Autor: Petra Prascsaics

René Benko wurde schuldig gesprochen

René Benko wurde schuldig gesprochen

Ein Gericht hat den bekannten Unternehmer René Benko verurteilt. Er soll absichtlich Geld versteckt haben, statt damit seine Schulden zu bezahlen.

Der Unternehmer René Benko stand in Innsbruck vor Gericht
APA/Barbara Gindl

Viele Jahre war René Benko einer der bekanntesten Unternehmer in Österreich. Schon mit 18 Jahren baute er sich seine erste Firma auf. Er verdiente sein erstes Geld vor allem mit Wohnungen. Damit wurde Benko immer erfolgreicher und gründete in den letzten Jahren viele weitere Firmen. Diese wurden unter dem Namen Signa-Gruppe bekannt.

Doch 2023 gingen die meisten Signa-Firmen pleite. Das heißt: Sie hatten zu viele Schulden und konnten ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen.

Zwei Jahre Haft

Das hat nun auch Folgen für René Benko. Er wurde am Mittwoch von einem Gericht in Innsbruck zu zwei Jahren Haft verurteilt. Der Vorwurf: Er soll absichtlich Geld versteckt haben, statt damit seine Schulden zu zahlen. Das Gericht sagt: schuldig. Das bedeutet, die Richter sind überzeugt, dass er etwas Verbotenes getan hat.

Das Urteil ist noch nicht fix, weil Benko Berufung einlegen kann. Dann prüft ein höheres Gericht alles noch einmal.

Weitere Untersuchungen

Doch das wird wahrscheinlich nicht die einzige Anklage bleiben: René Benko könnten weitere Gerichtsprozesse drohen. Es gibt Hinweise, dass bei der Signa-Gruppe nicht immer ehrlich mit Geld umgegangen

Wie René Benko ein reicher Unternehmer wurde:

Mit 18 Jahren gründete René Benko seine erste Firma. Sein erstes Geld verdiente er mit einer Wohnung. Er kaufte sie, machte sie schöner und verkaufte sie dann teurer weiter. Mit dem Geld, das er damit verdiente, kaufte er größere Wohnungen, später sogar ganze Häuser.

Seine Firma wuchs schnell und wurde unter dem Namen Signa-Gruppe bekannt.

Weil Benko so viele erfolgreiche Geschäfte machte, vertrauten ihm auch reiche Leute und Firmen ihr Geld an. Damit kaufte oder baute er neue Gebäude. So verdiente er noch mehr. Viele Jahre lang ging das gut. Bis dann 2023 viele seiner Firmen pleite gingen und ihre Rechnungen nicht mehr zahlen konnten.

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Gaza-Krieg: Die Zeichen stehen auf Frieden

Gaza-Krieg: Die Zeichen stehen auf Frieden

Am Montag hat die Terror-Gruppe Hamas die letzten 20 Geiseln freigelassen. Das war ein wichtiger Schritt in einem Friedens-Plan. Doch damit dieser Frieden hält, muss noch viel geklärt werden.

Endlich sind alle Geiseln frei: Bei den Menschen in Israel ist die Freude groß
Imago

Zwei Jahre lang haben die Menschen in Israel auf diesen Tag gewartet. Am Montag war es endlich so weit: Die letzten 20 Geiseln wurden freigelassen. Die Terror-Gruppe Hamas hatte diese Menschen nach einem brutalen Überfall auf Israel vor zwei Jahren verschleppt und insgesamt 738 Tage lang festgehalten.

Im Gegenzug hat Israel heute ungefähr 2.000 palästinensische Gefangene freigelassen. Auf den Straßen in Israel und in den palästinensischen Städten herrschte seit Tagen große Freude und viel Jubel.

Ein Plan für den Frieden

Das Freilassen der Geiseln und Gefangenen ist ein wichtiger Teil eines Friedens-Plans. Diesen Plan hat US-Präsident Donald Trump aufgestellt. Damit soll im Gaza-Streifen nach zwei Jahren Krieg jetzt endlich wieder Frieden hergestellt werden. Letzte Woche haben sich Israel und die Hamas dann tatsächlich auf die ersten Schritte geeinigt. Mehr über diesen Krieg und den Konflikt erfährst du hier.

