in den letzten Wochen vielerorts der Himmel. Warum fragst du dich, wie viele Erwachsene auch? Dabei handelt es sich um echten Wüstensand, und zwar aus der Sahara. Dort wird der Sand aufgewirbelt und gelangt so hoch in den Himmel. Wenn die Wetterlage passt, kann der Sand mit Winden und der Strömung weit in Richtung Norden gebracht werden. Also auch bis nach Österreich. Wenn die Sonne aufgeht und untergeht, erscheint der Himmel besonders rot.
Saharastaub: Keine Angst!
Saharastaub über Österreich ist nicht ungewöhnlich, beruhigen die Expertinnen und Experten. Für gesunde Menschen ist der Staub völlig ungefährlich. Für kranke Menschen, die Schwierigkeiten beim Atmen haben, kann der Staub aber belastend sein. Außerdem trägt der feine Sand auch zur Verschmutzung der Luft bei.
Gut zu wissen: Wenn der Sand mit Regen oder Schnee auf die Erde gelangt, hinterlässt er deutliche Spuren. Man sieht ihn zum Beispiel als schmierige Schicht auf Autofenstern. Landet der Sand auf Schnee wird der Schnee auch als „Blutschnee“ bezeichnet. Das hat mit der rötlichen Farbe zu tun.
Das gibt es doch nicht! Diese Schnittblume aus Papier öffnet tatsächlich ihre Blätter. Wie das sein kann.
Mit ein paar wenigen Handgriffen kannst du „zaubern“
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Kein Zauber: Diese Papierblumen blühen im Wasser wirklich auf
Foto: Ravensburger
Du brauchst:
weißes Papier
Stift
Schere
Schüssel mit Wasser
So geht’s:
Zeichne auf weißes Schreibpapier einen Kreis. Male Blütenblätter drum herum und schneide die Blüte wie in der Abbildung aus.
Foto: Ravensburger
Falte die Blütenblätter jetzt so nach innen, dass sie fest auf dem Kreis aufliegen. Lege die Blüte auf das Wasser in der Schüssel und schau, was passiert!
Das passiert:
Langsam öffnen sich die Blütenblätter aus Papier. Die Fasern im Papier saugen nämlich die Feuchtigkeit auf und quellen langsam auf. Die zusammengefalteten Stellen saugen sich voll mit Wasser und dehnen sich aus. Dadurch verschwinden die Falten und die Papierblume „erblüht“.
Noch mehr Ideen für deine Freizeit findest du in „Das große Ravensburger-Buch der Kinderbeschäftigung“ von Helga Braemer / Renate Falk / Kraft Geer / Edith Harries / Dorothée Kreusch-Jacob / Bertrun Jeitner-Hartmann (Hrsg.) / Doris Rübel (Verlag Ravensburger)
Wie kann man aus ein paar leeren Flaschen ein lustiges Spiel zaubern? Wir zeigen dir, wie’s geht.
Garten-Kegeln bringt viel Spaß in jede Geburtstagsparty
Foto: Verlag Ravensburger
Das brauchst du:
9–12 leere Kunststoffflaschen
Bälle
Acryl- oder Bastelfarbe
buntes Klebeband oder Lebensmittelfarbe
Sand oder Wasser
Trichter oder Karaffe
So geht’s:
Die Kegel können auch von den Kindern selbst gebastelt werden. Soll es schneller gehen, bereitet ihr die Kegel am besten schon ein paar Tage vorher vor. Dann kann sofort losgekegelt werden!
1. Damit die Flaschen standfest sind, werden sie zu einem Drittel entweder mit Sand oder Wasser befüllt und wieder zugeschraubt.
2. Wer die Flaschenkegel nur für einen Geburtstag verwenden möchte, löst etwas Farbe in dem eingefüllten Wasser auf. Wer dauerhaft damit spielen möchte, gestaltet die Flaschenkegel bunt von außen. Malt sie entweder an oder beklebt sie mit buntem Klebeband.
