Tag der Arbeit und mehr: alles rund um den 1. Mai

Tag der Arbeit und mehr: Alles rund um den 1. Mai

Hexennacht und Staatsfeiertag: was am 1. Mai und in der Nacht davor gefeiert wird.

Den Frühling begrüßen: Maibäume werden am 1. Mai aufgestellt
Foto: Adobe Stock

In Österreich wird am 1. Mai der Staatsfeiertag begangen. An vielen Gebäuden kann man an diesem Tag rot-weiß-rote Fahnen hängen sehen. Rot-Weiß-Rot, das sind nämlich die Farben der österreichischen Nationalflagge. Der 1. Mai wird auch „Tag der Arbeit“ genannt. An diesem Tag soll daran erinnert werden, dass hart arbeitende Menschen einst für Rechte und fairen Lohn aller Arbeiter gekämpft haben. Das ist nämlich nichts Selbstverständliches. Früher mussten die Menschen bei uns länger arbeiten und wurden oft sehr schlecht bezahlt.

Feierlichkeiten am 1. Mai

Im Mai erblüht alles, der Winter ist endgültig vorbei. Das wurde seit jeher gefeiert. Der geschmückte Maibaum, der am 1. Mai auf Dorfplätzen aufgestellt wird, ist ein Zeichen für dieses Erwachen der Natur. Beim Maibaumkraxeln messen sich meist junge Männer. Dann wird um den Baum getanzt und gefeiert. Wegen der Corona-Pandemie dürfen die Feste rund um den 1. Mai nicht stattfinden. Maibäume dürfen zwar aufgestellt werden, aber nur mit Masken und Abstand. 1.-Mai-Feiern dürfen nicht stattfinden.
Der 1. Mai ist so etwas wie der Startschuss ins Sommerhalbjahr. Die Tage sind länger und heller, in der Natur wächst und blüht es, die Temperaturen eignen sich wieder für kurze Hosen.

Hexenfeiern

Nicht nur wir empfinden diese Jahreszeit und die Wiederkehr von Wärme und Sonnenlicht als angenehm. Schon in alten Zeiten feierten die Menschen diese Tage auf halber Strecke zwischen Frühlings- und Sommerbeginn. Bald rankten sich um diese ausgelassenen, bunten Feste natürlich verschiedene Geschichten und Erzählungen. Diese sind auch der Kern der Legende von den Hexenfeiern in der Nacht zum 1. Mai.

Die Walpurgisnacht

Die Nacht auf den 1. Mai heißt Walpurgisnacht. Der Legende nach versammeln sich in dieser Nacht Hexen auf dem Blocksberg und auf anderen Bergen, um ein geheimnisvolles Fest zu feiern. Diese Vorstellung stammt aus dem Mittelalter. Damals wurden sogar manche Frauen verfolgt, weil man glaubte, sie seien Hexen.
Früher glaubten die Menschen auch in Europa an Naturgötter. Schon die Kelten, die hier lebten, feierten Anfang Mai eine Nacht lang den Beginn der hellen Sommerzeit. Das Fest hieß Beltane und wurde mit vielen Ritualen, unter anderem einem großen Feuer, gefeiert.

Blocksberg

Den berüchtigten Blocksberg gibt es  wirklich. Heute nennt man die 1141 Meter hohe Erhebung im deutschen Harzgebirge „Brocken“. Man kann ihn per Schmalspurbahn erklimmen. In der Walpurgisnacht gibt es in dieser Gegend viele Veranstaltungen, bei denen sich Besucher als Hexen verkleiden.

Heilige Walburga

Die Nacht der Hexen hat ihren Namen, „Walpurgisnacht“, ausgerechnet von einer Heiligen, nämlich der heiligen Walburga. Im Mittelalter wurde ihr Namenstag nämlich immer am 1. Mai begangen. Die heilige Walburga war eine Ordensleiterin in England und lebte im 8. Jahrhundert.

Die heilige Walburga
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