Noch nicht alle sind zurück

Doch ganz abgeschlossen ist die Freilassung der Geiseln noch nicht. Es gibt noch 28 Geiseln, die während ihrer Gefangenschaft gestorben sind. In diesem Friedens-Plan soll die Hamas ihre Leichname innerhalb von 72 Stunden übergeben.

Doch bis jetzt will die Hamas nur vier Leichname übergeben. Bei einigen Verstorbenen weiß man nicht, wo ihre Leichname sind. Das sorgt für Streit und große Traurigkeit. Viele Angehörige warten noch immer.

Wie geht es jetzt weiter?

Wie es jetzt weitergehen soll, wird gerade in der Stadt Scharm al-Scheich in Ägypten verhandelt. Donald Trump und viele wichtige Politikerinnen und Politiker aus verschiedenen Ländern sind dort. Sie beraten, wie es mit dem Abkommen weitergeht.

Geplant ist zum Beispiel, dass eine eigene Truppe den Gaza-Streifen sicherer machen soll. Es muss auch noch festgelegt werden, wie das Leben im Gaza-Streifen organisiert wird. Außerdem sollen Israel und die Nachbarländer besser miteinander auskommen.

Ob der Plan funktioniert, zeigt sich in den nächsten Tagen. Nur wenn alle Seiten ihre Versprechen halten, kann aus diesem ersten Schritt auch ein Frieden werden, der wirklich hält.

Gaza wieder aufbauen

Und dann muss im Gaza-Streifen viel wieder aufgebaut werden. Denn dort haben in den letzten zwei Jahren die vielen Raketen und Bomben aus Israel die meisten Häuser, Straßen, Krankenhäuser und Schulen zerstört.

Das steht im Friedens-Plan: 

Geiseln und Gefangene

  • Die Hamas soll in den nächsten Tagen alle israelischen Geiseln freilassen.
  • Israel soll dafür viele palästinensische Gefangene freilassen.

Waffenruhe

  • Beide Seiten beenden ihre Angriffe und kämpfen nicht weiter.

Soldaten und Waffen

  • Israel zieht seine Soldaten und Soldatinnen nach und nach aus dem Gaza-Streifen ab.
  • Die Hamas soll ihre Waffen abgeben und keine Macht mehr haben.

Sicherheit und Hilfe

  • Fachleute und Sicherheitskräfte aus verschiedenen Ländern helfen, Ordnung zu halten, damit Menschen wieder sicher leben können.

Übergangs-Regierung

  • Es ist eine Übergangs-Regierung geplant, an der palästinensische Fachleute und internationale Expertinnen und Experten mitarbeiten.

 

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Was Mädchen brauchen, damit Träume wahr werden

Was Mädchen brauchen, damit Träume wahr werden

Nicht überall auf der Welt haben Mädchen die gleichen Rechte wie Buben. Da muss in einigen Ländern noch viel getan werden. Um daran zu erinnern, ist der 11. Oktober der Weltmädchentag.

Am 11. Oktober ist Weltmädchen-Tag: An diesem Tag geht es um die Rechte der Mädchen
Plan International / Abdul-Manaph Ouro-Djeri

Mehr als 130 Millionen Mädchen weltweit gehen nicht zur Schule. Nicht, weil sie krank sind oder keine Lust haben, sondern weil sie Mädchen sind.

Seit 13 Jahren macht der Weltmädchen-Tag darauf aufmerksam. An diesem Tag wird weltweit gezeigt: Mädchen haben die gleichen Rechte wie Buben. Überall auf dieser Welt.

Hilfe mit Plan

Es gibt Organisationen, die etwas verändern wollen. Eine davon ist Plan International. Sie hilft Mädchen in Afrika, Asien und Lateinamerika dabei, zur Schule zu gehen. Dazu werden Schulen gebaut, Lehrkräfte ausgebildet und Familien davon überzeugt, wie wichtig Bildung ist. Plan International kämpft auch gegen Kinder-Heirat und setzt sich dafür ein, dass Mädchen ihr Leben selbst bestimmen können.

Gegen Kinder-Ehe

In einigen Ländern werden Mädchen sehr jung verheiratet. Das kommt vor allem in armen Familien vor. Oder weil es an Bildung fehlt. So ist es auch in Togo, einem Land in Westafrika. Obwohl das Gesetz 18 Jahre für die Ehe vorschreibt, werden viele Mädchen früher verheiratet.

