Autor: Petra Prascsaics

Dieses Popcorn ist echt gruselig
Entgeltliche Kooperation

Dieses Popcorn ist echt gruselig

Ein gruseliger Snack für deine Halloween-Party: Popcorn, das Geistern, Vampiren, Hexen und anderen dunklen Gestalten garantiert schmeckt.

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Thomas Klier

Wenn sich Hexen, Zauberer, Vampire, Mumien und Geister treffen, ist es wieder so weit: Dann ist Halloween. Gefeiert wird dieser Brauch in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November.

Nacht der Geister

Der Brauch ist schon sehr alt und kommt eigentlich aus Irland und Schottland. Früher feierten die Kelten das Fest Samhain und glaubten, dass in dieser Nacht Geister unterwegs waren. Um sich zu schützen, zündeten sie Lichter an.

Später nannte man den Abend vor Allerheiligen „All Hallows’ Eve“ (sprich: oll hällous iiw). Das bedeutet auf Deutsch „Abend aller Heiligen“. Und aus „All Hallows’ Eve“ wurde nach und nach das Wort „Halloween“.

Als Menschen aus Irland und Schottland nach Amerika auswanderten, brachten sie diesen Brauch in ihre neue Heimat mit. Dort kamen Kürbislaternen und „Süßes oder Saures“ dazu. Über Filme, Musik und Serien kam Halloween irgendwann auch zu uns und wird inzwischen auch hier gerne gefeiert.

Zum Nachkochen

Und weil bei einer Halloween-Party nicht nur die Kostüme gruselig sein sollen, sondern auch das Buffet, zeigen dir unsere Kinderreporterinnen Emma, Lilia und Melina gemeinsam mit unserer Köchin Sandra Kollegger, wie du gruseliges Popcorn ganz einfach selbst machen kannst.

Gruseliges Popcorn

Du brauchst: 

100 Gramm Popcornmais

3 EL Sonnenblumenöl

100 Gramm Erdbeer-Kuvertüre (Zotter)

50 Gramm Erdbeermarmelade

So geht’s:

„Wissen kocht mit“

So heißt unsere neue Kochserie, die wir uns gemeinsam mit der Arbeiterkammer Steiermark ausgedacht haben. Das heißt: Ab sofort versorgen wir dich regelmäßig mit neuen Kochideen, die nicht nur gut ankommen, sondern auch garantiert funktionieren.

Die inhaltliche Verantwortung liegt bei der Redaktion

Friedens-Nobelpreis: Für eine mutige Frau, die nicht aufgibt

Friedens-Nobelpreis: Für eine mutige Frau, die nicht aufgibt

María Corina Machado kämpft in ihrer Heimat Venezuela für Freiheit und Demokratie. Obwohl das in diesem Land gefährlich ist. Für ihren Mut hat sie nun den Friedensnobelpreis bekommen.

María Corina Machado kämpft für die Demokratie
Wikipedia/Wilfredor

Freiheit kennen die Menschen in Venezuela (Land in Südamerika) nicht. Dort ist seit zwölf Jahren Nicolás Maduro an der Macht. Er regiert streng und unfair. Maduro duldet keine andere Politik. Er bedroht und sperrt seine Gegnerinnen und Gegner ins Gefängnis. Viele Menschen in Venezuela haben Angst und trauen sich nicht, laut zu sagen, was sie denken.

Für Freiheit und Demokratie

María Corina Machado ist Politikerin. Sie  lässt sich von Maduro nicht einschüchtern. Seit vielen Jahren widerspricht sie ihm und fordert: „Wir brauchen Freiheit und faire Wahlen.“ Sie arbeitet von geheimen Orten aus, muss sich ständig verstecken und sich heimlich mit Menschen treffen.

Obwohl sie immer wieder mit dem Tod bedroht wurde, bleibt sie in ihrer Heimat. Sie bleibt für all die Menschen, die wie sie Freiheit wollen. Viele nennen sie „die Befreierin“ und sehen in ihr die Hoffnung, dass sich in Venezuela etwas ändert. Für ihren Mut und ihren Einsatz für die Freiheit hat María Corina Machado heuer den Friedensnobelpreis bekommen.

Erfindungen, die vielen Menschen helfen

Alfred Nobel hat den Nobelpreis ins Leben gerufen. Er war Schwede, lebte von 1833 bis 1896 und erfand das Dynamit. Damit konnten Felsen leichter gesprengt und Tunnel gebaut werden. Doch Dynamit ist gefährlich und wurde auch als Waffe benutzt. Da damit auch viele Menschen getötet wurden, hatte Nobel ein schlechtes Gewissen. Deshalb legte er vor seinem Tod fest, dass jedes Jahr Menschen mit seinem Geld ausgezeichnet werden sollen, die Gutes tun und vielen helfen.

Seither werden jedes Jahr Nobelpreise in Medizin, Chemie, Physik und Literatur verliehen. Für Menschen und Organisationen, die sich für Frieden einsetzen und helfen, Streit oder Kriege zu verhindern oder zu beenden, gibt es den Friedensnobelpreis. Er gilt als der wichtigste Friedenspreis der Welt.

