Wer in den Ferien in die Schule muss

Wer in den Ferien in die Schule muss

Ferien, Förderunterricht, Sommerschule: was sich wegen Corona in der Schule ändert.

Corona hat auch das Schulleben stark verändert
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Nach den Semesterferien wird es wieder Unterricht in der Schule geben, und zwar in Gruppen. Das haben wir schon berichtet. Jetzt gibt es noch mehr Neuigkeiten. Denn Kinder, die es brauchen, sollen dann noch besser gefördert werden. Das hat Bildungsminister Heinz Faßmann am Montag gesagt. Der Bildungsminister ist dafür zuständig, dass es in den Schulen rundläuft und alles gut klappt.

Wie soll das genau funktionieren?

Es soll zwei Schulstunden mehr in jeder Woche geben, und zwar für jede Klasse und jede Schulstufe. Aber: Wenn eine Schule mehr Stunden braucht und eine andere weniger, soll auch das möglich sein. Wie die Stunden genau aufgeteilt werden, entscheiden die Schulen. Der Direktor oder die Direktorin kann zum Beispiel sagen, dass die Kinder in der ersten und vierten Klasse besonders gefördert werden sollen, weil sie es brauchen. Sie können aber auch sagen, dass nur bestimmte Gegenstände oder kleine Gruppen von Kindern mehr gefördert werden sollen.

Ob du zusätzlichen Unterricht haben wirst, wird dir dein Lehrer oder deine Lehrerin rechtzeitig sagen. Wichtig ist: „Wenn Förderunterricht angesetzt ist, dann ist er auch verpflichtend für jene Schüler, bei denen es die Lehrer als nötig ansehen“, das sagt Faßmann.

Warum das Ganze?

Jene Kinder, die in den vergangenen Monaten während des Heimunterrichts nicht so gut mitgekommen sind, sollen das Versäumte nachlernen und aufholen können. Dafür soll es auch mehr Arbeitsplätze für Lehrerinnen und Lehrer und auch mehr Geld geben. Was Faßmann nämlich nicht möchte, ist, dass alle Kinder das ganze Schuljahr wiederholen müssen.

Unterricht in den Ferien?

Auch für die Ferien gibt es Neues. In den Semester- und Osterferien wird es eine Lernbetreuung geben, vor allem in Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen. Dort soll zusätzlich unterrichtet werden. Wenn deine Lehrerin oder dein Lehrer glaubt, dass du diesen Unterricht in den Ferien brauchst, wird sie oder er dir das sagen. Das wird aber nicht verpflichtend sein, das heißt, niemand wird dazu gezwungen. Natürlich kannst du dich auch freiwillig dafür melden. In Wien und Niederösterreich kann man sich bis morgen (27. Jänner) anmelden, in den anderen Bundesländern bis Freitag (29. Jänner).

Und im Sommer?

Auch für die Sommerferien gibt es schon Neuigkeiten: Dort soll es mehr Plätze für die sogenannte „Sommerschule“ geben. Voriges Jahr wurde in der Sommerschule hauptsächlich Deutsch unterrichtet, für Kinder, die sich mit Deutsch schwertun. Heuer stehen auch Mathematik und an den Volksschulen Sachunterricht im Angebot.

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