Roumana entkam knapp. Mit zehn Jahren wollte ihre Tante sie zu einer Ehe zwingen. Plan International und eine andere Organisation halfen ihr und halfen ihr dabei, eine Lehrstelle zu finden. Heute ist Roumana 17 Jahre alt und arbeitet als Schneiderin. Jetzt entscheidet sie selbst über ihr Leben.

Bildung für eine bessere Zukunft

Frühe Ehen führen oft dazu, dass Mädchen die Schule abbrechen. Ohne Abschluss haben sie später weniger Chancen auf Arbeit. Deshalb hat Plan International Programme ins Leben gerufen, die frühe Ehen verhindern und dafür sorgen, dass Mädchen zur Schule gehen können.

Auch die 17-jährige Sopheak aus Kambodscha (ein Land in Südost-Asien) engagiert sich. Sie leitet einen Jugend- und Kinderclub. Dort hilft sie Mädchen beim Schulbesuch. Dort reden Jugendliche über Kinderehen und warum sie die Schule abbrechen. Sopheak hat erreicht, dass mehrere Mädchen wieder zur Schule gehen. Das zeigt, dass solche Projekte wirken.

Beruf trotz Behinderung

Balkumari, 23, lebt in Nepal (ein Land in Südasien im Himalaya). Sie betreibt mit drei Freundinnen einen Imbiss. Früher hätte sie sich das nicht vorstellen können, denn die vier sind gehörlos. Viele Menschen mit Behinderung finden schwer Arbeit. Das Programm YEED von Plan International hat ihnen dabei geholfen, einen Beruf zu finden. So konnten sie ihr eigenes Geld verdienen.

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Dieses Popcorn ist echt gruselig
Entgeltliche Kooperation

Dieses Popcorn ist echt gruselig

Ein gruseliger Snack für deine Halloween-Party: Popcorn, das Geistern, Vampiren, Hexen und anderen dunklen Gestalten garantiert schmeckt.

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Thomas Klier

Wenn sich Hexen, Zauberer, Vampire, Mumien und Geister treffen, ist es wieder so weit: Dann ist Halloween. Gefeiert wird dieser Brauch in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November.

Nacht der Geister

Der Brauch ist schon sehr alt und kommt eigentlich aus Irland und Schottland. Früher feierten die Kelten das Fest Samhain und glaubten, dass in dieser Nacht Geister unterwegs waren. Um sich zu schützen, zündeten sie Lichter an.

Später nannte man den Abend vor Allerheiligen „All Hallows’ Eve“ (sprich: oll hällous iiw). Das bedeutet auf Deutsch „Abend aller Heiligen“. Und aus „All Hallows’ Eve“ wurde nach und nach das Wort „Halloween“.

Als Menschen aus Irland und Schottland nach Amerika auswanderten, brachten sie diesen Brauch in ihre neue Heimat mit. Dort kamen Kürbislaternen und „Süßes oder Saures“ dazu. Über Filme, Musik und Serien kam Halloween irgendwann auch zu uns und wird inzwischen auch hier gerne gefeiert.

Zum Nachkochen

Und weil bei einer Halloween-Party nicht nur die Kostüme gruselig sein sollen, sondern auch das Buffet, zeigen dir unsere Kinderreporterinnen Emma, Lilia und Melina gemeinsam mit unserer Köchin Sandra Kollegger, wie du gruseliges Popcorn ganz einfach selbst machen kannst.

Gruseliges Popcorn

Du brauchst: 

100 Gramm Popcornmais

3 EL Sonnenblumenöl

100 Gramm Erdbeer-Kuvertüre (Zotter)

50 Gramm Erdbeermarmelade

So geht’s:

„Wissen kocht mit“

So heißt unsere neue Kochserie, die wir uns gemeinsam mit der Arbeiterkammer Steiermark ausgedacht haben. Das heißt: Ab sofort versorgen wir dich regelmäßig mit neuen Kochideen, die nicht nur gut ankommen, sondern auch garantiert funktionieren.