Die Preisträgerinnen und Preisträger bekommen eine Urkunde, eine Goldmedaille und ungefähr 1 Million Euro. Auf der Medaille ist Alfred Nobel zu sehen.

Heuer wurden über 300 Personen für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Wer für diesen Preis genannt wurde, bleibt geheim. Man weiß aber, dass auch Donald Trump für den Preis vorgeschlagen wurde. Er ist Präsident der USA.

Geheime Entscheidung

Wer den Preis bekommt, bestimmt ein Komitee aus fünf Personen. Sie wählen aus allen Vorgeschlagenen die Gewinnerin oder den Gewinner.

Der Friedensnobelpreis wird in Oslo (Hauptstadt von Norwegen) überreicht. Die anderen Nobelpreise werden in Stockholm (Schweden) übergeben. Wer die Preise erhält, wird im Oktober bekannt gegeben. Verliehen werden sie am 10. Dezember. Das ist der Todestag von Alfred Nobel.

Bertha von Suttner aus Österreich war die erste Frau, die den Friedensnobelpreis erhielt. 2014 gewann Malala Yousafzai aus Pakistan. Sie war damals 17 Jahre alt und ist bis heute die Jüngste, die diesen Preis bekommen hat. Auch Organisationen können ausgezeichnet werden. Die Europäische Union hat den Preis bereits für ihre Arbeit für den Frieden bekommen.

Israel und die Hamas haben erstes Abkommen getroffen

Israel und die Hamas haben erstes Abkommen getroffen

Seit ein paar Tagen verhandeln Vertreter aus Israel und der Hamas in Ägypten über einen Frieden. Jetzt gibt es die ersten Vereinbarungen.

Viele Menschen in Gaza und in Israel hoffen jetzt auf Frieden
Imago

Nach zwei Jahren Krieg im Gaza-Streifen gibt es erste Hoffnung auf Frieden. Vor ein paar Stunden haben Israel und die Hamas der ersten Phase eines Friedens-Plans zugestimmt. Das hat US-Präsident Donald Trump heute gesagt. Er hat den Plan für die Gespräche gemacht. Die Friedens-Gespräche finden in Ägypten statt. Israel und die Hamas reden dort nicht direkt miteinander. Vermittler helfen ihnen dabei, sich zu einigen.

Was passiert jetzt?

Zuerst soll es eine Waffenruhe geben. Das heißt: Beide Seiten hören mit dem Kämpfen auf. In dieser Zeit soll die Hamas israelische Geiseln frei lassen. Diese Menschen wurden vor zwei Jahren bei einem Angriff der Hamas von den Terroristen nach Gaza verschleppt.

Jetzt sind noch 48 Geiseln dort. Angeblich sollen aber nur noch 20 von ihnen leben. Im Gegenzug will Israel viele palästinensische Gefangene aus ihren Gefängnissen frei lassen. Außerdem sollen israelische Soldaten in Gaza ein Stück zurückgehen, damit alles sicher klappt.

Schon heute, Donnerstag, soll ein Abkommen von beiden Seiten unterschrieben werden.

Wie reagieren die Menschen?

Viele Menschen in Gaza und in Israel sind erleichtert. Manche haben auf den Straßen gefeiert. In Israel hoffen die Familien der Geiseln, ihre Angehörigen bald wieder zu sehen. In Gaza hoffen die Menschen auf Ruhe. Sie wollen wieder sicher einkaufen, lernen und arbeiten können. Viele bleiben aber vorsichtig. Es gab schon mehrere Versuche, Frieden zu schaffen. Doch die sind bis jetzt alle gescheitert.

Was ist noch offen?

Das ist erst ein Anfang. Noch ist nicht klar, wie lange die Waffenruhe dauert und wer sie überwacht. Trump nennt in seinem Plan noch weitere Punkte. Zum Beispiel wird gefordert, dass die Hamas am Ende ihre Waffen abgibt. Ob das wirklich passiert, ist noch nicht entschieden. Darum sprechen alle in den nächsten Tagen weiter über die nächsten Schritte.

Das steht im Friedens-Plan: 

Geiseln und Gefangene

  • Die Hamas soll in den nächsten Tagen alle israelischen Geiseln freilassen.
  • Israel soll dafür viele palästinensische Gefangene freilassen.

Waffenruhe

  • Beide Seiten beenden ihre Angriffe und kämpfen nicht weiter.

Soldaten und Waffen

  • Israel zieht seine Soldaten und Soldatinnen nach und nach aus dem Gaza-Streifen ab.
  • Die Hamas soll ihre Waffen abgeben und keine Macht mehr haben.

Sicherheit und Hilfe

  • Fachleute und Sicherheitskräfte aus verschiedenen Ländern helfen, Ordnung zu halten, damit Menschen wieder sicher leben können.

Übergangs-Regierung

  • Es ist eine Übergangs-Regierung geplant, an der palästinensische Fachleute und internationale Expertinnen und Experten mitarbeiten.

