Autor: Petra Prascsaics

Extremwetter: Eisige Kälte legt USA lahm

Extremwetter: Eisige Kälte legt USA lahm

Ein gewaltiger Wintersturm hat weite Teile der USA in eine Eiswüste verwandelt. Und auch Moskau, die Hauptstadt von Russland, versinkt gerade im Schnee.

Minus 45 Grad Celsius: In einigen Teilen der USA ist es gerade so kalt wie am Nordpol
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Der Strom fällt aus, die Heizung bleibt kalt. Draußen zeigt das Thermometer minus 45 Grad Celsius. Millionen Menschen in den USA erleben gerade einen besonders eisigen Winter. Ein gewaltiger Wintersturm hat weite Teile Nordamerikas in eine gefrorene Eiswüste verwandelt. Und es ist noch nicht vorbei: Auch in den nächsten Tagen sollen die Temperaturen bis zu minus 45 Grad fallen.

Besonders hart trifft es den Süden und die Mitte der USA. Und auch an der Ostküste wie in New York und Philadelphia frieren die Menschen. In den letzten Tagen sind Tausende Flüge ausgefallen. Den Menschen wird geraten, ihre Wohnungen nicht zu verlassen und das Auto stehen zu lassen.

So kalt wie am Nordpol

Minus 45 Grad Celsius: Das ist kälter als in den meisten Gefriertruhen. Bei dieser Temperatur gefriert der Atem sofort zu Eiskristallen. Wer länger draußen bleibt, schwebt in Lebensgefahr. Solche Temperaturen herrschen normalerweise nur in der Arktis oder in Sibirien.

Warum ist es plötzlich so kalt?

Ungefähr zehn Kilometer über unseren Köpfen weht normalerweise ein starkes Windband von West nach Ost. Experten nennen es Jetstream (sprich: Dschettstriem). Dieser Wind hält die arktische Kälte am Nordpol gefangen. Doch manchmal gerät dieser Jetstream durcheinander. Dann bricht die eisige Polarluft aus und strömt nach Süden. Genau das ist jetzt passiert.

Doch nicht überall in den USA ist es derzeit so kalt. An der Westküste in Kalifornien spazieren die Menschen in T-Shirts und Badehosen herum. In der Mitte und an der Ostküste des Landes kämpfen die Menschen vermummt in Daunenjacken, warmen Stiefeln und Handschuhen gegen die Kälte.

Auch Moskau versinkt im Schnee

Extremes Wetter gibt es derzeit nicht nur in Nordamerika. Auch die russische Hauptstadt Moskau erlebt gerade außergewöhnliche Schneefälle. In diesem Monat fiel so viel Schnee wie seit über 200 Jahren nicht mehr. Mehr als 60 Zentimeter Schnee liegen mittlerweile in den Straßen.

Das Problem: Wohin mit dem vielen Schnee?  Die Lösung: Einige Straßen wurden zu Lagerplätzen für Schnee umfunktioniert. Nur so können die Räumfahrzeuge überhaupt andere Straßen freiräumen.

 


Wie China mit Pandas Politik macht

Wie China mit Pandas Politik macht

Seit über 50 Jahren leben Pandas in japanischen Zoos. Jetzt müssen die letzten beiden Tiere nach China zurück. Der Grund: Streit zwischen China und Japan.

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Runde Ohren, schwarz-weißes Fell und meistens ein Stück Bambus im Maul: Große Pandas sind nicht nur besonders süße Bären, sie sind vor allem sehr selten. Nur etwa 1.800 von ihnen leben noch in freier Natur,  versteckt in den nebligen Bambuswäldern in den Bergen Chinas.

China ist sehr stolz auf diese Tiere, denn nirgendwo sonst auf der Welt kommen sie in freier Wildbahn vor. Deshalb werden Große Pandas, die im Ausland leben, in der Regel von China verliehen: Auch wenn sie in einem Zoo in einem anderen Land geboren werden, gehören diese Tiere China.

Wenn China einem anderen Land erlaubt, Pandas zu zeigen, ist das eine große Ehre. Vor allem aber ist es ein Zeichen der Freundschaft. Fachleute nennen das Panda-Diplomatie.