So wird gespielt:
Zum Kegeln sucht ihr euch eine ebene Fläche im Garten oder Park. Stellt die Kegel zu einem Dreieck auf. Ihr könnt die Bahn noch seitlich durch Krepp- oder Bauabsperrband markieren. Legt in 5 bis 10 Meter Entfernung die Startlinie fest und kegelt jetzt der Reihe nach drauflos.
Tipp:
Wenn die Kegel noch von 1 bis 9 durchnummeriert werden, kegelt ihr nach Punkten. Einer der Spieler notiert den Punktestand von allen Mitspielern. Wer am Ende die meisten Punkte hat, ist der Kegelkönig und bekommt eine kleine Medaille.
Mehr Spiele-, Bastel- und Backtipps findest du in „Kreative Kindergeburtstage feiern – BASTELN/BACKEN/SPIELEN“ von Marlies Schiller (Verlag Ravensburger).
Du willst dir einen Gemüsegarten am Balkon anlegen? Dann ist es höchste Zeit, den Hobbygärtner in dir rauszulassen. Wir zeigen dir, wie Pflanzen umgetopft werden.
Garteln macht richtig Spaß und funktioniert auch am Balkon
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Balkon-Gemüse: Im Topf gedeihen nicht nur Kräuter wie Basilikum, Schnittlauch oder Minze gut, sondern auch Zucchini, Radieschen oder Paprika
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Um in ein paar Wochen süße Erdbeeren oder saftige Tomaten ernten zu können, brauchst du keinen Garten. Tomaten lassen sich auch in Töpfen ziehen, ebenso wie Erdbeeren oder verschiedene Kräuter wie Basilikum oder Minze. Doch mit dem Einsetzen allein ist es nicht getan. Wer in ein paar Wochen frisches Gemüse oder Obst ernten will, muss sich auch um seine Pflänzchen kümmern. Wie? Regelmäßig gießen und ab und zu düngen. Wobei Tomatenpflanzen wenig Dünger brauchen. Dieses Gemüse wächst am besten, wenn du ihm einen Platz in der Sonne suchst, der allerdings trocken bleibt, wenn es regnet.
So gießt du richtig
Eiskaltes Wasser mögen Pflanzen nicht. Daher solltest du das Gießwasser zuerst in der Sonne stehen lassen, damit es die Temperatur der Umgebung annimmt. Noch ein Tipp: Gemüse, das im Topf gezogen wird, muss ein bis zweimal am Tag gegossen werden.
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Der richtige Topf
Wurzeln wollen keine nassen Füße haben. Daher nimm nur Töpfe mit einem Loch an der Unterseite, damit das Gießwasser abfließen kann.
Umtopfen – so geht’s:
Du brauchst: einen größeren Blumentopf und Blumenerde. Die Pflanzen bekommst du in fast jeder Gärtnerei.
Zuerst füllst du den Blumentopf zu drei Vierteln mit Blumenerde. Die Erde drückst du fest.
Dann nimmst du die Pflanze, drehst sie samt Plastiktopf um und ziehst sie vorsichtig aus dem Topf.
Die Pflanze samt Erde stellst du in den Blumentopf und füllst den Zwischenraum mit Erde auf.
Wichtig: Tomatenpflanzen werden sehr hoch. Damit sie nicht knicken, steckst du einen dünnen Stab in die Erde und bindest die Pflanze mit einer Schnur am Stab fest.
Die Erde rund um die Pflanze drückst du fest, zum Schluss Gießen nicht vergessen.
Ein ganz besonderes Schattenspiel am Himmel. Was du über eine Sonnenfinsternis wissen musst.
Zappenduster: Bei einer totalen Sonnenfinsternis verdunkelt sich der Himmel
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Ein Blick in den Himmel lohnt sich am heutigen Montag (08. April) ganz besonders. Zumindest in Nordamerika. Denn dort findet heute eine totale Sonnenfinsternis statt.