 

Großbritannien verbietet Werbung für ungesundes Essen

Großbritannien verbietet Werbung für ungesundes Essen

Weniger Lust auf Burger, Chips und Limonade: In Großbritannien darf ab jetzt Werbung für ungesundes Essen im Fernsehen erst spät am Abend gezeigt werden. Im Internet ist sie ganz verboten.

Ein Kind mit blauer Baseballkappe isst draußen einen Burger
Weniger Werbung soll weniger Lust auf Fast Food machen
IMAGO / Cavan Images

In Großbritannien sind viele Kinder zu dick. Dort hat ungefähr jedes zehnte Kind bis zum fünften Lebensjahr zu viel Gewicht. Bei den 10- bis 11-Jährigen ist es sogar jedes fünfte Kind.

Fachleute wissen inzwischen auch, woran das liegt: Viele dieser Kinder essen und trinken zu oft Sachen mit sehr viel Zucker, Fett und Salz. Das tut der Gesundheit nicht gut und macht auch die Zähne kaputt.

Weniger Werbung, weniger Lust

Damit sich das ändert, wurde in Großbritannien jetzt eine neue Regel eingeführt: Ab jetzt darf im Fernsehen Werbung für ungesundes Essen erst ab 21 Uhr laufen, wenn die meisten Kinder schon schlafen. Im Internet ist diese Werbung überhaupt nicht mehr erlaubt. Denn Werbung soll Menschen Lust auf etwas machen. Und das funktioniert oft ganz gut. Auch bei Fast Food (sprich: faast fuud).

Die Politikerinnen und Politiker hoffen, dass Kinder dadurch seltener zu Chips, Schokoriegeln, Limonaden oder Fast-Food-Burgern greifen. Sie hoffen auch, dass Firmen in Zukunft weniger Zucker und Fett in ihre Produkte mischen.

Wie ist das in Österreich?

Das Thema betrifft nicht nur Großbritannien. In Österreich wird immer wieder darüber geredet, wie Kinder besser geschützt werden können. Seit vier Jahren gibt es Vorschläge, welche Werbung während Kindersendungen im Fernsehen gezeigt werden darf und welche nicht. Diese Vorschläge sind aber freiwillig. Das heißt: Die Firmen müssen sich nicht daran halten.

Werbung gibt es aber nicht nur im Fernsehen. Forscherinnen und Forscher der MedUni Wien haben YouTube-Videos für Kinder angeschaut. Sie haben herausgefunden, dass dort sehr oft Essen vorkommt, das viel Zucker, Fett und Salz enthält.

Ein weltweites Problem

Auch in vielen anderen Ländern ist das ein großes Problem. Weltweit gibt es heute mehr Kinder mit zu viel Gewicht als Kinder mit zu wenig Gewicht. Viele Leute machen sich deswegen Sorgen und überlegen, wie man dieses Problem lösen könnte.
Ob so ein Verbot der Werbung tatsächlich wirkt? Das wird sich in den nächsten Jahren in Großbritannien zeigen.

Was ist Fast Food?


Fast Food (sprich: faast fuud) bedeutet „schnelles Essen“. Das sind Gerichte, die sehr schnell zubereitet werden oder schon fertig gekauft werden können, zum Beispiel Burger, Pommes, Pizza oder Donuts. Vielen schmeckt das, weil oft viel Fett, Salz und Zucker drin sind. Genau das macht Fast Food aber ungesund, wenn man es zu oft isst.

Krieg im Gaza-Streifen: Gespräche über Frieden haben begonnen

Krieg im Gaza-Streifen: Gespräche über Frieden haben begonnen

Seit zwei Jahren dauern die Kämpfe im Gaza-Streifen an. Jetzt verhandeln Vertreter von Israel und der Hamas in Ägypten über einen Plan, der diesen Krieg beenden soll.

Auch viele Kinder im Gaza-Streifen haben durch diesen Krieg ihr Zuhause verloren.
wikimedia commons/gloucester2gaza

Seit Oktober 2023 herrscht Krieg im Gaza-Streifen. Ausgelöst wurden die Kämpfe von der palästinensischen Terrorgruppe Hamas. Sie griff am 7. Oktober 2023 Israel an und tötete dabei mehr als 1.200 Menschen.

Außerdem verschleppten die Terroristen mehr als 120 Menschen als Geiseln. Bis heute werden 48 Geiseln im Gaza-Streifen festgehalten. Etwa 20 von ihnen sollen noch am Leben sein. Mehr über den Konflikt zwischen Israel und Palästinensern erfährst du hier

Verhandlungen in Kairo

Vor einigen Tagen hat US-Präsident Donald Trump einen Plan vorgestellt, der den Krieg beenden soll. Seit Montag finden dazu in Kairo, der Hauptstadt von Ägypten, die ersten Verhandlungen statt.

Vertreter von Israel und der Hamas sind dorthin gereist. Sie reden nicht direkt miteinander, sondern über Vermittler. Ägypten hilft dabei und versucht, Lösungen zu finden. Trump geht davon aus, dass die Gespräche „ein paar Tage dauern“ werden.

