Wo sich überall Mikroplastik versteckt

Wo sich überall Mikroplastik versteckt

Mikroplastik – und auch Nanoplastik – ist so winzig, dass es mit freiem Auge nicht sichtbar ist. Wo es überall zu finden ist.

In Spinnennetzen an Bushaltestellen haben Forscherinnen und Forscher jede Menge Mikroplastik entdeckt
Foto: Adobe Stock

Spinnennetze

Mikroplastik in Spinnennetzen? Ja, das gibt es wirklich. Drei Forscherinnen haben das vor Kurzem herausgefunden. Wie? Sie haben Spinnennetze an Bushaltestellen in der Stadt untersucht. In vielen Spinnweben wurden die Forscherinnen fündig. Sie fanden Spuren von PET (wie in den PET-Flaschen), PVC (sprich: pe_vau_ze; daraus werden zum Beispiel Böden, Rohre oder Fenster gemacht) und aus dem Abrieb von Autoreifen. Das Mikroplastik wirbelt also durch die Luft und verfängt sich in den Spinnweben.

Menschlicher Körper

Auch im menschlichen Körper wurden schon Mikro- und Nanoplastik gefunden. Der Mensch atmet beides ein, isst es mit Lebensmitteln oder trinkt es. Etwa fünf Gramm Plastik nimmt der Körper im Durchschnitt in einer Woche auf. Zum Vergleich: Das ist etwa so viel, wie eine Kreditkarte wiegt. Menschen schlucken die unsichtbaren Plastikteile, wenn sie Wasser aus Plastikflaschen trinken. Oder wenn sie Fisch, Meerestiere oder Salz aus dem Meer essen. Das Plastik landet also im Darm. Und sogar im Blut von Menschen wurde schon Plastik gefunden. Welche Schäden genau das Plastik im Körper anrichtet, muss erst erforscht werden. Forscherinnen und Forscher vermuten, dass es sogar an der Entstehung von Krebsarten schuld sein könnte.

Meere, Seen, Flüsse

Mikroplastik ist fast überall in der Natur zu finden. Besonders schlimm ist die Lage in den Ozeanen. Dort landet nämlich ein großer Teil des Plastikmülls. Teilweise wird der Müll mit Absicht in die Meere entsorgt. Plastik landet aber auch mit dem Wasser aus Flüssen, mit dem Wind, bei Überschwemmungen oder über die Luft im Wasser. Wenn das Plastik zerfällt, entstehen daraus Mikro- und Nanoplastik. Viele Meeresbewohner fressen das Plastik, weil sie es für Nahrung halten.

Gletscher und Antarktis

Mikroplastik gibt es auch in den Gletschern hoch in den Bergen. Dorthin gelangt es nicht nur über die Luft. Viel Mikroplastik findet man vor allem auf Gletschern, die von Menschen besucht werden. In der meisten Sportbekleidung befindet sich nämlich Kunststoff. Sogar im Schnee der Antarktis haben Forscherinnen und Forscher zum ersten Mal Mikroplastik entdeckt. Genau waren es 13 verschiedene Arten von Plastik. , vor allem Plastik, dass für Stoffe und Laschen verwendet wird.

Mikro- und Nanoplastik: Was ist das?

Mikroplastik und Nanoplastik sind winzige Plastikteilchen. Man kann beide nicht mit dem freien Auge sehen. Dazu braucht man ein Gerät, das Mikroskop. Nanoplastik ist noch kleiner als Mikroplastik.

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