Zurück nach China

Seit 1972 hatte Japan immer mindestens einen Panda im Land. Bis vor Kurzem lebten die Panda-Zwillinge Xiao Xiao und Lei Lei in einem Zoo in Tokio (Japan). Die beiden vierjährigen Bären wurden dort geboren, ihre Eltern waren Teil eines Zucht-Programms.

Eigentlich sollten die Zwillinge erst im Februar nach China zurückkehren. Doch nun wurden sie früher abgeholt. Der Grund ist ein heftiger Streit zwischen den beiden Ländern.

Streit um Taiwan

Es geht um Taiwan. Das ist eine Insel mit eigener Regierung. China behauptet jedoch, Taiwan gehöre zu seinem Staatsgebiet. Taiwan liegt in der Nähe von Japan, zwischen beiden liegen nur wenige Kilometer Meer.

Japans Regierung erklärte nun: Sollte China Taiwan angreifen, müsste Japan reagieren, um sich selbst zu schützen. Diese Aussage hat China verärgert.

Zuerst schränkte China den Handel mit wichtigen Metallen ein, die Japan für seine Industrie braucht. Außerdem warnte China seine Bürger vor Reisen nach Japan. Und nun werden auch die Pandas früher abgeholt.

Leeres Gehege

In speziellen Boxen flogen Xiao Xiao und Lei Lei nach China. Dort bekommen sie ein neues Gehege mit anderen Pandas.

Der Zoo in Tokio hofft, dass irgendwann wieder Pandas nach Japan kommen. Doch das wird wohl erst passieren, wenn die Beziehung zwischen Japan und China wieder besser wird. Bis dahin gibt es in Japan zum ersten Mal seit über 50 Jahren keinen einzigen Panda mehr zu sehen.

Den Pandas wird es vermutlich nicht wichtig sein, in welchem Zoo sie leben, solange sie genug Bambus bekommen.

 

 


Der Große Panda

Aussehen: Schwarz-weißes Fell, runde Ohren, schwarze Augenflecken

Größe: Bis zu 1,20 Meter groß; auf allen Vieren etwa 70 Zentimeter

Gewicht: Bis zu 120 Kilogramm. So viel wiegt zum Beispiel ein Motorrad.

Nachwuchs: Neugeborene bringen nur etwa 100 Gramm auf die Waage. So viel wie eine Tafel Schokolade.

Nahrung: Große Pandas fressen bis zu 30 Kilogramm Bambus täglich. Damit sind sie bis zu 14 Stunden beschäftigt.

Besonderheit: Ein Knochen am Handgelenk funktioniert wie ein Daumen und hilft beim Festhalten des Bambus.

Lebensraum: Bambuswälder in den Bergen Chinas. Dort ist es kühl und feucht.

Bestand: Etwa 1.800 in freier Wildbahn, weitere rund 600 tummeln sich in Zoos.

Schutz: Große Pandas sind bedroht. China hat Schutzgebiete eingerichtet und Zentren gebaut, in denen Panda-Babys aufgezogen werden.

Noch mehr über Große Pandas erfährst du hier.

Die Kohlmeise bleibt die Nummer eins

Die Kohlmeise bleibt die Nummer eins

Heuer haben mehr Menschen denn je beim Zählen der Vögel mitgemacht. Das Ergebnis zeigt: In der Welt der Vögel hat sich vieles verändert.

An den Futterhäuschen sind Kohlmeisen regelmäßige Gäste. Sie gehören zu den häufigsten Wintervögeln in unseren Gärten
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Auf den ersten drei Plätzen hat sich auch heuer nichts verändert. Die Sieger der heurigen Vogel-Zählung sind Kohlmeise, Haussperling und Feldsperling. Schon zum 17. Mal haben Anfang Jänner Menschen in ganz Österreich gezählt, welche Vögel in ihre Gärten kommen. So viele Menschen wie noch nie haben mitgemacht, meldet BirdLife Österreich (sprich: Bördleif). Welche Vögel im Winter auch im Winter da sind, erfährst du hier.

Doch hinter dem Erfolg steckt auch eine Zahl, die zeigt, dass sich in der Welt der Vögel einiges verändert hat. Pro Garten flatterten heuer nämlich durchschnittlich nur 29 Vögel vorbei. Das sind ein bis zwei weniger als in den Jahren davor. Der Grund dafür ist der Klimawandel, der vieles verändert.