Die wichtigsten Punkte

Der Plan von Trump hat mehrere wichtige Punkte. Zuerst geht es um die Geiseln. Die Hamas soll alle israelischen Geiseln in den nächsten Tagen freilassen. Israel soll dafür viele palästinensische Gefangene freilassen. Damit das gelingt, soll es eine Waffenruhe geben. Das bedeutet: Beide Seiten beenden ihre Angriffe und kämpfen nicht weiter.

Der Plan sieht auch vor, dass Israel seine Soldaten nach und nach aus dem Gaza-Streifen abzieht. Gleichzeitig soll die Hamas ihre Waffen abgeben und keine Macht mehr haben.

Damit die Menschen in Gaza wieder sicher leben können, sollen Fachleute und Sicherheitskräfte aus verschiedenen Ländern helfen, Ordnung zu halten. Für die Zeit danach ist eine sogenannte Übergangs-Regierung geplant. Daran sollen palästinensische Fachleute und internationale Expertinnen und Experten beteiligt sein.

Noch viele offene Fragen

Israel hat diesem Plan zugestimmt. Und auch die Hamas ist bereit, die Geiseln freizulassen, wenn Israel gleichzeitig Gefangene freilässt und die Angriffe stoppt. Ob die Hamas ihre Waffen wirklich abgibt, ist noch unklar. Auch steht noch nicht fest, wann die israelischen Soldaten aus dem Gaza-Streifen abziehen sollen.

Viele Länder unterstützen den Plan. Sie hoffen, dass die Gespräche in Kairo ein Anfang für den Frieden sind. Andere zweifeln, ob beide Seiten sich wirklich einigen können. Jetzt kommt es darauf an, ob Israel und die Hamas eine Lösung finden, mit der beide Seiten leben können.

In China wurde die höchste Brücke der Welt eröffnet

In China wurde die höchste Brücke der Welt eröffnet

Zwei Minuten statt zwei Stunden: Mit einer neuen Brücke im Süden von China sparen Autofahrer viel Zeit. Doch das ist nicht der Grund dafür, dass diese Brücke es ins Buch der Rekorde geschafft hat.

Die Huajiang-Grand-Canyon-Brücke ist die höchste Brücke der Welt
Die Huajiang-Grand-Canyon-Brücke ist die höchste Brücke der Welt
IMAGO / Xinhua

In China werden gerne hohe Brücken gebaut. Ein Blick ins Buch der Rekorde zeigt: 18 der 20 höchsten Brücken der Welt stehen in diesem Land. Und seit kurzem führt dort auch die allerhöchste Brücke der Welt über eine Schlucht.

Sie heißt Huajiang-Grand-Canyon-Brücke (sprich: hua-dschiang-grand-känn-jen) und wurde in der Provinz Guizhou (sprich: gwei-dschou) eröffnet. Guizhou liegt im Süden von China. In dieser Provinz leben mehr als 35 Millionen Menschen. Dort gibt es viele Berge und tiefe Schluchten. Deshalb werden hier besonders viele Brücken gebaut.

Die Fahrbahn dieser Brücke hängt 625 Meter über einem Fluss. Das ist so hoch, als würde man zwei Eiffeltürme übereinander stapeln. Die Brücke ist fast eineinhalb Kilometer lang. Gebaut wurde sie in nur drei Jahren.

Zwei Arten, Brücken zu messen

Früher mussten die Menschen in dieser Gegend lange Umwege fahren. Die Straßen hatten viele Kurven. Es dauerte fast zwei Stunden, bis man von einer Seite der Schlucht zur anderen kam. Mit der neuen Brücke dauert diese Strecke nur noch zwei Minuten.

Bis jetzt galt die Beipanjiang-Brücke (sprich: bäi-pan-dschiang) als die höchste Brücke der Welt. Auch sie steht in Guizhou und ist 565 Meter hoch. Die neue Huajiang-Brücke ist rund 60 Meter höher.

Man kann Brücken auf zwei Arten vergleichen. Die Huajiang-Brücke ist die höchste, wenn man misst, wie tief es unter ihr nach unten geht. Das sind hier 625 Meter.

Aber auch in Frankreich gibt es eine Rekordbrücke: das Viadukt von Millau (sprich: wia-dukt von mi-joh). Dort sind die Pfeiler der Brücke besonders hoch, fast wie ein Wolkenkratzer. Sie messen 343 Meter.

Neue Sehenswürdigkeit

Besonders an dieser Brücke ist auch die Farbe. Sie ist türkis. Zwischen den grünen Bergen sieht sie aus wie ein leuchtendes Band, das sich von einer Seite zur anderen spannt.

Die Brücke soll nicht nur Autofahrern schneller ans Ziel bringen. Sie soll auch Besucherinnen und Besucher anlocken. Ein gläserner Aufzug bringt Gäste zu einem Café mitten an der Brücke. Von dort schaut man nach unten, als würde man in einem Flugzeug sitzen.