Die inhaltliche Verantwortung liegt bei der Redaktion

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Friedens-Nobelpreis: Für eine mutige Frau, die nicht aufgibt

Friedens-Nobelpreis: Für eine mutige Frau, die nicht aufgibt

María Corina Machado kämpft in ihrer Heimat Venezuela für Freiheit und Demokratie. Obwohl das in diesem Land gefährlich ist. Für ihren Mut hat sie nun den Friedensnobelpreis bekommen.

María Corina Machado kämpft für die Demokratie
Wikipedia/Wilfredor

Freiheit kennen die Menschen in Venezuela (Land in Südamerika) nicht. Dort ist seit zwölf Jahren Nicolás Maduro an der Macht. Er regiert streng und unfair. Maduro duldet keine andere Politik. Er bedroht und sperrt seine Gegnerinnen und Gegner ins Gefängnis. Viele Menschen in Venezuela haben Angst und trauen sich nicht, laut zu sagen, was sie denken.

Für Freiheit und Demokratie

María Corina Machado ist Politikerin. Sie  lässt sich von Maduro nicht einschüchtern. Seit vielen Jahren widerspricht sie ihm und fordert: „Wir brauchen Freiheit und faire Wahlen.“ Sie arbeitet von geheimen Orten aus, muss sich ständig verstecken und sich heimlich mit Menschen treffen.

Obwohl sie immer wieder mit dem Tod bedroht wurde, bleibt sie in ihrer Heimat. Sie bleibt für all die Menschen, die wie sie Freiheit wollen. Viele nennen sie „die Befreierin“ und sehen in ihr die Hoffnung, dass sich in Venezuela etwas ändert. Für ihren Mut und ihren Einsatz für die Freiheit hat María Corina Machado heuer den Friedensnobelpreis bekommen.

Erfindungen, die vielen Menschen helfen

Alfred Nobel hat den Nobelpreis ins Leben gerufen. Er war Schwede, lebte von 1833 bis 1896 und erfand das Dynamit. Damit konnten Felsen leichter gesprengt und Tunnel gebaut werden. Doch Dynamit ist gefährlich und wurde auch als Waffe benutzt. Da damit auch viele Menschen getötet wurden, hatte Nobel ein schlechtes Gewissen. Deshalb legte er vor seinem Tod fest, dass jedes Jahr Menschen mit seinem Geld ausgezeichnet werden sollen, die Gutes tun und vielen helfen.

Seither werden jedes Jahr Nobelpreise in Medizin, Chemie, Physik und Literatur verliehen. Für Menschen und Organisationen, die sich für Frieden einsetzen und helfen, Streit oder Kriege zu verhindern oder zu beenden, gibt es den Friedensnobelpreis. Er gilt als der wichtigste Friedenspreis der Welt.

Die Preisträgerinnen und Preisträger bekommen eine Urkunde, eine Goldmedaille und ungefähr 1 Million Euro. Auf der Medaille ist Alfred Nobel zu sehen.

Heuer wurden über 300 Personen für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Wer für diesen Preis genannt wurde, bleibt geheim. Man weiß aber, dass auch Donald Trump für den Preis vorgeschlagen wurde. Er ist Präsident der USA.

Geheime Entscheidung

Wer den Preis bekommt, bestimmt ein Komitee aus fünf Personen. Sie wählen aus allen Vorgeschlagenen die Gewinnerin oder den Gewinner.

Der Friedensnobelpreis wird in Oslo (Hauptstadt von Norwegen) überreicht. Die anderen Nobelpreise werden in Stockholm (Schweden) übergeben. Wer die Preise erhält, wird im Oktober bekannt gegeben. Verliehen werden sie am 10. Dezember. Das ist der Todestag von Alfred Nobel.

Bertha von Suttner aus Österreich war die erste Frau, die den Friedensnobelpreis erhielt. 2014 gewann Malala Yousafzai aus Pakistan. Sie war damals 17 Jahre alt und ist bis heute die Jüngste, die diesen Preis bekommen hat. Auch Organisationen können ausgezeichnet werden. Die Europäische Union hat den Preis bereits für ihre Arbeit für den Frieden bekommen.

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Israel und die Hamas haben erstes Abkommen getroffen

Israel und die Hamas haben erstes Abkommen getroffen

Seit ein paar Tagen verhandeln Vertreter aus Israel und der Hamas in Ägypten über einen Frieden. Jetzt gibt es die ersten Vereinbarungen.

