Sechsjähriger durfte Kanzler besuchen

Sechsjähriger durfte Kanzler besuchen

Eine Zeichnung führte den sechsjährigen Markus bis nach Wien zum Bundeskanzler. Wie es dazu kam.

Markus mit Bundeskanzler Karl Nehammer
Foto: Bundeskanzleramt
Markus Zeichnung von den Löscharbeiten
Foto: Markus Martinelli

Ende Oktober im vergangenen Jahr hat es in Niederösterreich einen riesigen Waldbrand gegeben. Es war der größte Waldbrand, den es je in Österreich gab. Wir haben darüber berichtet. Damals haben rund 9.000 Helferinnen und Helfer 13 Tage lang gegen das Feuer gekämpft.

Viele Freiwillige der Feuerwehren sowie Polizistinnen und Polizisten und das Bundesheer waren im Einsatz. Der sechsjährige Markus aus der Steiermark war damals gerade zu Besuch bei seinen Großeltern. Sie wohnen in der Nähe des Waldgebietes, wo es gebrannt hat. Gefahr bestand für sie aber keine.

Zeichnung zum Dank

Markus ist ein großer Fan von Feuerwehr und Polizei. Deshalb hat er ein Bild von den Löscharbeiten gezeichnet. Die Zeichnung wurde auf Facebook (sprich: fäisbukk) veröffentlicht und dann viele, viele Male geteilt. Das heißt, ganz viele Menschen haben Markus‘ Zeichnung gesehen. Die Zeichnung wurde so etwas wie ein Zeichen der Dankbarkeit. Ohne die vielen freiwilligen Helfer wäre der Brand nämlich bestimmt schlimmer ausgegangen. „Ich hatte den Wunsch, dass die Feuerwehr, Polizei und Rettung ein kleines Danke bekommen, aus diesem Grunde wollte ich etwas Besonderes machen und da habe ich ein Bild gemalt“, sagte Markus.

Sogar Karl Nehammer erfuhr von der Zeichnung. Damals war er noch Innenminister und somit auch zuständig für die Polizei. Heute ist Nehammer Bundeskanzler von Österreich. Nehammer gefiel es sehr, wie Markus den vielen Helferinnen und Helfern mit seinem Bild dankte. Deshalb lud er ihn zu sich ein. Ende Jänner fand das Treffen schließlich in Wien im Bundeskanzleramt statt. Dort durfte sich der Sechsjährige alles genau anschauen. Außerdem erzählte ihm der Bundeskanzler, wie so ein Arbeitstag eines Kanzlers genau ausschaut.