Vögel bleiben im Norden

Die milden Winter machen den Vögeln das Leben leichter. Arten wie der Bergfink müssen nicht mehr aus Nordeuropa zu uns fliegen, weil es auch dort warm genug bleibt. Weil es seltener schneit, finden sie überall Futter. Die Futterstellen in den Gärten brauchen sie nicht mehr.

Dazu kommt ein weiteres Problem: Immer mehr Flächen werden zugebaut. Grünflächen verschwinden oder werden versiegelt. Das bedeutet, dass Boden mit Beton oder Asphalt bedeckt wird und dort nichts mehr wachsen kann. Dadurch verlieren gerade die Vögel, die gerne in der Nähe von Menschen leben, ihren Lebensraum. Selbst die häufigsten Arten wie Sperlinge, Kohl- und Blaumeisen werden deshalb auf Dauer weniger.

Der Grünfink kämpft ums Überleben

Am schlimmsten erwischt es den Grünfink. Sein Bestand ist um mehr als 30 Prozent eingebrochen. Eine Vogelkrankheit hat viele Grünfinken getötet. Dazu kommt, dass es immer weniger Gärten mit vielen Pflanzen gibt. Das macht es dem Grünfink schwer, sich zu erholen. Besser sieht es bei der Amsel aus. Sie erholt sich langsam von schweren Jahren.

Was wirklich hilft

BirdLife nutzt die gesammelten Daten, um die Vögel besser zu schützen. Heuer liegt der Schwerpunkt auf Vögeln, die an Gebäuden brüten. Moderne Häuser haben oft keine Dachvorsprünge mehr. Dadurch fehlen den Vögeln wichtige Nistplätze.

Und was können wir tun? Im Winter zu füttern ist wichtig, aber es reicht nicht aus. Viel wichtiger ist aber ein Garten, in dem Vögel gut leben können. Wenn dort Sträucher und alte Bäume wachsen, wenn Löwenzahn und Gänseblümchen blühen dürfen, dann finden Vögel das ganze Jahr über Nahrung, Verstecke und Brutplätze.

 

 


Das Ende eines Eisriesen

Das Ende eines Eisriesen

Er war einmal so groß wie das Burgenland und galt als einer der größten Eisberge der Welt. Nun zeigt ein Satellitenbild: Von A23a ist nur noch wenig übrig.

Seit 40 Jahren ist der Eisberg A23a auf der Reise: Jetzt ist von ihm nicht mehr viel da
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Ein spektakuläres Satellitenbild aus dem Weltraum zeigt: Einer der größten Eisberge der Welt zerfällt endgültig. Auf dem Foto ist zu sehen, was noch von dem Riesen übrig ist. Und das ist nicht mehr viel. Der König der Eisberge wird bald Geschichte sein.

Eine 40 Jahre lange Reise

Dieser Eisberg hat die Bezeichnung A23a. Außergewöhnlich ist vor allem die Geschichte des einstigen Giganten. Im Jahr 1986, also vor fast 40 Jahren, brach A23a von der Antarktis ab. Genauer gesagt vom Filchner-Ronne-Schelfeis. Das ist eine riesige Eisplatte, die am Südpol auf dem Meer schwimmt. Dass Eisberge dort abbrechen, ist ganz normal. Die Eisplatten wachsen ständig, weil neuer Schnee darauf fällt. Irgendwann bricht ein Stück ab, so wie bei A23a.

Dieser Eisberg war damals ungefähr 4000 Quadratkilometer groß. Das entspricht der Fläche des Burgenlandes.

Festgeklebt am Meeresboden

Doch A23a lief bald auf Grund und blieb über 30 Jahre lang am Meeresboden stecken. Er war dort wie festgeklebt! Erst im Jahr 2000 löste er sich. Aber auch danach kam er nicht weit. Meeresströmungen hielten ihn gefangen. Er drehte sich im Kreis, immer wieder am selben Ort.

Bis zum November 2023. Der Eisberg trieb plötzlich davon, raus aus den eiskalten antarktischen Gewässern in Richtung Norden. Damit war sein Schicksal besiegelt. Denn je weiter ein Eisberg nach Norden kommt, desto wärmer wird das Wasser. Für A23a wird es gefährlich. Die höheren Temperaturen lassen ihn schmelzen. Auch große Wellen setzen ihm zu und brechen Stücke ab.