Doch wer von dieser Brücke einen Blick in die Tiefe werfen will, braucht starke Nerven. Und er sollte keine Angst vor der Höhe haben.

Wo sich Elch Emil jetzt herumtreibt

Wo sich Elch Emil jetzt herumtreibt

Wochenlang wanderte Elch Emil durch Niederösterreich. Doch dann wurde es gefährlich und Emil musste umziehen.

Ein außergewöhnlicher Besucher in Österreich: Elch Emil
Ein außergewöhnlicher Besucher in Österreich: Elch Emil
Adobe Stock

Mitte August tauchte in Niederösterreich ein eher ungewöhnlicher Gast auf: ein Elch. Diese Tiere streifen bei uns eigentlich nicht durch die Wälder und über Wiesen. Schnell war klar, dass der Elch aus Polen kam und schon eine weite Reise hinter sich hatte.

Ein Star mit vielen Fans

Noch schneller wurde das Tier ein Star. Der Elch bekam den Namen Emil und hatte bald eine große Fangemeinde in den sozialen Medien. Wochenlang wanderte Emil durch Österreich. Er schwamm mehrmals durch die Donau.

Er spazierte durch Siedlungen und war zwischendurch auch an der Stadtgrenze zu Wien unterwegs. Einmal musste sogar eine Zugstrecke für mehrere Stunden gesperrt werden, weil Emil es sich auf den Gleisen bequem gemacht hatte.

Obwohl Expertinnen und Experten immer wieder baten, Abstand zu Emil zu halten, wurde das Tier von einigen Menschen regelrecht verfolgt. Jeden Tag tauchten Fotos und Videos in den sozialen Medien auf.

Nach Tschechien gebracht

Doch dann wurde es gefährlich. Anfang September kam Emil in Oberösterreich in die Nähe der Autobahn bei Sattledt. Um Unfälle zu verhindern, entschieden die Fachleute schließlich, Emil in ein sicheres Gebiet zu bringen.

Dafür wurde er vorsichtig betäubt. Während Emil schlief, bekam er eine Ohrmarke und einen Sender am Geweih. Danach brachte man ihn in den Böhmerwald in Tschechien. Dort wurde er wieder freigelassen.

Unter Beobachtung

Über diesen Sender können Forscherinnen und Forscher beobachten, wohin Emil wandert. Aber nur für 30 Tage, denn so lange hält die Batterie in diesem Sender. Für eine längere Beobachtung hätte man viele Genehmigungen gebraucht. Dafür war aber keine Zeit.

Außerdem ist es wichtig, dass Emils genaue Standorte geheim bleiben. So kann er in Ruhe als wildes Tier leben, ohne dass ihm ständig Menschen nachlaufen.

Und wie geht es Emil heute? Sehr gut, berichten Leute, die Emil über diesen Sender weiterverfolgen. Er läuft mehrere Kilometer am Tag und bewegt sich in die richtige Richtung. Weil es kühler geworden ist, ist er auch tagsüber aktiver unterwegs.

In Bayern

Jetzt gerade befindet sich Emil in Bayern, im Grenzgebiet zwischen dem Bayerischen Wald und einem Nationalpark in Tschechien. Auch dort hat er schon neue Fans. Die Nationalparks bitten aber alle Wanderer: Abstand halten! Wer ihn sieht, soll das melden, aber dem Tier dabei nicht zu nahe kommen, denn Emil ist ein Wildtier.

Vielleicht findet Emil im Böhmerwald ja sogar eine Elchkuh. Die Chance steht gut, denn dort leben auch andere Elche.

Mars-Roboter entdeckte einen besonderen Stein

Mars-Roboter entdeckte einen besonderen Stein

Ein Roboter hat auf dem Mars einen Stein mit seltsamen Flecken entdeckt. Es könnte ein Beweis dafür sein, dass es dort einmal Leben gegeben hat. Doch sicher ist das noch nicht.

Ein fahrbarer Roboter steht auf dem Mars. Vor ihm rötlicher Sand und ein Stein mit dunklen Flecken; die Stelle, wo eine Probe entnommen wurde.
Seit über vier Jahren ist der Roboter auf dem Mars und sucht nach Spuren von Leben
NASA/JPL-Caltech/MSSS, Public Domain, via Wikimedia Commons (PIA26344)

Gibt es da draußen im Weltall noch Leben? Oder sind wir hier auf der Erde ganz allein? Woher kommt unser Leben auf der Erde überhaupt? Es gibt kaum eine andere Frage, die uns Menschen mehr interessiert. Um Antworten zu finden, hat die US-amerikanische Weltraumbehörde NASA einen besonderen Roboter zum Mars geschickt.

Dieser Roboter heißt Rover. Er kann fahren, hat Räder wie ein Auto und viel Technik an Bord, wie zum Beispiel Kameras, Messgeräte und einen Bohrer. Damit kann er Löcher in Steine bohren und kleine Proben sammeln.

Anfang 2021 landete ein Rover an einem ganz besonderen Ort auf dem Mars. Dort gab es vor sehr langer Zeit einmal einen Fluss. Das ist spannend, denn wo früher Wasser war, könnte es auch Leben gegeben haben.

