In Alaska wird wieder der fetteste Bär gesucht
Seit zwölf Jahren stimmen Menschen aus aller Welt über Braunbären in Alaska (USA) ab. Das steckt hinter diesem Wettbewerb.
Bei diesem Wettbewerb ist ein dicker Bauch kein Grund, sich zu verstecken. Ganz im Gegenteil: Im Katmai-Nationalpark in Alaska (USA) wird wieder der fetteste Bär gesucht. Zehn Bärinnen und sechs Bären-Männchen stehen heuer zur Wahl.
16 Bären stehen zur Wahl
Der Wettbewerb heißt „Fat Bear Week“ (sprich: Fätt Bär Wiik). Das bedeutet „Woche der dicken Bären“. Auf der Internetseite Explore.org treten die Bären in mehreren Runden gegeneinander an. Menschen aus aller Welt können für ihren Lieblingsbären stimmen.
Nach sechs Runden bleiben von den 16 Kandidaten nur noch zwei übrig. Am 29. September wird der Sieger oder die Siegerin gekürt. Im Vorjahr wurden mehr als 1,7 Millionen Stimmen aus über 100 Ländern abgegeben.
Das sind einige Kandidaten
Einer der bekanntesten Kandidaten ist Chunk (sprich: Tschank). Sein Name bedeutet auf Deutsch so viel wie „Klotz“. Der mehr als 20 Jahre alte Braunbär gewann den Wettbewerb bereits 2025. Er ist nicht nur besonders kräftig, sondern hat auch eine auffällige Narbe auf seiner Schnauze.
Zum ersten Mal dabei ist die Bärin mit der Nummer 132. Sie ist mehr als 20 Jahre alt und zog in diesem Sommer drei Jungtiere auf.
Auch die jüngere Bärin Marshmallow (sprich: Marschmellou) steht zur Wahl. Sie hat über den Sommer besonders kräftig zugenommen.
Ein weiteres Schwergewicht heißt Backpack (sprich: Bäckpäck). Sein Name bedeutet „Rucksack“.
Warum müssen Bären so dick werden?
Nach der Winterruhe sind die Braunbären deutlich dünner. Im Sommer und Herbst müssen sie deshalb so viel wie möglich fressen. Diese Fettreserven sind lebenswichtig. Während ihrer monatelangen Winterruhe fressen die Bären nichts. Ihr Körper lebt dann von den Vorräten, die sie sich vorher angefressen haben.
In den Flüssen des Nationalparks gibt es besonders viele Lachse. Über Webcams kann man die Bären sogar beim Lachsfang beobachten. Auf Vorher-Nachher-Bildern ist zu sehen, wie stark sie vom Frühjahr bis zum Herbst zunehmen.
Mehr als ein lustiger Wettbewerb
Mit dem Wettbewerb möchte der Katmai-Nationalpark auf die Braunbären und ihren Lebensraum aufmerksam machen. In der Region leben mehr als 2.000 Braunbären.
Durch den Klimawandel wird es auch in Alaska immer wärmer. Das kann Flüsse und Lachsbestände verändern. Darunter leiden auch die Bären, denn sie brauchen die Fische als Nahrung.
Diese Wahl hat deshalb eine ernste Botschaft: Nur wenn ihr Lebensraum geschützt wird, können sich Alaskas Braunbären auch in Zukunft genug Fett für den Winter anfressen und so die kalte Jahreszeit überleben.
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