Der Satellit zeigt, wie stark er geschrumpft ist

Ein Satellitenbild vom 20. Dezember zeigt, wie sehr A23a in den letzten Jahren geschrumpft ist. Es hat den Eisberg nordwestlich der Insel Südgeorgien im Südatlantik aufgenommen. Südgeorgien liegt weit südlich von Südamerika, auf halber Strecke zwischen der Südspitze Amerikas und der Antarktis. Dort ist es zwar kalt, aber längst nicht so eisig wie am Südpol.

Auf der Aufnahme sieht man, dass A23a nur noch etwa 1000 Quadratkilometer misst. Er hat also bereits drei Viertel seiner Größe verloren. Um ihn herum schwimmen viele kleine Eisberge – die abgebrochenen Teile des Riesen.

Warum schmilzt er?

Dass Eisberge schmelzen, ist normal. Aber Wissenschaftler beobachten, dass es immer schneller geht. Das liegt am Klimawandel. Wenn wir mit Autos fahren, wenn Fabriken arbeiten oder wenn wir heizen, entstehen Abgase. Diese Gase, vor allem CO2, wirken wie eine Decke um die Erde und lassen sie wärmer werden. Dadurch wird es auch in der Antarktis wärmer. Mehr Eisberge brechen ab, und sie schmelzen rascher.

Das Ende naht

A23a treibt weiter in noch wärmere Gewässer. Bald wird er sich vollständig aufgelöst haben. Nach 40 Jahren wird damit der einstige König der Eisberge bald gänzlich verschwunden sein.


Wissenswertes über A23a

Supergewicht: A23a wog eine Billion Tonnen. Das ist eine 1 mit zwölf Nullen!

Dickes Eis: Der Eisberg war 400 Meter dick, so hoch wie der Wiener Donauturm.

Platz 8: A23a ist einer der acht größten Eisberge, die je gemessen wurden.
Der Rekordhalter B-15 war fast dreimal so groß.

Hier erfährst du, wie Eisberge entstehen.

 

Uraltes Eis: Das Eis in A23a ist Tausende Jahre alt und stammt aus Gletschern.

Forschungsstation: Als A23a 1986 abbrach, stand darauf eine sowjetische Forschungsstation.
Die Wissenschaftler mussten fliehen.

Süße Herzen zum Verschenken
Entgeltliche Kooperation

Süße Herzen zum Verschenken

Am 14. Feber ist Valentinstag: Passend dazu haben unsere Kinderreporter eine besondere Mehlspeise ausprobiert.

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Am Valentinstag schenken sich Paare Blumen, Süßigkeiten und kleine Aufmerksamkeiten. Aber dieser Tag ist nicht nur für Verliebte da. Der 14. Feber ist ein guter Anlass, jemandem zu beschenken, den man besonders gerne hat. Du bist auf der Suche nach dem richtigen Geschenk dafür?  Wie wäre es mit einer ganz besonderen Mehlspeise?

Lilia (14), Milena (11) und Theo (12) haben gemeinsam mit unserer Köchin Sandra Kollegger Herzen aus Blätterteig gebacken und mit Topfencreme und Himbeeren gefüllt. Hier das Rezept zum Nachbacken. Viel Spaß und gutes Gelingen!

Herzen aus Blätterteig

Zutaten für 4 Blätterteig-Herzen:

Du brauchst: 

300 g Blätterteig

1 Ei

2 EL Milch

4 EL Mandelblättchen

Für die Topfencreme:

250 g Topfen

Saft und Zeste von ½ Orange

Saft und Zeste von ½ Zitrone

1 TL Vanillezucker

2 EL Zucker

Himbeeren:

100 g Himbeeren, gefroren

10 g Zucker

So geht’s:

„Wissen kocht mit“

So heißt unsere neue Kochserie, die wir uns gemeinsam mit der Arbeiterkammer Steiermark ausgedacht haben. Das heißt: Ab sofort versorgen wir dich regelmäßig mit neuen Kochideen, die nicht nur gut ankommen, sondern auch garantiert funktionieren.