Was ist eine Sonnenfinsternis?
Der Mond kreist um die Erde und die Erde kreist um die Sonne. Und weil das so ist, gibt es Momente, in denen Sonne, Mond und Erde auf einer Linie stehen. Genau in diesem Moment verdeckt der Mond die Sonne und der Himmel verdunkelt sich – bei uns auf der Erde ist das dann eine Sonnenfinsternis. Bei einer totalen Verdunkelung steht der Mond genau zwischen Erde und Sonne. Bei einer partiellen Sonnenfinsternis ist das nur teilweise der Fall. Gut zu wissen: Dieses Ereignis kann es nur bei Neumond geben.
Augen schützen
Wer das Spektakel am Himmel beobachten will, braucht unbedingt eine besondere Brille, eine sogenannte Finsternisbrille. Mit dem ungeschützten Auge darf man nämlich nie direkt in die Sonne schauen. Das ist nämlich schädlich und kann im wahrsten Sinne echt ins Auge gehen.
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Bei uns zu sehen
Bis zum nächsten Mal musst du in Österreich übrigens lange warten. Eine totale Sonnenfinsternis wird es in Europa erst im Jahr 2081 geben. Eine partielle Verdunkelung gibt es allerdings schon früher. Und zwar am 29. März 2025.
Nach dem schlimmen Erdbeben in Taiwan: Warum der Boden unter unseren Füßen einen Ruck machen kann.
Ein schweres Erdbeben hat Taiwan erschüttert
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Keine Schulen, keine Geschäfte, kein Dach über dem Kopf: Das schwere Erdbeben in Taiwan hat vieles zerstört. Meterhohe Trümmerhaufen stehen dort, wo früher einmal Menschen wohnten. Vielen Opfern bleibt nur ihre Kleidung, die sie am Tag des Bebens getragen haben.
Immer in Bewegung
Erdbeben lassen sich nicht verhindern. Das hat mit dem Aufbau unserer Erde zu tun. Gut versteckt unter Gras, Erde und Wasser besteht unsere Welt aus verschiedenen Platten. Ähnlich wie bei Eisschollen im Wasser sind diese Platten ständig in Bewegung. Unbemerkt und sehr, sehr langsam. Meistens legen diese Platten nur wenige Zentimeter pro Jahr zurück. Über die Jahrtausende sammeln sich so allerdings einige Kilometer an. Bis es zum großen Knall kommt: Platten stoßen zusammen; eine zerstörerische Kraft wird freigesetzt – und die Erde beginnt zu beben.
Manche Länder sind öfters von Erdbeben betroffen, andere seltener. In der Türkei stoßen zum Beispiel gleich mehrere Platten aufeinander, was das Beben im Februar vor einem Jahr besonders heftig ausfallen hat lassen.
So ist die Erde aufgebaut:
Die Erde ist wie eine Zwiebel aufgebaut. In der Mitte befindet sich der feste innere Erdkern (1). Der äußere Erdkern (2) ist flüssig. Darüber liegt der Erdmantel (3). Die Erdkruste (4) ist die letzte Schicht. Auf ihr leben wir.
Erdplatten:
Die Erdkruste setzt sich wie ein Puzzle (sprich: passl) aus riesigen Platten zusammen, die sich ständig bewegen. Diese Platten nennt man auch tektonische Platten. Durch die Bewegung entstehen Spannungen. Wenn die Erdkruste diesen Spannungen nicht mehr standhalten kann, kommt es zu einem Erdbeben.
Wenn sich die Erdplatten verschieben, kommt es zu Erdbeben:
Was Christen glauben. Wieso musste Jesus sterben? Wurde er wirklich gekreuzigt und wieso hat Gott das nicht verhindert? Bibel-Experte Christoph Heil kennt die Antworten.
Für viele gehören Eier und der Osterhase zu Ostern dazu. Aber warum eigentlich?
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Christoph Heil von der Uni Graz kennt sich besonders gut mit der Bibel aus
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Was feiern Christen genau zu Ostern?
