Gurgeln, bohren, lutschen: Diese Corona-Tests solltest du kennen

Gurgeln, bohren, lutschen: Diese Corona-Tests solltest du kennen

Schulen, Firmen, einzelne Personen: In Österreich wird gerade so viel getestet wie nie zuvor. Welche Corona-Tests möglich sind.

Corona-Tests unter der Lupe
Foto: Adobe Stock

Corona-Tests, um in die Schule zu gehen, Corona-Tests vor dem Friseurbesuch, Corona-Tests, bevor du ältere Verwandte besuchst: In der Ordination, in Apotheken, zu Hause, in Teststationen wird so viel getestet wie noch nie. Aber welche Tests gibt es überhaupt? Und wie laufen sie ab? Wir haben dir einen kleinen Überblick zusammengestellt.

Tests zum Lutschen

Recht neu sind sogenannte Lollipop-Tests. Ja, du hast richtig gelesen. Das ist ein Corona-Test zum Lutschen. Süß wie ein echter Lutscher ist der Test allerdings nicht. Dafür ist er einfach anzuwenden: Man nimmt den Test eineinhalb Minuten lang in den Mund. Ist der Test lange genug im Mund gewesen, wird auf der Rückseite ein bläulich verfärbter Punkt angezeigt. Dann weiß man: Der Test ist fertig. Eine Viertelstunde warten, dann wird das Ergebnis angezeigt. Der Lollipop-Test soll übriges auch alle bisher bekannten Mutationen erkennen.

Tests zum Gurgeln

Beim sogenannten Gurgeltest bekommt man ein Fläschchen mit einer Flüssigkeit, die nach Salz schmeckt. Damit muss 30 bis 60 Sekunden gegurgelt werden. Das ist zu schwer? Dann dürfen auch Pausen gemacht werden. Wichtig: Flüssigkeit nicht schlucken! Gurgelflüssigkeit ins Röhrchen spucken und fertig! Vor dem Gurgeltest soll man eine Stunde lang weder essen noch Zähne putzen oder das Gurgeln üben! Mit der sogenannten Gurgeltest-Studie wurde an österreichischen Schulen überprüft, ob und wie viele Kinder und Jugendliche sich mit dem Virus angesteckt haben.

Nasenbohrer-Test

Den sogenannten Nasenbohrer-Test kennst du bestimmt. In den Schulen wird gerade viel mit diesem Test gearbeitet. Ob jemand sich mit Corona angesteckt hat oder nicht, sieht man nach 15 Minuten. Beim Nasenbohrer-Test führt man den Tupfer am Stäbchen etwa zwei Zentimeter tief in das erste Nasenloch ein. Dann dreht man es 5 Mal im Kreis. Danach wird das Stäbchen in das andere Nasenloch gesteckt und wieder 5 Mal im Kreis gedreht. Das Stäbchen wird dann je nach Art des Tests mit einer Flüssigkeit beträufelt oder in eine Tube mit Flüssigkeit gesteckt. Einfach genau den Anweisungen auf der Verpackung folgen.

Hier siehst du ein Video, wie einer der Tests gemacht wird:

Hier gibt es das Video eines Schülers aus Graz, der einen Selbsttest macht:

Probe aus dem Rachen

Beim sogenannten Rachenabstrich wird ein Stäbchen von einer anderen Person in den Rachen eingeführt. Der Rachen ist der Bereich ganz tief hinten im Hals hinter dem Zäpfchen. Beim Abstrich werden winzige Teile der Schleimhaut mit einem Tupfer am Stächen abgeschabt. Diesen Test im Rachen kann man nicht ohne Hilfe machen. Dazu braucht man Helferinnen und Helfer, die sich auskennen damit. Das Stäbchen wird im Rachen ein paar Mal gedreht und wieder herausgezogen. Manchmal kann es dabei im Rachen brennen. Manche Menschen bekommen auch einen kleinen Brechreiz. Das ist zwar nicht angenehm, aber auch nicht wirklich schlimm.