Die inhaltliche Verantwortung liegt bei der Redaktion

Weitere Beiträge:

Wir feiern 15 Jahre Kleine Kinderzeitung

Wir feiern 15 Jahre Kleine Kinderzeitung

Ein Samstag ohne Kleine Kinderzeitung? Das können sich viele Kinder nicht vorstellen. Denn dort erfahren sie, was in der Welt los ist. Und wer will das nicht wissen?

Konfetti für alle! Die letzten 15 Jahre waren einfach großartig!
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Am 22. Jänner 2011 erschien die erste Ausgabe der Kleinen Kinderzeitung. Alle, die an dieser Zeitung gearbeitet hatten, waren an diesem Tag ziemlich nervös.

Werden die Kinder die Zeitung mögen und sie gerne lesen? Und werden sie es gut finden, dass in dieser Zeitung auch über Themen berichtet wird, die ihre Eltern in der „Erwachsenenzeitung“ lesen? Also über Politik zum Beispiel? Oder was sonst so in der Welt passiert, Gutes und manchmal auch Schlimmes?

Wissen, was in der Welt los ist

Das war von Anfang an das Besondere an dieser Zeitung: Die Kleine Kinderzeitung informiert Kinder darüber, was in der Welt los ist. Manchmal auch über Politik, wenn das Thema interessant für Kinder ist.

Aber natürlich war es uns auch immer wichtig, Geschichten zu schreiben, die Kinder spannend finden. Also über Tiere, den Weltraum, Sport, über andere Kinder und über Stars. Und natürlich gibt es in jeder Ausgabe Rätsel, Ratekrimis und Witze.

Kinder als Reporter im Einsatz

Nach den ersten Ausgaben haben wir jede Menge begeisterte Leserbriefe bekommen, worüber wir uns unglaublich gefreut haben. Deshalb haben wir mit viel Eifer weitergeschrieben. Immer öfter haben uns Schulklassen besucht, weil sie wissen wollten, wie die Kinderzeitung gemacht wird. Dafür haben wir uns besonders gerne Zeit genommen, denn das hat uns geholfen, über die Themen zu schreiben, die unsere Leserinnen und Leser interessant finden.

Und ziemlich schnell hatten wir auch jede Menge Kinderreporterinnen und Kinderreporter an Bord, die Interviews mit Sportlern, Politikerinnen, Schriftstellern, Wissenschaftlerinnen, Bischöfen, TV-Stars und vielen mehr führten.

Selbst eine Zeitung machen

Weil Zeitung machen so viele Kinder spannend fanden, haben wir im Sommer das Reportercamp veranstaltet. Dort haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine eigene Zeitung gemacht und gelernt, wie man Themen plant, Aufgaben verteilt, gute Videos dreht und Fotos macht.

Und zwischen Schwimmen gehen und Werwolf spielen entstand jedes Mal eine fantastische Campzeitung und ein Video, das dann am letzten Camptag stolz den Eltern und Geschwistern präsentiert wurde.

Ein Rückblick auf die letzten 15 Jahre zeigt uns vor allem eines: Es war eine richtig gute Idee, diese Zeitung auf den Markt zu bringen, denn sie hat von Anfang an Spaß gemacht. Uns, aber auch unseren Leserinnen und Lesern. Und das tut sie auch heute noch.

Wie sehr, das könnt ihr euch auf diesen Fotos ansehen.

Warum Regen das Meer rot färben kann

Warum Regen das Meer rot färben kann

Starker Regen hat auf einer Insel das Meer rot gefärbt. Bäche liefen rot die Hänge hinunter, sogar der Strand leuchtete in dieser Farbe. Das steckt dahinter.

Auf der Insel Hormus spülte der Regen roten Schlamm ins Meer. Das Wasser und der Strand färbten sich durch das Eisen im Boden
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Vor Kurzem regnete es auf der Insel Hormus tagelang. Die Bäche liefen rot die Hänge hinunter. Sogar der Strand und das Meer färbten sich rot. Dahinter steckt kein ausgelaufener Farbeimer oder etwas Gefährliches, sondern ein spannendes Naturphänomen.