Zu Ostern feiern gläubige Christen, dass Gott Jesus von den Toten auferweckt hat. Man erinnert sich an den Tod Jesus am Kreuz und dass Jesus nicht tot geblieben ist, sondern dass Gott ihn wieder lebendig gemacht hat. Das ist der wichtigste Teil des christlichen Glaubens. Daran hängt alles. Die Auferweckung zu Ostern hat nämlich Jesus als Sohn Gottes bestätigt. Es hat bestätigt, dass Gott alles, was Jesus gesagt und getan hat, für richtig befunden hat. Die Auferweckung Jesu bedeutet für Christen, dass Jesus wirklich der Sohn Gottes und der Erlöser der Welt ist.
Heißt das, dass Jesus dann wieder gelebt hat?
„Lebendig werden“ heißt nicht, dass Jesus sein Leben ganz normal weitergelebt hat. In der Bibel steht, dass er tatsächlich von mehreren Menschen gesehen wurde. Er soll sogar gegessen und getrunken haben. Dieses Sehen nennt man in der Fachsprache eine „Vision“. Seither glauben Christen an die Auferstehung der Toten für alle. Die Auferweckung ist vor allem ein wichtiges Zeichen dafür, dass man keine Angst vor dem Tod haben muss.
Ist Jesus wirklich am Kreuz gestorben?
Ja, Jesus ist von wichtigen Leuten in Jerusalem angeklagt worden, weil seine Reden und Taten ihnen nicht passten. Sie hatten Angst, dass Jesus mächtiger würde als sie selbst. Deshalb haben sie Jesus an den Chef der römischen Truppen in Israel ausgeliefert und der hat Jesus dann zum Tod am Kreuz verurteilt. Das wird nicht nur von der Bibel so erzählt, sondern auch von jüdischen und römischen Geschichtsexperten, die selber gar nicht an Jesus geglaubt haben. Dass Jesus am Kreuz gestorben ist, war also wirklich so.
Wieso hat Gott das nicht verhindert?
Gott ist wie ein Vater oder wie eine Mutter für alle Menschen. Jesus hat sich ganz besonders als Kind Gottes empfunden und er hat Gott als Vater angesprochen. Jesus war bereit, für seine Botschaft von der Liebe Gottes für alle auch Ablehnung und Schläge in Kauf zu nehmen und sogar dafür zu sterben. Er ist vor seinen Gegnern nicht geflohen und wurde dann am Ende von ihnen umgebracht. Ich glaube, Gott hätte es verhindern können, aber er hat es zugelassen. Das kann man nur schwer verstehen. Aber Gott hat mit Jesus gelitten. Immer wenn es Menschen schlecht geht, wenn sie Schmerzen haben, leidet Gott mit, wie er auch mit Jesus Mitleid hatte.
Was bedeutet „glauben“ eigentlich?
An etwas zu glauben, heißt, etwas für wahr und richtig halten, was man nicht beweisen kann, zum Beispiel durch ein Foto. Glauben hat auch viel mit Vertrauen zu tun. Menschen, die glauben, sind meist für etwas dankbar.
Warum ist Ostern für Christen wichtig?
Ostern ist das wichtigste Fest für Christen. Und zwar deshalb, weil mit der Auferweckung klar wurde, dass Jesus wirklich der Bote und der Sohn Gottes ist. Die jüdischen Tempelführer hatten die Hoffnung, wenn sie Jesus kreuzigen lassen, sei alles vorbei und die Macht Jesu gebrochen. Das wäre wahrscheinlich auch so gewesen. Aber durch die Auferstehung von Jesus ist die wichtige Rolle von Jesus weitergegangen.
Was hat Jesus mit dem Osterhasen zu tun?
