Selbst gemacht: ein Zuckerl gegen den Husten

Selbst gemacht: ein Zuckerl gegen den Husten

Wie du deinem Husten im Handumdrehen den Kampf ansagen kannst.

So ein Husten kann ganz schön lästig sein – zum Glück kennen wir ein Zuckerlrezept, das hilft
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Foto: ARGE KIWI

Sarah hustet schon den ganzen Tag. Lukas, ihr Freund, schüttelt irgendwann besorgt den Kopf: „Sarah, du musst etwas gegen deinen Husten unternehmen!“ „Ja, ich weiß“, erwidert Sarah. Und weiter: „Aber Mama hat nichts zu Hause. Sie muss erst in die Apotheke gehen.“ Lukas blickt eine Weile nachdenklich auf das Puzzle, das er eben begonnen hat. Plötzlich blitzen seine Augen auf: „Ich weiß etwas, was dir helfen könnte, und man kann es ganz leicht selbst machen!“ Sarah schaut ihn erstaunt an. „Und schmecken tut es auch gut!“, strahlt er. „Wir brauchen nur etwas Salbei, Zucker und ein bisschen Hilfe von deiner Mama!“ Möchtest du das Geheimrezept auch ausprobieren?

Du brauchst:

● 10 Gramm frische Salbeiblätter oder 5 Gramm getrocknete Salbeiblätter
● 100 Gramm Zucker
● Küchenwaage
● Herdplatte
● Kochlöffel
● kleinen Kochtopf
● kleines Messer und Schneidebrett
● Mörser mit Reibekeule
● Teelöffel
● 1 Bogen Backpapier

Das ist zu tun:

Zupfe die Salbeiblätter von den Stängeln ab. Die harten Stängel werden nicht benötigt. Schneide die Salbeiblätter so fein wie möglich. Wenn du trockenen Salbei verwendest, zerreibe ihn am besten im Mörser zu Pulver oder reibe ihn mit den Fingern so fein wie möglich.

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Nun wiege den Zucker ab. Lege außerdem ein Backpapier auf eine Arbeitsfläche.

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Ab nun soll dir eine Erwachsene oder ein Erwachsener helfen. Gib den Zucker in einen möglichst kleinen Kochtopf, stelle ihn auf die Herdplatte und erhitze ihn bei mittlerer Hitze.

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Ist der Zucker vollständig geschmolzen und beginnt, braun zu werden, rühre die Kräuter rasch mit dem Kochlöffel unter. Das Wasser in den frischen Salbeiblättern lässt die Masse zischen und brodeln.

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Nimm den Topf von der Herdplatte. Achtung, die Zuckermasse ist enorm heiß, deutlich heißer als kochendes Wasser. Tropfe nun die Zucker-Kräuter-Masse mit dem Teelöffel auf das vorbereitete Backpapier. Die Tropfen sollen etwa Bonbongröße haben. Nach und nach wird das ganze Backpapier vollgetropft. Warte, bis die Tropfen ausgekühlt sind, dann kannst du sie kosten.

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Was geschieht?

Durch die Wärme schmilzt der Zucker langsam. Dieser Vorgang wird Karamellisierung genannt. Der Zucker darf nicht zu braun werden, da er sonst bitter schmeckt. Wirkt die Hitze zu lange ein, verbrennt der Zucker und wird schwarz, dann ist er nicht mehr genießbar.

Was steckt dahinter?

Bei der Karamellisierung wird der Zucker durch chemische Reaktionen verändert. Der Zucker wird flüssig und verändert seine Farbe. Erhitzt man ihn weiter, verbrennt der Zucker vollständig zu Wasser und Kohlenstoff. Die schwarze Farbe stammt vom Kohlenstoff im Zucker. Wenn man hustet oder Halsschmerzen hat, tut es gut, etwas zu lutschen. Salbei wirkt dabei entzündungshemmend und desinfizierend.

Das Experiment wurde uns von der ARGE KIWI zur Verfügung gestellt. Die alleinige Verantwortung liegt bei der ARGE KIWI. Die ARGE KIWI bietet Workshops und Fortbildungen für Schulen und Kindergärten an.