Weltklimakonferenz: Wälder sollen gerettet werden

Weltklimakonferenz: Wälder sollen gerettet werden

Beim Weltklimagipfel in Schottland gibt es erste Vereinbarungen: 100 Länder wollen bis 2030 die Zerstörung der Wälder stoppen.

Wälder sind für das Überleben von Menschen und Tieren wichtig
Foto: Adobe Stock

Jede Minute geht weltweit eine Fläche von etwa 27 Fußballfeldern an Wald verloren. Der Wald wird abgeholzt oder abgebrannt, damit zum Beispiel neue Ackerflächen geschaffen werden können. Wälder gelten jedoch als sogenannte „grüne Lunge“ unseres Planeten.

Was heißt das? Bäume erzeugen Sauerstoff und sorgen dafür, dass wir Luft zum Atmen haben. Außerdem speichern Bäume das schädliche Treibhausgas CO2 (sprich: ze_oh_zwei). Das ist wichtig. Zu viel CO2 beschleunigt nämlich den Klimawandel und die Erderwärmung. Je weniger Bäume es gibt, desto schlechter ist das für unser Klima. Was passiert, wenn es auf der Erde immer wärmer wird, kannst du hier nachlesen.

Wälder retten

Deshalb sollen Wälder auf der ganzen Welt in Zukunft besser geschützt werden. Mehr als 100 Länder haben auf der Weltklimakonferenz versprochen, die Zerstörung von Wäldern und anderen Landschaften bis 2030 zu stoppen. Unter diesen Ländern sind auch jene, wo es die meisten Wälder und Regenwälder gibt, zum Beispiel Kanada, Russland, Brasilien, Kolumbien, Indonesien, China und Norwegen. Regenwälder schaffen besonders viel Sauerstoff zum Atmen. Außerdem leben dort viele verschiedene Tiere und wachsen Pflanzen, die wichtig für das Zusammenleben auf der Erde sind.

Schnell handeln

Wenn wir die Erderwärmung unter eineinhalb Grad halten wollen, müssen wir jetzt schnell handeln. Das wissen die Politikerinnen und Politiker. Jetzt braucht es Gesetze, damit alles dafür getan werden kann. Der Plan, die Wälder zu schützen, ist gut. Wichtig ist es, dass alle Länder mitmachen. In vielen Teilen der Welt sind die Folgen der Erderwärmung nämlich schon zu spüren. Es gibt vermehrt Dürren, Überflutungen, schlechte Ernten und Unwetter. Das Wasser in den Meeren steigt, die Gletscher schmelzen und Tiere und Pflanzen sterben aus.

„Wir schaufeln uns unser eigenes Grab“, warnte zu Beginn des Weltklimagipfels auch UN-Generalsekretär António Guterres. Er ist der Chef der Vereinten Nationen (abgekürzt: UN) und hat zur Weltklimakonferenz eingeladen.

Was ist die Weltklimakonferenz?

Bei der  Weltklimakonferenz in der Stadt Glasgow (sprich: glasgou) in Schottland beraten Politikerinnen und Politiker aus rund 200 Ländern zwei Wochen lang, wie man die Erderwärmung aufhalten oder zumindest eindämmen kann.

Was heißt klimaneutral?

Viele Länder haben auch angekündigt, dass sie klimaneutral werden wollen. Auch die Länder der Europäischen Union (EU) wollen bis 2050 „klimaneutral“ sein.
Klimaneutral kann zum Beispiel bedeuten, dass ein Produkt hergestellt wird und dabei keine oder kaum schädliche Treibstoffgase entstehen. Das ist zum Beispiel möglich mithilfe erneuerbarer Energien. Erneuerbare Energien kann man zum Beispiel aus Wasserkraft oder Windkraft gewinnen. Klimaneutral kann aber noch etwas anderes bedeuten: Eine Firma stellt zum Beispiel ein Produkt her und dabei entsteht schädliches Treibhausgas. Doch gleichzeitig unterstützt diese Firma ein anderes Projekt, wo genau die gleiche Menge an Treibhausgas eingespart wird. Die Firma kann dann von sich sagen, dass sie klimaneutral arbeitet.