Viele Menschen in Gaza und in Israel hoffen jetzt auf Frieden
Imago

Nach zwei Jahren Krieg im Gaza-Streifen gibt es erste Hoffnung auf Frieden. Vor ein paar Stunden haben Israel und die Hamas der ersten Phase eines Friedens-Plans zugestimmt. Das hat US-Präsident Donald Trump heute gesagt. Er hat den Plan für die Gespräche gemacht. Die Friedens-Gespräche finden in Ägypten statt. Israel und die Hamas reden dort nicht direkt miteinander. Vermittler helfen ihnen dabei, sich zu einigen.

Was passiert jetzt?

Zuerst soll es eine Waffenruhe geben. Das heißt: Beide Seiten hören mit dem Kämpfen auf. In dieser Zeit soll die Hamas israelische Geiseln frei lassen. Diese Menschen wurden vor zwei Jahren bei einem Angriff der Hamas von den Terroristen nach Gaza verschleppt.

Jetzt sind noch 48 Geiseln dort. Angeblich sollen aber nur noch 20 von ihnen leben. Im Gegenzug will Israel viele palästinensische Gefangene aus ihren Gefängnissen frei lassen. Außerdem sollen israelische Soldaten in Gaza ein Stück zurückgehen, damit alles sicher klappt.

Schon heute, Donnerstag, soll ein Abkommen von beiden Seiten unterschrieben werden.

Wie reagieren die Menschen?

Viele Menschen in Gaza und in Israel sind erleichtert. Manche haben auf den Straßen gefeiert. In Israel hoffen die Familien der Geiseln, ihre Angehörigen bald wieder zu sehen. In Gaza hoffen die Menschen auf Ruhe. Sie wollen wieder sicher einkaufen, lernen und arbeiten können. Viele bleiben aber vorsichtig. Es gab schon mehrere Versuche, Frieden zu schaffen. Doch die sind bis jetzt alle gescheitert.

Was ist noch offen?

Das ist erst ein Anfang. Noch ist nicht klar, wie lange die Waffenruhe dauert und wer sie überwacht. Trump nennt in seinem Plan noch weitere Punkte. Zum Beispiel wird gefordert, dass die Hamas am Ende ihre Waffen abgibt. Ob das wirklich passiert, ist noch nicht entschieden. Darum sprechen alle in den nächsten Tagen weiter über die nächsten Schritte.

Das steht im Friedens-Plan: 

Geiseln und Gefangene

  • Die Hamas soll in den nächsten Tagen alle israelischen Geiseln freilassen.
  • Israel soll dafür viele palästinensische Gefangene freilassen.

Waffenruhe

  • Beide Seiten beenden ihre Angriffe und kämpfen nicht weiter.

Soldaten und Waffen

  • Israel zieht seine Soldaten und Soldatinnen nach und nach aus dem Gaza-Streifen ab.
  • Die Hamas soll ihre Waffen abgeben und keine Macht mehr haben.

Sicherheit und Hilfe

  • Fachleute und Sicherheitskräfte aus verschiedenen Ländern helfen, Ordnung zu halten, damit Menschen wieder sicher leben können.

Übergangs-Regierung

  • Es ist eine Übergangs-Regierung geplant, an der palästinensische Fachleute und internationale Expertinnen und Experten mitarbeiten.

 

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Großbritannien verbietet Werbung für ungesundes Essen

Großbritannien verbietet Werbung für ungesundes Essen

Weniger Lust auf Burger, Chips und Limonade: In Großbritannien darf ab jetzt Werbung für ungesundes Essen im Fernsehen erst spät am Abend gezeigt werden. Im Internet ist sie ganz verboten.

Ein Kind mit blauer Baseballkappe isst draußen einen Burger
Weniger Werbung soll weniger Lust auf Fast Food machen
IMAGO / Cavan Images

In Großbritannien sind viele Kinder zu dick. Dort hat ungefähr jedes zehnte Kind bis zum fünften Lebensjahr zu viel Gewicht. Bei den 10- bis 11-Jährigen ist es sogar jedes fünfte Kind.

