Experiment: Wie aus zwei Bildern eines wird

Experiment: Wie aus zwei Bildern eines wird

Klara traut ihren Augen nicht. Gerade waren es noch zwei Bilder, jetzt ist es eines. Wie das gehen kann, verraten wir dir in unserem heutigen Experiment.

Da muss Klara noch einmal hinschauen: Wie kann das sein, zwei Bilder werden zu einem?
Foto: Adobe Stock
Der Kiwi-Vogel zeigt dir, welches Material du brauchst
Foto: ARGE KIWI

Klara wird von ihrer Großtante Lore abgeholt. Sie gehen in die Konditorei im Park. Auch zwei Freundinnen der Tante sind schon da. Wie immer darf sich Klara den Fußball-Eisbecher bestellen, den sie über alles liebt. Die Erwachsenen haben sich viel zu erzählen und Klara ist schon lange mit ihrem Eisbecher fertig. Gelangweilt spielt sie mit der Eisdekoration: einem Stäbchen mit einem Schirm mit Fußballbild. Die freundliche Kellnerin bringt ihr ein paar Buntstifte. Sie malt auf die Rückseite der Eisdekoration ein Fußballtor. Gedankenverloren dreht sie das Stäbchen in der Hand, doch plötzlich stutzt sie und ruft: Tooor!

Mach es wie Klara und triff auch ins Tor!

Du brauchst:

● Papier
● Schere
● Buntstifte
● Bleistift
● Trinkglas
● Klebestift
● einen kleinen Holzspieß (zum Beispiel wie für Schaschlik)

Das ist zu tun:

Sammle zuerst Ideen für ein Bild! Es sollte ein Bild gewählt werden, das aus zwei Gegenständen besteht, zum Beispiel:

● Ein Vogel im Vogelkäfig: Male auf den ersten Kreis einen großen Vogelkäfig, auf den zweiten Kreis einen Vogel.
● Ein Fisch im Aquarium: Male auf den ersten Kreis einen Fisch, auf den zweiten Kreis das Aquarium.
● Oder male eben auf einen Kreis einen Fußball, auf den anderen ein Tor.

Los geht’s:

Zeichne mithilfe des Trinkglases zwei gleich große Kreise auf ein Blatt Papier.

Foto: ARGE KIWI

Male nun in den einen Kreis dein erstes Bild, zum Beispiel einen Fußball, und in den anderen Kreis ein Fußballtor.

Foto: ARGE KIWI

Du kannst mit einem Bleistift vorzeichnen und mit Filzstiften dein Bild nachzeichnen.

Schneide die beiden Kreise aus. Die Rückseiten der ausgeschnittenen Bilder werden mit Klebstoff versehen. Lege den Spieß auf eine der beiden Rückseiten und klebe dann die beiden Rückseiten mit dem dazwischengelegten Spieß aufeinander.

Foto: ARGE KIWI

Jetzt dreh den Spieß schnell zwischen den Händen hin und her.

Foto: ARGE KIWI

Das passiert:

Durch das schnelle Drehen des Holzspießes zwischen den Handflächen wird der Fußball in das Tor „gezaubert“.

Das steckt dahinter:

Was du siehst, ist eine optische Täuschung, die auf der sogenannten „Nachbildwirkung“ beruht. Ein Bild, das wir sehen, wirkt für sehr kurze Zeit auf unserer Netzhaut nach. Das kann man ganz leicht ausprobieren, indem man einen Gegenstand betrachtet und dann schnell die Augen schließt. Für einen Moment kann man diesen Gegenstand noch vor sich sehen. Sehen wir zwei Bilder in rascher Abfolge, verschmelzen sie daher scheinbar zu einem.

Dieser Effekt ist auch dafür verantwortlich, dass wir einen Film im Kino nicht als einzelne aufeinanderfolgende Bilder sehen, sondern als flüssigen Ablauf erleben – obwohl es sich beim klassischen Kinofilm um mindestens 24 Standbilder handelt, die in nur einer Sekunde hintereinander gezeigt werden.

Das Experiment wurde uns von der ARGE KIWI zur Verfügung gestellt. Die alleinige Verantwortung liegt bei der ARGE KIWI. Die ARGE KIWI bietet Workshops und Fortbildungen für Schulen und Kindergärten an.