Österreich fehlt Wasser: Welche Folgen das hat

Österreich fehlt Wasser: Welche Folgen das hat

Temperaturen weit über 30 Grad Celsius: Darunter leiden seit Wochen nicht nur viele Menschen. Die Hitze verschärft auch die Trockenheit und macht den Bauern, Wäldern, Flüssen und der Schifffahrt immer größere Probleme.

Die Hitze der letzten Monate trocknet den Boden und die Flüsse immer mehr aus
Die Hitze der letzten Monate trocknet den Boden und die Flüsse immer mehr aus!
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Boote liegen im Schlamm, Bäche werden schmaler und auf den Feldern lassen Pflanzen ihre Blätter hängen. Der Grund dafür ist überall derselbe: Es fehlt Wasser.

Die Trockenheit begann schon im Dezember 2025. Seit Anfang des Jahres fiel etwa ein Drittel weniger Regen und Schnee als sonst. So trocken waren die ersten sieben Monate eines Jahres seit mehr als 100 Jahren nicht mehr.

Besonders wenig regnete es in Teilen von Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Vorarlberg und dem Burgenland. Die Hitze verschärft den Wassermangel. Scheint die Sonne lange und kräftig, verdunstet mehr Wasser aus Böden, Flüssen und Seen.

Warum sinkt das Grundwasser?

Ein Teil des Regens versickert im Boden. Er fließt durch Erde, Sand und Kies nach unten und sammelt sich dort. Dieses Wasser heißt Grundwasser. Die obere Grenze des Wasservorrats nennt man Grundwasserspiegel.

Regnet es lange zu wenig, kommt kaum neues Wasser nach. Gleichzeitig pumpen Brunnen weiterhin Wasser aus der Erde. Dadurch sinkt der Grundwasserspiegel.

Ein Gewitter löst das Problem nicht. Der trockene Boden kann große Wassermengen oft nicht schnell genug aufnehmen. Viel Wasser fließt davon. Ruhiger Regen über viele Stunden wäre hilfreicher.

Im Juni war der Grundwasserspiegel an acht von zehn Messstellen niedriger als sonst. Noch gibt es in Österreich genug Trinkwasser. In einzelnen Orten können Gemeinden aber das Gießen von Gärten oder das Füllen von Schwimmbecken einschränken.

Trockenheit schadet Pflanzen

Viele Pflanzen finden im trockenen Boden nicht mehr genug Wasser. Sie wachsen langsamer, bleiben kleiner oder vertrocknen. Das trifft zum Beispiel Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben, Soja, Sonnenblumen und Kürbisse. Auch die Getreideernte dürfte kleiner ausfallen.

Auf Wiesen wächst weniger Gras. Deshalb können Bäuerinnen und Bauern weniger Heu für ihre Tiere ernten.

Gefahr von Waldbränden steigt

Auch Bäume leiden unter der Trockenheit. Blätter, Nadeln, Äste und der Waldboden trocknen aus. Dann kann bereits ein kleiner Funke ein Feuer auslösen. Mit jedem weiteren heißen Tag ohne Regen steigt deshalb die Gefahr von Waldbränden.

Wenig Wasser in den Flüssen

Flüsse, Bäche und Teiche führen wenig Wasser. Das erwärmt sich schnell und enthält weniger Sauerstoff. In einigen Teilen der Donau sind deshalb bereits junge Fische gestorben.

Der niedrige Wasserstand bremst auch Schiffe aus. Manche Ausflugsschiffe müssen Fahrten absagen. Frachtschiffe dürfen weniger Waren laden, damit sie nicht am Flussboden aufsetzen.

Weniger Strom aus Wasserkraft

Auch Wasserkraftwerke erzeugen weniger Strom. Die Kraftwerke entlang der Donau produzierten zuletzt rund 30 Prozent weniger als sonst.

Ein paar Gewitter lösen das Problem nicht. Bei Starkregen fällt in kurzer Zeit so viel Wasser, dass der trockene Boden es nicht aufnehmen kann. Vieles fließt einfach ab. Wichtig wäre ruhiger Regen, der über längere Zeit fällt und tief in die Erde sickern kann.

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