Suche nach Leben

Der Rover arbeitet bei seiner Suche nach Hinweisen auf Leben wie ein Detektiv. Jeden Tag fährt er ein Stück weiter. Er macht Fotos und untersucht Steine und Boden. All diese Bilder und Informationen schickt er zur Erde zurück.

Dort sitzen Forscherinnen und Forscher vor ihren Computern. Sie schauen sich alles ganz genau an. Sie entscheiden auch, wo der Rover hinfahren und welchen Stein er genauer untersuchen soll.

Ein Stein mit Leoparden-Muster

Vor einem Jahr machte der Rover dann ein ganz besonderes Foto. Darauf war ein Stein mit seltsamen Flecken zu sehen. Die Flecken sahen aus wie das Muster eines Leoparden. Das machte die Forscher neugierig.

„Rover, nimm eine Probe von diesem Stein!“, war der Befehl. Der Roboter bohrte ein kleines Loch und sammelte etwas von dem Stein ein. Dieser Stein war früher einmal weicher Schlamm. Mit der Zeit wurde er steinhart.

Spuren von winzigen Lebewesen

Die Messgeräte im Rover fanden etwas Besonderes in dieser Probe. Es könnten Hinweise auf Mikroben sein. Mikroben sind winzig kleine Lebewesen. Sie sind so klein, dass man sie nur mit einem Mikroskop sehen kann.

Bei uns auf der Erde gibt es Mikroben überall: im Boden, im Wasser und sogar auf deiner Haut. Wenn Mikroben irgendwo leben, verändern sie ihre Umgebung. Manchmal bleiben Spuren davon in Steinen zurück. Genau nach solchen Spuren sucht der Rover. Auf den ersten Blick sieht es auch so aus, als ob es Spuren von Mikroben sein könnten.

Ein echter Beweis?

Der Chef der NASA war aufgeregt. Er sagte: „Dies könnte das deutlichste Zeichen von Leben sein, das wir jemals auf dem Mars gefunden haben!“

Ist das jetzt der Beweis, dass es auf dem Mars früher Leben gab? Nein, das ist noch kein endgültiger Beweis, sagen die Forscher. Denn die gleichen Spuren können auch ohne Lebewesen entstehen.

Proben noch am Mars

Sicher können wir erst sein, wenn die Proben hier auf der Erde noch genauer untersucht werden. Aber das dauert noch. Die Probe ist noch auf dem Mars!

Und weil ein Flug zum Mars sehr teuer und schwierig ist, werden wir noch ein paar Jahre warten müssen. Erst dann können alle Gesteins-Proben zur Erde geholt und richtig untersucht werden.

Bis dahin rollt der Rover weiter über den Mars und sucht nach neuen Hinweisen.

Ein Roboter mit Durchhaltevermögen

Seit 2021 ist ein Roboter auf dem Mars unterwegs. Er heißt Perseverance (per-SÖ-wi-räns). Das bedeutet „Durchhaltevermögen“. Geschickt hat ihn die NASA. Das ist die Raumfahrt-Behörde der USA.

Er ist der fünfte Mars-Roboter der NASA. Auf den Mars brachte ihn eine Rakete, dort wurde er von einem schwebenden Kran abgesetzt.

Roboter auf Rädern: Der Rover fährt langsam herum und macht Fotos. Er bohrt Löcher in Steine und sammelt kleine Stücke in Röhrchen. Die Bilder und Informationen, die er sammelt, schickt er über Satelliten zur Erde.

Damit er weiß, was er zu tun hat, bekommt er jeden Tag einen Plan per Funk. Die Proben von Gesteinen am Mars, die er sammelt, steckt er in Röhrchen. Und irgendwann sollen diese dann von einem Raumschiff abgeholt werden.

Warum die Uno in der Krise steckt

Warum die Uno in der Krise steckt

Weniger Kriege, mehr Frieden: Mit diesem Ziel wurden vor genau 80 Jahren die Vereinten Nationen (kurz Uno) gegründet. Doch dort herrscht gerade schlechte Stimmung. Und das hat auch viel mit dem US-Präsidenten Donald Trump zu tun.

Diese Skulptur steht vor dem Hauptgebäude der Vereinten Nationen und steht für Gewaltlosigkeit
IMAGO / photothek

Auf dieser Welt hat es schon immer Kriege gegeben. Zu viele und zu oft. „Das muss endlich aufhören!“, haben nach dem Zweiten Weltkrieg einige Länder beschlossen. Um gemeinsam für Frieden auf der Welt zu sorgen, gründeten sie am 24. Oktober 1945 die Vereinten Nationen, kurz Uno. Das war vor genau 80 Jahren.

Einmal im Jahr treffen sich die 193 Staaten, die Mitglied der Uno sind, zu einer sogenannten General-Debatte. Dazu kommen die wichtigsten Politikerinnen und Politiker dieser Länder nach New York (USA) (sprich: nu jork), denn dort hat die Uno ihren Sitz.