Fachleute wissen inzwischen auch, woran das liegt: Viele dieser Kinder essen und trinken zu oft Sachen mit sehr viel Zucker, Fett und Salz. Das tut der Gesundheit nicht gut und macht auch die Zähne kaputt.

Weniger Werbung, weniger Lust

Damit sich das ändert, wurde in Großbritannien jetzt eine neue Regel eingeführt: Ab jetzt darf im Fernsehen Werbung für ungesundes Essen erst ab 21 Uhr laufen, wenn die meisten Kinder schon schlafen. Im Internet ist diese Werbung überhaupt nicht mehr erlaubt. Denn Werbung soll Menschen Lust auf etwas machen. Und das funktioniert oft ganz gut. Auch bei Fast Food (sprich: faast fuud).

Die Politikerinnen und Politiker hoffen, dass Kinder dadurch seltener zu Chips, Schokoriegeln, Limonaden oder Fast-Food-Burgern greifen. Sie hoffen auch, dass Firmen in Zukunft weniger Zucker und Fett in ihre Produkte mischen.

Wie ist das in Österreich?

Das Thema betrifft nicht nur Großbritannien. In Österreich wird immer wieder darüber geredet, wie Kinder besser geschützt werden können. Seit vier Jahren gibt es Vorschläge, welche Werbung während Kindersendungen im Fernsehen gezeigt werden darf und welche nicht. Diese Vorschläge sind aber freiwillig. Das heißt: Die Firmen müssen sich nicht daran halten.

Werbung gibt es aber nicht nur im Fernsehen. Forscherinnen und Forscher der MedUni Wien haben YouTube-Videos für Kinder angeschaut. Sie haben herausgefunden, dass dort sehr oft Essen vorkommt, das viel Zucker, Fett und Salz enthält.

Ein weltweites Problem

Auch in vielen anderen Ländern ist das ein großes Problem. Weltweit gibt es heute mehr Kinder mit zu viel Gewicht als Kinder mit zu wenig Gewicht. Viele Leute machen sich deswegen Sorgen und überlegen, wie man dieses Problem lösen könnte.
Ob so ein Verbot der Werbung tatsächlich wirkt? Das wird sich in den nächsten Jahren in Großbritannien zeigen.

Was ist Fast Food?


Fast Food (sprich: faast fuud) bedeutet „schnelles Essen“. Das sind Gerichte, die sehr schnell zubereitet werden oder schon fertig gekauft werden können, zum Beispiel Burger, Pommes, Pizza oder Donuts. Vielen schmeckt das, weil oft viel Fett, Salz und Zucker drin sind. Genau das macht Fast Food aber ungesund, wenn man es zu oft isst.

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Krieg im Gaza-Streifen: Gespräche über Frieden haben begonnen

Krieg im Gaza-Streifen: Gespräche über Frieden haben begonnen

Seit zwei Jahren dauern die Kämpfe im Gaza-Streifen an. Jetzt verhandeln Vertreter von Israel und der Hamas in Ägypten über einen Plan, der diesen Krieg beenden soll.

Auch viele Kinder im Gaza-Streifen haben durch diesen Krieg ihr Zuhause verloren.
wikimedia commons/gloucester2gaza

Seit Oktober 2023 herrscht Krieg im Gaza-Streifen. Ausgelöst wurden die Kämpfe von der palästinensischen Terrorgruppe Hamas. Sie griff am 7. Oktober 2023 Israel an und tötete dabei mehr als 1.200 Menschen.

Außerdem verschleppten die Terroristen mehr als 120 Menschen als Geiseln. Bis heute werden 48 Geiseln im Gaza-Streifen festgehalten. Etwa 20 von ihnen sollen noch am Leben sein. Mehr über den Konflikt zwischen Israel und Palästinensern erfährst du hier

Verhandlungen in Kairo

Vor einigen Tagen hat US-Präsident Donald Trump einen Plan vorgestellt, der den Krieg beenden soll. Seit Montag finden dazu in Kairo, der Hauptstadt von Ägypten, die ersten Verhandlungen statt.

Vertreter von Israel und der Hamas sind dorthin gereist. Sie reden nicht direkt miteinander, sondern über Vermittler. Ägypten hilft dabei und versucht, Lösungen zu finden. Trump geht davon aus, dass die Gespräche „ein paar Tage dauern“ werden.

