Warum tragen wir am Palmsonntag Palmbuschen?

Warum tragen wir am Palmsonntag Palmbuschen?

Festlich gebundene Sträuße aus Palmkätzchen und Buchsbaum: woher die Tradition des Palmbuschen-Tragens kommt.

Die gebundenen Palmkätzchenbuschen werden gesegnet
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Da Bild zeigt, wie man sich den Einzug von Jesus in Jerusalem vorstellt
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Ostern nähert sich in großen Schritten. Die gute Nachricht: Die traditionelle Palmweihe in den katholischen Kirchen soll heuer trotz Corona möglich sein, und zwar unter besonderen Bedingungen. Erwachsene müssen FFP2-Masken tragen, Kinder zwischen 6 und 14 Jahren einen Mund-Nasen-Schutz. Ab 14 gilt die Pflicht zur FFP2-Maske. Zusätzlich müssen alle, die nicht zu einer Familie gehören oder enge Bezugspersonen sind, einen Abstand von zwei Metern einhalten. So sollen sogar sogenannte Palmbuschen-Prozessionen möglich sein. Bei einer Prozession gehen Gläubige ein Stück weit gemeinsam und beten.

Warum tragen wir eigentlich Palmbuschen?

Das Palmbuschen-Tragen erinnert an eine Situation aus der Bibel. Jesus zog darin in die Stadt Jerusalem ein. Die Menschen haben ihm dabei mit Palmzweigen zugewinkt. Zur Erinnerung daran hat man im Christentum auch heute noch Palmbuschen. Da es bei uns keine Palmen gibt, besteht der Buschen aus Zweigen von Weiden mit deren flauschigen Blüten, den sogenannten Palmkätzchen. Meist kommen noch frische Zweige vom Buchsbaum und bunte Bänder dazu.

Der Palmbuschen wird am Palmsonntag mit Weihwasser gesegnet. Danach wird er das ganze Jahr aufbewahrt und soll die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses schützen und segnen. Manche Bäuerinnen und Bauern bringen den geweihten Palmbuschen auch auf das Feld. Dort soll er für reiche Ernte und Schutz vor Unwettern oder Dürre sorgen.

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