Dieses Treffen findet jetzt gerade wieder statt. Aus Österreich sind Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Christian Stocker und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger angereist. Aber niemand dort hat große Lust, den 80. Geburtstag der Uno groß zu feiern. Denn die Uno steckt in einer tiefen Krise. Und das hat mehrere Gründe.

Kriege und Hungersnöte

Ein Grund ist, dass es wieder viele Kriege auf der Welt gibt. Ein Beispiel ist die Ukraine. Seit mehr als drei Jahren sterben dort Menschen, weil der russische Präsident Wladimir Putin das Land angegriffen hat, um es zu erobern. Derzeit sieht es nicht so aus, als würde es dort bald wieder Frieden geben.

Im Gaza-Streifen fallen fast jeden Tag Bomben, nachdem Terroristen der Hamas am 7. Oktober 2023 Israel angegriffen haben. In Afrika leiden viele Menschen unter Hunger und Millionen sind auf der Flucht, weil in ihren Heimaten Gewalt herrscht. Darunter sind auch viele Kinder.

Trump gegen die Uno

Dazu kommt ein Mann, der die Uno am liebsten ganz abschaffen würde: Donald Trump (sprich: tramp), Präsident der USA. Was er von der Uno hält? Nicht viel. „Die Uno ist kaputt,“ sagte er am Dienstag bei seiner Rede in New York.

Trump ist der Meinung, dass jedes Land nur an sich selbst denken sollte. Die Uno hält er für überflüssig. Und das zeigt er auch. Da die USA zu den größten und reichsten Ländern der Erde gehören, haben sie der Uno bisher am meisten Geld gegeben.

Doch dieses Jahr haben die USA noch keinen einzigen Dollar überwiesen. Und das will Trump auch weiterhin nicht. Deshalb fehlen jetzt mehr als drei Milliarden Dollar in der Kasse der Uno.

Weniger Hilfe für Menschen in Not

Doch ohne Geld kann die Uno nicht arbeiten. Sie kann weniger Menschen vor Krieg schützen, weniger Essen zu notleidenden Menschen bringen und weniger Medikamente in arme Länder liefern. Inzwischen haben auch Tausende Uno-Mitarbeiter ihren Job verloren, weil viele Hilfsprogramme gestoppt werden mussten.

Momentan weiß niemand so recht, wie es mit der Uno weitergehen soll.

Gemeinsam für Frieden und Menschenrechte

Die Vereinten Nationen (kurz Uno) wurden am 24. Oktober 1945 gegründet. Heute gehören der Uno 193 Länder an. Das sind fast alle Länder der Welt. Österreich ist seit 1955 Uno-Mitglied.

Wofür kämpft die Uno?

Für Frieden: Die Uno will verhindern, dass sich Länder bekriegen. Wenn es Streit gibt, soll geredet statt gekämpft werden.

Für gleiche Rechte: Alle Menschen sollen frei und gleichberechtigt leben können – egal welche Hautfarbe sie haben oder woher sie kommen.

Für Hilfe in der Not: Wenn Menschen durch Kriege, Armut oder Naturkatastrophen leiden, hilft die Uno mit Lebensmitteln und Medikamenten und sie baut auch Lager, damit die Menschen ein Dach über dem Kopf haben.

Wie arbeitet die Uno?

Gespräche führen: Wenn sich Länder streiten, bringt die Uno sie zusammen und hilft ihnen, eine Lösung zu finden.

Soldaten schicken: Wenn Reden nicht hilft, kann der Sicherheitsrat sogenannte Friedenssoldaten in diese Gebiete schicken. Diese Soldaten tragen blaue Helme und werden daher als „Blauhelme“ bezeichnet. Sie sorgen für Ruhe in Kriegsgebieten.

UNICEF: Diese Organisation der Uno hilft vor allem Kindern, indem sie Schulen und Brunnen baut. Sie sorgt auch dafür, dass kranke Kinder von Ärzten versorgt werden und Medikamente bekommen.

WHO: Diese Organisation kämpft gegen Krankheiten und Seuchen auf der ganzen Welt.

Warum es ab jetzt früher dunkel wird

Warum es ab jetzt früher dunkel wird

Der 22. September ist ein besonderer Tag: Tag und Nacht sind fast gleich lang. Für Astronomen ist das der Moment, an dem der Herbst beginnt.

Halb beleuchtete Erde im Weltall – Tag- und Nachtseite sind gleich groß, wie zur Tagundnachtgleiche.
So sieht die Erde zur Tag-und-Nacht-Gleiche aus: Tag und Nacht sind fast gleich lang.
NASA / JPL-Caltech

Die Tage, wo es draußen lange hell ist, sind endgültig vorbei. Das liegt aber nicht daran, dass die Sonne schwächer wird, sondern daran, wie die Erde um die Sonne kreist und dass sie dabei ein bisschen schräg steht.