Eisen im Boden

Die Insel hat das Phänomen ihrem Boden zu verdanken. In diesem ist nämlich sehr viel Eisen drin. Eisen ist ein festes Metall. Es kommt im Boden und in Steinen vor. Wenn Eisen und Sauerstoff aus der Luft zusammenkommen, reagieren sie miteinander. Diese Reaktion heißt Oxidation. Sie sorgt dafür, dass das Eisen rot wird.

Vor Kurzem hat es auf der Insel viel geregnet. Dadurch ist viel roter Schlamm entstanden. Der Regen spülte ihn direkt ins Meer und färbte es rot. Das Phänomen ist nicht gefährlich oder schädlich für die Umwelt. Man könnte sogar im roten Wasser schwimmen. Man muss nur bedenken, dass man selbst und die Badesachen danach auch rot sein könnten.

Meer reinigt sich von selbst

Das Spektakel hängt zwar mit Regen zusammen aber das heißt nicht, dass es bei jedem Regenfall vorkommt. Das Meer ist auch nur vorübergehend rot. Wenn es nicht mehr regnet, kommt kein rotes Wasser mehr ins Meer. Das Wasser wird dann von selbst wieder blau.

Bunte Phänomene

Ungewöhnliche Farben in der Natur sind kein Einzelfall. Ein Beispiel ist der Blutregen. Aber keine Sorge! Das hat natürlich nichts mit echtem Blut zu tun. Unter diesem Blutregen versteht man auch ein seltenes Wetterphänomen. Der Wind weht feinen, rötlichen Staub aus der Sahara bis nach Europa.

Die Sahara ist eine Wüste in Afrika. Diese Partikel fallen zusammen mit dem Regen auf die Erde. Dabei färbt der Staub den Regen rötlich. Die Farbe kann man besonders gut auf Oberflächen erkennen.

Die Natur kann aber noch mehr. In Australien gibt es einen pinken See. Forscher glauben, dass Bakterien, Algen und Salz für die Farbe sorgen. Besonders an dem See ist, dass er diese Farbe immer hat.

Die Insel Hormus

Wo liegt die Insel? Im Persischen Golf, 8 Kilometer vor der Südküste des Iran (das ist ein Land in Westasien)

Wie groß ist sie? 42 Quadratkilometer, das ist etwa so groß wie 6.000 Fußballfelder

Wie viele Menschen leben dort? Etwa 6.000 bis 10.000 Menschen, die meisten sind Fischer

Was macht die Insel so besonders? Der Boden enthält sehr viel Eisen und hat über 70 verschiedene Farben. Deshalb wird Hormus auch „Regenbogen-Insel“ genannt. Das rote Pulver heißt Gelak und man kann es essen. Die Menschen machen daraus Farbe und mischen es manchmal auch in den Brotteig.

Weitere Besonderheiten: Auf der Insel gibt es Salzberge und bunte Strände. Im Sommer wird es sehr heiß, über 40 Grad. Im Winter ist das Klima angenehm mild.

Soziale Medien: Millionen Konten von Kindern gesperrt

Soziale Medien: Millionen Konten von Kindern gesperrt

Tik Tok, Instagram und Snapchat erst ab 16: In Australien wurden 4,7 Millionen Konten von Kindern gesperrt. Auch in Österreich könnte so ein Verbot kommen.

In Australien wurde am 10. Dezember 2025 ein neues Gesetz eingeführt: Seither dürfen Jugendliche erst ab 16 Jahren soziale Medien nutzen
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In Australien gibt es seit gut einem Monat ein neues Gesetz: Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen keine Social-Media-Konten mehr haben. Mehr als 4,7 Millionen Konten wurden seitdem gelöscht oder gesperrt.

Betroffen sind Instagram, TikTok, Snapchat, Facebook, YouTube, X, Reddit und Twitch, weil diese Plattformen alle Konten von unter 16 Jährigen löschen mussten. WhatsApp, Facebook Messenger und das Spiel Roblox dürfen Kinder aber weiter nutzen.

Damit das klappt, müssen die Plattformen prüfen, wie alt ihre Nutzerinnen und Nutzer sind. Wenn sie das nicht tun, drohen hohe Strafen. Darum hat Snapchat schon vor dem Start Hunderttausende Menschen aufgefordert, ihr Alter zu beweisen.