Die wichtigsten Punkte

Der Plan von Trump hat mehrere wichtige Punkte. Zuerst geht es um die Geiseln. Die Hamas soll alle israelischen Geiseln in den nächsten Tagen freilassen. Israel soll dafür viele palästinensische Gefangene freilassen. Damit das gelingt, soll es eine Waffenruhe geben. Das bedeutet: Beide Seiten beenden ihre Angriffe und kämpfen nicht weiter.

Der Plan sieht auch vor, dass Israel seine Soldaten nach und nach aus dem Gaza-Streifen abzieht. Gleichzeitig soll die Hamas ihre Waffen abgeben und keine Macht mehr haben.

Damit die Menschen in Gaza wieder sicher leben können, sollen Fachleute und Sicherheitskräfte aus verschiedenen Ländern helfen, Ordnung zu halten. Für die Zeit danach ist eine sogenannte Übergangs-Regierung geplant. Daran sollen palästinensische Fachleute und internationale Expertinnen und Experten beteiligt sein.

Noch viele offene Fragen

Israel hat diesem Plan zugestimmt. Und auch die Hamas ist bereit, die Geiseln freizulassen, wenn Israel gleichzeitig Gefangene freilässt und die Angriffe stoppt. Ob die Hamas ihre Waffen wirklich abgibt, ist noch unklar. Auch steht noch nicht fest, wann die israelischen Soldaten aus dem Gaza-Streifen abziehen sollen.

Viele Länder unterstützen den Plan. Sie hoffen, dass die Gespräche in Kairo ein Anfang für den Frieden sind. Andere zweifeln, ob beide Seiten sich wirklich einigen können. Jetzt kommt es darauf an, ob Israel und die Hamas eine Lösung finden, mit der beide Seiten leben können.

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In China wurde die höchste Brücke der Welt eröffnet

In China wurde die höchste Brücke der Welt eröffnet

Zwei Minuten statt zwei Stunden: Mit einer neuen Brücke im Süden von China sparen Autofahrer viel Zeit. Doch das ist nicht der Grund dafür, dass diese Brücke es ins Buch der Rekorde geschafft hat.

Die Huajiang-Grand-Canyon-Brücke ist die höchste Brücke der Welt
Die Huajiang-Grand-Canyon-Brücke ist die höchste Brücke der Welt
IMAGO / Xinhua

In China werden gerne hohe Brücken gebaut. Ein Blick ins Buch der Rekorde zeigt: 18 der 20 höchsten Brücken der Welt stehen in diesem Land. Und seit kurzem führt dort auch die allerhöchste Brücke der Welt über eine Schlucht.

Sie heißt Huajiang-Grand-Canyon-Brücke (sprich: hua-dschiang-grand-känn-jen) und wurde in der Provinz Guizhou (sprich: gwei-dschou) eröffnet. Guizhou liegt im Süden von China. In dieser Provinz leben mehr als 35 Millionen Menschen. Dort gibt es viele Berge und tiefe Schluchten. Deshalb werden hier besonders viele Brücken gebaut.

Die Fahrbahn dieser Brücke hängt 625 Meter über einem Fluss. Das ist so hoch, als würde man zwei Eiffeltürme übereinander stapeln. Die Brücke ist fast eineinhalb Kilometer lang. Gebaut wurde sie in nur drei Jahren.

Zwei Arten, Brücken zu messen

Früher mussten die Menschen in dieser Gegend lange Umwege fahren. Die Straßen hatten viele Kurven. Es dauerte fast zwei Stunden, bis man von einer Seite der Schlucht zur anderen kam. Mit der neuen Brücke dauert diese Strecke nur noch zwei Minuten.

Bis jetzt galt die Beipanjiang-Brücke (sprich: bäi-pan-dschiang) als die höchste Brücke der Welt. Auch sie steht in Guizhou und ist 565 Meter hoch. Die neue Huajiang-Brücke ist rund 60 Meter höher.

Man kann Brücken auf zwei Arten vergleichen. Die Huajiang-Brücke ist die höchste, wenn man misst, wie tief es unter ihr nach unten geht. Das sind hier 625 Meter.

Aber auch in Frankreich gibt es eine Rekordbrücke: das Viadukt von Millau (sprich: wia-dukt von mi-joh). Dort sind die Pfeiler der Brücke besonders hoch, fast wie ein Wolkenkratzer. Sie messen 343 Meter.