Und diese Schräglage der Erde sorgt für einen ganz besonderen Tag im Jahr: Die Tag-und-Nacht-Gleiche, die heuer am 22. September stattfindet. An diesem Tag sind Tag und Nacht fast gleich lang. Das heißt: An vielen Orten auf der Welt scheint die Sonne ungefähr zwölf Stunden, und es ist ungefähr zwölf Stunden dunkel.

Herbstbeginn

Danach beginnt bei uns der Herbst. Zumindest aus der Sicht der Astronominnen und Astronomen. Sie erforschen das Weltall und können ganz genau sagen, wann die Erde an einer bestimmten Stelle auf ihrer Bahn um die Sonne steht. Für sie beginnt mit dem 22. September der sogenannte astronomische Herbst.

Für die Wetterforscher beginnt der Herbst am 1. September, ganz egal, wie die Erde gerade zur Sonne steht.

Tag-und-Nacht-Gleiche

Aber bleiben wir beim 22. September. An diesem Tag steht die Sonne genau über dem Äquator. Der Äquator ist die Linie, die unseren Planeten in eine Nord- und eine Südhälfte teilt.

Wenn die Sonne genau über dem Äquator steht, bekommen beide Hälften der Erde fast gleich viel Sonnenlicht ab. Deshalb heißt dieser Tag auch Tag-und-Nacht-Gleiche.

Kurze Tage, lange Nächte

Die Forschenden können sogar ganz genau sagen, wann das heuer passiert: um exakt 12:44 Uhr.

Aber schon am nächsten Tag ändert sich das wieder. Die Nordhalbkugel, also dort, wo wir in Österreich leben, bekommt dann für die nächsten Monate weniger Sonnenlicht ab. Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Das verändert auch die Natur: Die Blätter werden bunt und fallen von den Bäumen. Ein klares Zeichen dafür, dass es bei uns Herbst ist.

Lange Tage, kurze Nächte

Auf der Südhalbkugel ist das Gegenteil der Fall. Dort beginnt der Frühling. In Ländern wie Australien, Südafrika oder Argentinien wird es jetzt wärmer. Die Bäume bekommen neue Blätter und die Blumen beginnen zu blühen.

Wenn wir also im Dezember Weihnachten mit Schnee und kalten Temperaturen feiern, ist in Australien Sommer. Es ist heiß, die Menschen gehen zu Weihnachten an den Strand, sie grillen im Garten oder machen Picknicks im Park. Und dort trägt der Weihnachtsmann meistens auch eine Badehose.

Warum unsere Erde schräg steht

Dieser Wechsel zwischen warmen und kalten Monaten hat vor allem damit zu tun, dass unsere Erde nicht gerade im Weltall steht,  weil die Achse, um die sie sich dreht, leicht schräg ist.

Weil die Erde schräg steht, scheint die Sonne nicht das ganze Jahr über gleich auf alle Teile der Erde. Einmal bekommt die Nordhalbkugel mehr Sonnenlicht ab. Dann ist bei uns Sommer. Und ein halbes Jahr später bekommt die Südhalbkugel mehr Sonne. Dann ist bei uns Winter.

Die Jahreszeiten gibt es also nur, weil sich unsere Erde um eine schräge Achse dreht. Würde unser Planet ganz gerade stehen, wäre es überall auf der Welt das ganze Jahr über fast gleich hell und warm. Dann gäbe es keinen Frühling, Sommer, Herbst oder Winter.

Ein Kreislauf

Dieser Wechsel zwischen warmen und kalten Monaten passiert jedes Jahr aufs Neue. Nach dem Herbst kommt der Winter. Am 21. Dezember haben wir den kürzesten Tag des Jahres. Das nennt man Wintersonnenwende. Und schon am Tag danach wird es langsam wieder heller.

Im März gibt es die nächste Tag-und-Nacht-Gleiche: Am 20. März 2026 um 04:45 Uhr beginnt damit der astronomische Frühling. Und so geht der Kreislauf der Jahreszeiten weiter, Jahr für Jahr.

Die Jahreszeiten rund um den Globus

Europa und USA: Am 22. September beginnt der Herbst. Die Temperaturen sinken, die Blätter werden bunt und fallen ab. Bald wird es kälter.

Australien und Südafrika: Hier beginnt jetzt der Frühling. Die Temperaturen steigen, überall wachsen neue Blätter und Blüten. Die Menschen freuen sich auf wärmere Tage.

Am Äquator: In Ländern wie Brasilien, Kenia oder Thailand gibt es keine richtigen Jahreszeiten, so wie wir sie kennen. Dort ist es das ganze Jahr über heiß. Statt Sommer und Winter gibt es nur Regen- und Trockenzeiten.

Nordpol und Südpol: An den beiden Polen sind die Jahreszeiten extrem. Im Winter ist es dort monatelang dunkel und bitterkalt. Im Sommer scheint die Sonne Tag und Nacht, aber es bleibt trotzdem sehr kalt.

Je weiter ein Land vom Äquator entfernt liegt, desto stärker merkt man den Unterschied zwischen Sommer und Winter. In Norwegen zum Beispiel sind die Winter viel kälter und die Sommer viel kühler als bei uns in Österreich.