Zufrieden mit dem Ergebnis

Australien ist das erste Land der Welt mit so einer Regel, und die Regierung zeigt sich zufrieden. Anthony Albanese (sprich: Än-tho-ni Al-ba-nie-si) ist der Chef der Regierung und sagt: „Wir wollen, dass unsere Kinder eine richtige Kindheit haben und dass Eltern wissen, dass wir sie unterstützen.“ Er findet außerdem, dass Social Media junge Menschen von echten Freundschaften und echten Erlebnissen abhält.

Einige Länder führen Verbot ein

Auch in vielen anderen Ländern wird über ähnliche Regeln gesprochen. Frankreich, Spanien und Griechenland wollen Social Media erst ab 15 oder 16 Jahren erlauben. Dänemark plant eine Altersgrenze ab 15, aber Eltern sollen ihren Kindern schon ab 13 eine Erlaubnis geben können. In Norwegen wird darüber gerade diskutiert.

Wie ist das in Österreich

Auch in Österreich reden Politikerinnen und Politiker über ein Verbot, und mehrere Parteien finden die Idee gut. Außerdem sind viele Jugendliche dafür, zeigt eine Befragung, die das ORF Radio Ö3 2025 hat machen lassen. Vier von fünf Jugendlichen zwischen 16 und 17 Jahren sagen, dass das Mindestalter strenger kontrolliert werden sollte.

Mehr Schutz

Viele Kinder und Jugendliche verbringen zu viel Zeit am Bildschirm, und manche werden im Netz gemobbt oder sehen gefährliche Inhalte. Außerdem fühlen sich manche durch Social Media nicht gut, sind traurig oder haben Angst. Deshalb glauben viele Erwachsene, dass Kinder mit einem Verbot besser geschützt werden müssen.

Iran: Ein gefährlicher Kampf um Freiheit

Iran: Ein gefährlicher Kampf um Freiheit

Im Iran gehen seit Ende Dezember Tausende Menschen auf die Straße. Sie protestieren gegen ihre Regierung. Das ist lebensgefährlich. Trotzdem kämpfen sie für ihre Freiheit.

Derzeit gehen im Iran Tausende Menschen auf die Straße und protestieren gegen ihre Regierung.
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Wenn man in Österreich mit der Arbeit der Politikerinnen und Politiker nicht zufrieden ist, darf man das sagen. Auch laut und auf der Straße bei einer Demonstration. In einer Demokratie hat man das Recht, seine Meinung offen zu sagen.

Ganz anders ist das im Iran. Das Land liegt im Nahen Osten, zwischen dem Irak und Afghanistan. Dort kann eine Demonstration das Leben kosten. Wer offen etwas gegen die Regierung sagt, wird hart bestraft. Manche sogar mit dem Tod. Trotzdem gehen seit Ende Dezember Tausende Menschen auf die Straße.

Ein Mann kontrolliert fast alles

Im Iran leben rund 90 Millionen Menschen. Über ihnen steht Ali Chamenei. Er nennt sich religiöser Führer und hat sehr viel Macht. Polizei, Gerichte, Armee und viele Medien richten sich nach ihm. Auch bei neuen Gesetzen redet er mit.

Chamenei und die Politiker um ihn herum benutzen den Islam, um ihre Regeln zu begründen. Sie sagen, das sei Religion. Viele dieser Regeln sind sehr streng. Besonders Frauen leiden darunter: Sie dürfen nicht ohne Kopftuch und lange Kleidung aus dem Haus gehen. Singen und Tanzen sind verboten. Viele Rechte, die Männer haben, haben Frauen nicht.

Das Geld ist fast nichts mehr wert

Dem Land geht es wirtschaftlich immer schlechter. Der Rial, so heißt das Geld im Iran, ist kaum noch etwas wert. Vor allem Lebensmittel und Medikamente sind extrem teuer geworden. Viele Familien wissen nicht mehr, wie sie durchkommen sollen.

Auch die Händler verkaufen nichts mehr. Viele haben ihre Läden geschlossen und sind auf die Straße gegangen, um zu protestieren. Die meisten macht es wütend, dass die Regierung sehr viel Geld für Waffen und das Militär ausgibt. Für die Menschen im Land bleibt immer weniger übrig.