Neue Sehenswürdigkeit

Besonders an dieser Brücke ist auch die Farbe. Sie ist türkis. Zwischen den grünen Bergen sieht sie aus wie ein leuchtendes Band, das sich von einer Seite zur anderen spannt.

Die Brücke soll nicht nur Autofahrern schneller ans Ziel bringen. Sie soll auch Besucherinnen und Besucher anlocken. Ein gläserner Aufzug bringt Gäste zu einem Café mitten an der Brücke. Von dort schaut man nach unten, als würde man in einem Flugzeug sitzen.

Doch wer von dieser Brücke einen Blick in die Tiefe werfen will, braucht starke Nerven. Und er sollte keine Angst vor der Höhe haben.

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Wo sich Elch Emil jetzt herumtreibt

Wo sich Elch Emil jetzt herumtreibt

Wochenlang wanderte Elch Emil durch Niederösterreich. Doch dann wurde es gefährlich und Emil musste umziehen.

Ein außergewöhnlicher Besucher in Österreich: Elch Emil
Ein außergewöhnlicher Besucher in Österreich: Elch Emil
Adobe Stock

Mitte August tauchte in Niederösterreich ein eher ungewöhnlicher Gast auf: ein Elch. Diese Tiere streifen bei uns eigentlich nicht durch die Wälder und über Wiesen. Schnell war klar, dass der Elch aus Polen kam und schon eine weite Reise hinter sich hatte.

Ein Star mit vielen Fans

Noch schneller wurde das Tier ein Star. Der Elch bekam den Namen Emil und hatte bald eine große Fangemeinde in den sozialen Medien. Wochenlang wanderte Emil durch Österreich. Er schwamm mehrmals durch die Donau.

Er spazierte durch Siedlungen und war zwischendurch auch an der Stadtgrenze zu Wien unterwegs. Einmal musste sogar eine Zugstrecke für mehrere Stunden gesperrt werden, weil Emil es sich auf den Gleisen bequem gemacht hatte.

Obwohl Expertinnen und Experten immer wieder baten, Abstand zu Emil zu halten, wurde das Tier von einigen Menschen regelrecht verfolgt. Jeden Tag tauchten Fotos und Videos in den sozialen Medien auf.

Nach Tschechien gebracht

Doch dann wurde es gefährlich. Anfang September kam Emil in Oberösterreich in die Nähe der Autobahn bei Sattledt. Um Unfälle zu verhindern, entschieden die Fachleute schließlich, Emil in ein sicheres Gebiet zu bringen.

Dafür wurde er vorsichtig betäubt. Während Emil schlief, bekam er eine Ohrmarke und einen Sender am Geweih. Danach brachte man ihn in den Böhmerwald in Tschechien. Dort wurde er wieder freigelassen.

Unter Beobachtung

Über diesen Sender können Forscherinnen und Forscher beobachten, wohin Emil wandert. Aber nur für 30 Tage, denn so lange hält die Batterie in diesem Sender. Für eine längere Beobachtung hätte man viele Genehmigungen gebraucht. Dafür war aber keine Zeit.

Außerdem ist es wichtig, dass Emils genaue Standorte geheim bleiben. So kann er in Ruhe als wildes Tier leben, ohne dass ihm ständig Menschen nachlaufen.

Und wie geht es Emil heute? Sehr gut, berichten Leute, die Emil über diesen Sender weiterverfolgen. Er läuft mehrere Kilometer am Tag und bewegt sich in die richtige Richtung. Weil es kühler geworden ist, ist er auch tagsüber aktiver unterwegs.

In Bayern

Jetzt gerade befindet sich Emil in Bayern, im Grenzgebiet zwischen dem Bayerischen Wald und einem Nationalpark in Tschechien. Auch dort hat er schon neue Fans. Die Nationalparks bitten aber alle Wanderer: Abstand halten! Wer ihn sieht, soll das melden, aber dem Tier dabei nicht zu nahe kommen, denn Emil ist ein Wildtier.

Vielleicht findet Emil im Böhmerwald ja sogar eine Elchkuh. Die Chance steht gut, denn dort leben auch andere Elche.

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