Achtung, Handyspiele können teuer werden

Achtung, Handyspiele können teuer werden

Nur ein falscher Klick genügt: Beim heutigen „Safer Internet Day“ geht es darum, dass sich hinter
Gratis-Handy-Apps oft hohe Kosten verstecken.

Gratis-Spiele-Apps für das Handy müssen nicht immer kostenlos sein
Gratis-Spiele-Apps für das Handy sind nicht immer kostenlos
Adobe Stock

Zack! Und schon wieder ein Leben weniger. Bei vielen Gratis-Spielen für das Handy, wie etwa „Candy Crush“ (sprich: kändi krasch), bedeutet das vor allem eines: Jetzt ist warten angesagt. Entweder ein paar Stunden, manchmal auch einen ganzen Tag – dann hat sich das Guthaben von selbst aufgeladen und du kannst wieder weiterspielen. Wer nicht warten möchte, hat die Möglichkeit, sich für wenig Geld ein paar Extra-Leben zu kaufen.

Das ist Abzocke!

Wer echtes Geld für Spiele ausgibt, die zunächst gratis sind, tätigt einen sogenannten InApp-Kauf. Und genau das ist bei Expertinnen und Experten sehr umstritten. Du wirst dich fragen, was an „InApp-Käufen“ so schlimm sein soll. Schließlich handelt es sich nur um kleine Geldbeträge. Das Problem ist, dass man sich so in das Spiel vertieft, dass man gar nicht merkt, wie viel Geld man ausgibt. Genau das passiert immer wieder Kindern und Jugendlichen. Ein Bursche aus den USA hat sich vor einiger Zeit auch ein Gratis-Handyspiel heruntergeladen. Um sich die Ausrüstung leisten zu können, hat er heimlich mit dem Geld seiner Eltern bezahlt. Den Überblick über seine Ausgaben hat er schnell verloren. Das kam die Familie teuer: Rund 1200 Dollar, also etwa 1000 Euro, musste sie am Ende bezahlen.

Datensammler

Worauf du außerdem achten solltest: Lädst du eine App herunter, gibst du manchmal den Programmen die Erlaubnis, Daten über dich zu sammeln. Die App darf dadurch etwa auf alle deine Fotos oder deinen Standort zugreifen. Meistens ist aber nicht klar, wie genau diese Informationen über dich verwendet werden. Gesammelte Daten über Menschen sind sehr wertvoll. Es ist sogar schon vorgekommen, dass solche Informationen unerlaubterweise an Firmen weiterverkauft wurden. Die Firmen wissen durch diese Daten, wer du bist und was du magst. So können sie dir leichter Dinge verkaufen. Es geht also wieder um Geld.

Gut zu wissen: Am 9. Februar ist Safer Internet Day (sprich: säifer internet däi). Das ist englisch und heißt so viel wie „sicherer Internet-Tag“. An diesem Tag soll daran erinnert werden, dass im Internet und den sozialen Medien auch viele Gefahren lauern. Und man möchte zeigen, wie man diesen Fallen ausweichen kann.

• Auf den meisten Handys lassen sich „InApp-Käufe“ sperren. Oder man muss
zuerst ein Passwort eingeben, um einkaufen zu können.
• Du willst unbedingt etwas kaufen? Dann bezahle nur mit Gutscheinkarten.
Dadurch hast du einen festgelegten Geldbetrag zur Verfügung. Diesen Betrag
kannst du auch nicht aus Versehen überschreiten.
• Damit du nicht den Überblick verlierst, solltest du dir aufschreiben, wofür du Geld ausgegeben hast.