Sie wollen Freiheit

Mittlerweile fordern die Protestierenden viel mehr als nur wirtschaftliche Hilfe. Sie wollen Freiheit. Sie wollen selbst über ihr Leben entscheiden. Sie wollen eine andere Regierung.

Das lässt die Führung im Iran nicht zu. Die Sicherheitskräfte gehen brutal gegen die Demonstranten vor. In den letzten Tagen sollen etwa 500 Menschen getötet worden sein. Viele weitere wurden verletzt. Tausende sitzen in Gefängnissen.

Kein Internet, keine Informationen

Verlässliche Informationen über die Situation im Iran gibt es nicht. Vor einigen Tagen hat die Regierung das Internet im ganzen Land abschalten lassen. Die Welt soll nicht sehen, was passiert. Und ohne Internet können sich die Menschen auch nicht mehr so einfach verabreden.

Trotzdem gelingt es manchen, die Sperre zu umgehen. Einige schaffen es, Fotos und Videos in andere Länder zu schicken. Wie viele Menschen wirklich auf der Straße sind und was genau passiert, weiß niemand sicher.

 

 


So überstehen Pflanzen Eis und Schnee

So überstehen Pflanzen Eis und Schnee

Pflanzen können nicht weglaufen, wenn es kalt wird. Um den Winter zu überstehen, haben sie verschiedene Tricks.

Im Winter schützen sich Pflanzen mit besonderen Tricks vor der Kälte
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Seit einigen Tagen zeigt sich der Winter von seiner frostigen Seite. Wir können uns dicke Jacken und Handschuhe anziehen, eine Haube aufsetzen, wenn wir raus gehen. Vögel, die die Kälte nicht so gut vertragen, ziehen Richtung Süden. Andere Tiere verkriechen sich in Höhlen und halten einen Winterschlaf. Oder sie bekommen ein dickes Fell.

Pflanzen können all das nicht. Sie sind den ganzen Winter über der Kälte und dem Schnee ausgesetzt. Um das zu überstehen, haben sie verschiedene Tricks auf Lager.

Ein eigenes Frostschutzmittel

Es gibt Pflanzen, die wirklich ungemütliche Temperaturen aushalten können. So ist es für ein Moos am Südpol beispielsweise kein Problem, minus 80 Grad Celsius auszuhalten.

Wie das geht? Mit einem eigenen Frostschutzmittel! Wenn es draußen sehr kalt wird, machen einige Pflanzen in ihren Zellen besondere Stoffe. Diese Stoffe schützen vor dem Einfrieren.

Man kann sich das vorstellen wie das Frostschutzmittel im Auto. Dieses Mittel verhindert, dass das Wasser im Winter einfriert. Dieser Trick hilft auch  Pflanzen, den Winter zu überstehen.

Zucker speichern

Auch Bäume und Büsche können Frost aushalten. Den Zucker, den sie in den warmen Monaten mit ihren Blättern herstellen, benutzen sie im Winter als Frostschutz.

Bevor die Blätter im Herbst abfallen, holt sich der Baum die wichtigen Stoffe zurück und speichert sie. Außerdem haben Bäume eine dicke Rinde mit Luftpolstern. Das schützt den Baum wie eine warme Daunenjacke.

Ausharren unter der Erde

Einige Blumen wie Schneeglöckchen oder Tulpen verbringen den Winter unter der Erde. Wenn sie im Frühling verblüht sind, stirbt alles über der Erde ab. Doch die Wurzel lebt weiter. Sie ist zu einer dicken Knolle angeschwollen, in der die Pflanze Nährstoffe speichert. Damit übersteht sie den Winter unter der Erde, wo es viel wärmer ist als an der Oberfläche.

Wird es im Frühling wärmer, wächst aus der Knolle eine neue Pflanze. Das Schneeglöckchen ist die erste Blume, die zu blühen beginnt.

So überleben Sommerblumen

Viele Sommerblumen überlassen das Überleben ihren Kindern. Sie leben nur ein paar Monate, blühen, wachsen und bilden Samen. Die Samen fallen auf die Erde und überwintern dort. Der Frost kann ihnen nichts anhaben, denn Samen haben kaum Wasser und bestehen aus sehr harten Zellen. Wird es wieder wärmer, wächst aus jedem Samen eine neue Blume.