Social-Media-Verbot auch in Österreich
Ab Jänner 2027 sollen Kinder unter 14 Jahren in Österreich TikTok, Instagram und andere soziale Medien nicht mehr nutzen dürfen.
Jetzt ist es auch in Österreich fix: Ab 1. Jänner 2027 sollen Kinder unter 14 Jahren bestimmte soziale Medien nicht mehr nutzen dürfen. Das haben die Politikerinnen und Politiker der Regierung beschlossen. Doch bevor das Verbot gelten kann, muss das neue Gesetz zuerst geprüft werden.
Das Verbot soll für Apps wie TikTok, Instagram, YouTube und Snapchat gelten. WhatsApp bleibt erlaubt.
Tricks, die verleiten
TikTok, Instagram und andere Apps wollen, dass ihre Nutzerinnen und Nutzer möglichst lange bleiben und immer wieder zurückkommen. Denn je mehr Zeit Menschen dort verbringen, desto mehr Werbung können die Firmen zeigen und desto mehr Geld verdienen sie.
Dafür bauen sie besondere Tricks in ihre Apps ein. Auf TikTok taucht beim Wischen sofort das nächste Video auf. Auf YouTube startet nach einem Film oft automatisch ein neuer. Instagram schickt Nachrichten aufs Handy, damit die App wieder geöffnet wird. Bei Snapchat sammeln Freundinnen und Freunde Flammen, wenn sie sich jeden Tag Bilder schicken.
So fällt es oft schwer, die App zu schließen. Genau diese Tricks möchte die Regierung für Kinder unter 14 Jahren verbieten.
Eigene Bereiche für Kinder
Die Firmen dürfen allerdings eigene Bereiche für Kinder anbieten. Dort darf das nächste Video zum Beispiel nicht automatisch starten. Auch endloses Wischen, Flammen als Belohnung und Nachrichten, die Kinder zurück in die App locken, sollen dort nicht erlaubt sein.
So soll das Alter geprüft werden
Wer eine dieser Apps nutzen möchte, muss künftig nachweisen, dass er oder sie bereits 14 Jahre alt ist. Wie diese Kontrolle genau funktionieren wird, steht noch nicht fest.
Die Firmen sollen dabei weder den Namen noch den Geburtstag erfahren. Sie bekommen nur die Information, ob eine Person schon 14 Jahre alt ist.
Hält sich eine Firma nicht an die neuen Regeln, kann sie eine hohe Geldstrafe bekommen. Sehr große Firmen müssen im schlimmsten Fall sechs Prozent ihrer Einnahmen eines Jahres zahlen. Das könnten mehrere Milliarden Euro sein. Bestraft werden mit diesem Gesetz die Firmen, die diese Apps betreiben und nicht die Kinder oder ihre Eltern.
Australien hat den Anfang gemacht
Österreich ist mit diesem Plan nicht allein. Australien führte als erstes Land der Welt eine solche Altersgrenze ein. Dort dürfen Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren seit Dezember 2025 keine eigenen Konten bei vielen sozialen Medien mehr haben. Dazu gehören zum Beispiel TikTok, Instagram, Snapchat und YouTube.
Auch andere Länder planen Verbote. Frankreich will soziale Medien erst ab 15 Jahren erlauben. Auch Spanien, Großbritannien, Dänemark, Griechenland und Polen wollen soziale Medien für Kinder und jüngere Jugendliche verbieten.
Gemeinsame Lösung für EU-Länder
Auch die Europäische Union (EU) sucht nach einer gemeinsamen Lösung für alle EU-Länder. Fachleute beraten darüber, ab welchem Alter Kinder soziale Medien nutzen dürfen und wie das Alter sicher kontrolliert werden kann. Eine gemeinsame Altersgrenze für alle Länder der EU gibt es bis jetzt nicht.
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