Ursprünglich nicht viel. Aber seit der Antike (Das war die Zeit zwischen 800 vor Jesus Geburt und etwa 600 danach) waren Eier wichtig. Eier stehen für das Leben und die Auferweckung. Später hat man sich dann noch den Osterhasen dazu vorgestellt, der die Eier bemalt und versteckt. Das kam erst im 17. Jahrhundert auf, also vor rund 300 Jahren. Man könnte sagen, dass die Eier das neue Leben, die Lebendigkeit und das schöne Leben zeigen. Der Hase ist auch noch ein Zeichen für die Fruchtbarkeit. Mit Jesu Geburt direkt haben Osterhase und Eier aber nichts zu tun.
Welche Bedeutung hat das Osterfeuer?
Das Licht ist ein wichtiges Symbol (sprich: sümbol) für Ostern. Auch die Osterkerze, die entzündet wird und in die Kirche gebracht wird. Es zeigt, dass Jesus Licht bringt. Und zwar überall hin, wo Dunkelheit oder Traurigkeit herrschen oder wo es Schmerzen gibt. In der Bibel steht, dass Jesus selbst das Licht ist. Wenn Christen sich im Dunkeln fühlen, wenn sie keinen Ausweg sehen und traurig sind, hoffen sie auf Jesus.
Der Hase hat ursprünglich nichts mit Jesus und Ostern zu tun Foto: Adobe Stock
Was hat es mit der Fleischweihe auf sich?
Am Karsamstag werden die Speisen gesegnet, die dann am Ostersonntag feierlich gegessen werden. Es handelt sich dabei nicht nur um Fleisch, sondern auch um Eier und Brot. Es ist ein schöner Brauch, der zeigt, dass es nicht selbstverständlich ist, Gutes zum Essen und Trinken zu haben. Man sollte Gott dafür danken. Gerade nach der Fastenzeit, in der man auf manches verzichtet hat, ist es schön, sich mit der Speisensegnung auf ein tolles Oster-Essen vorzubereiten.
In solchen Körben wird die Osterjause in Kirchen, Kapellen und zu Wegkreuzen gebracht. Dort werden Fleisch, Brot und Eier gesegnet Foto: Adobe Stock
Zum Start der Karwoche: Das feiern gläubige Christen in der Osterzeit.
Am Palmsonntag werden in der Kirche Palmbuschen geweiht
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Diesen Sonntag (10. April) beginnt die Karwoche. In dieser Zeit erinnern sich Christen an das Leiden und den Tod Jesu. Das Wort Karwoche kommt aus dem Althochdeutschen. „Kara“ bedeutete „Klage“, „Kummer“ oder „Trauer“. Oft wird die Karwoche auch als „stille Woche“ bezeichnet. Aber worum geht es an diesen Gedenktagen genau?
Palmsonntag
Am Palmsonntaggedenken die Gläubigen des Tages, an dem Jesus nach Jerusalem kam. Er ritt auf einem Esel und das Volk jubelte ihm mit Palmzweigen zu. Deswegen gehen auch heute noch viele Leute an diesem Tag mit Palmbuschen in die Kirche.
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Gründonnerstag
Am Gründonnerstag feierte Jesus mit seinen Anhängern das letzte Abendmahl. Viele Leute essen an diesem Tag grünes Gemüse (zum Beispiel Spinat).
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Karfreitag
Am Karfreitag wurde Jesus gekreuzigt und danach ins Grab gelegt. Für viele Christen ist der Karfreitag ein strenger Fasttag – sie essen also ganz wenig oder nichts.
Karsamstag
Der Karsamstag ist der vierzigste und letzte Tag der Fastenzeit. In vielen Familien wird aber schon am Karsamstag Ostern gefeiert. Am Karsamstag findet in vielen Orten auch die Fleischweihe statt.
Ostersonntag
Der Ostersonntag ist für gläubige Christinnen und Christen der wichtigste Tag im Jahr, es wird die Auferstehung Jesu von den Toten gefeiert. Je nach Region gibt es an diesem Tag oder schon am Karsamstag die Weihe des Osterfleisches und die Osterjause.