Autor: Petra Prascsaics

Albinos: Das Rätsel der weißen Tiere

Albinos: Das Rätsel der weißen Tiere

Schneeweiß und rote Augen: Albino-Tiere sehen faszinierend aus. Doch in der Natur haben es diese Tiere besonders schwer.

Wie ein kleiner Schneeball mit buschigem Schwanz: Albino-Eichhörnchen kommen nur ganz selten vor
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Im November gelang einem Naturfotografen aus Salzburg ein besonderer Schnappschuss: Er erwischte mit seiner Kamera ein Albino-Eichhörnchen. Das ist schwierig, denn Eichhörnchen haben ein großes Revier und sind viel unterwegs. Ein so seltenes Tier zu entdecken und dann noch zu fotografieren, ist tatsächlich etwas Besonderes.

Fehlende Farbe

Albino-Tiere haben eine Krankheit, die Albinismus heißt. Sie sind schon damit geboren. Normalerweise sorgen sogenannte Pigmente für Farbe in Haut, Haaren, Federn oder Fell. Das sind winzige farbige Teilchen im Körper. Bei Albinismus fehlen diese Teilchen oder es gibt nur sehr wenige davon. Deshalb kann der Körper keine rote, braune oder schwarze Farbe herstellen.

Das Fell, die Federn oder die Haut der Tiere bleiben weiß. Besonders auffällig sind die Augen: Sie wirken rot. Nicht nur Tiere können Albinismus haben, sondern auch Menschen. Sie haben dann sehr helle Haut, sehr helle Haare und blasse Augen.

Sehr selten

Albino-Tiere sind sehr selten. Von 100.000 Tieren ist meist nur eines ein Albino. Der Grund: Die Krankheit wird vererbt. Beide Elternteile müssen ein bestimmtes Gen in sich tragen. Nur dann kann ihr Nachwuchs Albinismus bekommen. Albinos gibt es bei fast allen Tierarten. Bei manchen kommen sie aber häufiger vor, zum Beispiel bei Nagetieren oder Wildschweinen.

Das weiße Fell macht die Tiere einzigartig. In der Natur bringt es aber Probleme mit sich. Albino-Tiere können sich nicht gut tarnen. Tiere mit dunklem Fell verschmelzen leicht mit ihrer Umgebung und bleiben unentdeckt.

Leichte Beute

Weiße Tiere fallen dagegen sofort auf. Feinde entdecken sie schneller und können sie leichter jagen. Auch beim Jagen haben Albinos einen Nachteil: Ihre Beute sieht sie von weitem und kann rechtzeitig fliehen. Dazu kommt, dass Albino-Tiere schlechter sehen als andere und schneller einen Sonnenbrand bekommen.

Nicht verwechseln

Aber nicht jedes Tier mit weißem Fell ist ein Albino. Eisbären oder Polarfüchse haben von Natur aus weißes Fell. Es ist perfekt an ihre Umgebung angepasst.

Auch weiße Eichhörnchen werden oft für Albinos gehalten. Dabei sind die meisten gar keine. Es gibt einen einfachen Trick, um das zu erkennen: Schau dir die Augen an. Nur wenn sie rot sind, ist das Tier ein Albino.

Diese Vögel sind auch im Winter da

Diese Vögel sind auch im Winter da

Die meisten Vögel sind längst im warmen Süden. Doch nicht alle. Diese Vögel lassen sich auch von Schnee und Eis nicht vertreiben.

Im Winter tummeln sich besonders viele Vögel bei den Futterhäuschen
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Der erste Frost ist da. Und in manchen Gegenden liegt auch schon der erste Schnee. Für die Wintervögel wird die Suche nach Futter damit schwieriger.

Deshalb hängen in vielen Gärten Vogelhäuschen, gefüllt mit Sonnenblumenkernen, Erdnüssen und Körnern. Damit du weißt, welche gefiederten Gäste sich da bei dir zu Hause am Futterhäuschen versammeln, stellen wir dir hier ein paar Wintervögel vor.

Die Kohlmeise

Die Kohlmeise erkennst du sofort an ihrer schwefelgelben Brust und der schwarzen Kopfhaube. Sie ist die häufigste Besucherin am Futterhaus und ziemlich schlau. Denn sie beobachtet andere Vögel genau und lernt von ihnen. Am Futterhäuschen holt sich dieser Vogel am liebsten Sonnenblumenkerne, Erdnüsse und Hanfsamen. Kohlmeisen leben oft als Paar und bleiben auch im Winter in der Nähe voneinander. Sie halten gut zusammen und sind fast immer in Kontakt.

Der Haussperling

Plötzlich sind alle Sonnenblumenkerne und der Mais verschwunden? Dann waren mit Sicherheit die Spatzen da, auch Haussperlinge genannt. Diese Vögel sind selten allein unterwegs, denn sie sind sehr gesellig. Außerdem schützt die Gruppe besser vor Greifvögeln. Ihr braunbeiges Gefieder mit den braunrot und schwarz gestreiften Rücken ist perfekt für den Winter: Selbst in kahlen Bäumen ohne Blätter sind sie mit diesem Federkleid kaum zu entdecken.

Die Amsel

Schwarzes Gefieder, oranger Schnabel und gelber Augenring: Eine Amsel wird selten mit anderen Vögeln verwechselt. Wobei die Weibchen ganz anders aussehen, sie sind braun und unauffälliger gefärbt. Amseln mögen die Gemeinschaft und übernachten zusammen in Schlafbäumen. Das hat einen guten Grund: Dort sind sie vor Katzen und Rabenvögeln besser geschützt.

Die Blaumeise

Ein ständiger Gast bei Futterhäuschen ist die Blaumeise. An ihrem blauen Köpfchen, den weißen Wangen und der gelben Brust erkennst du sie sofort. Sie kommt gerne in Scharen zu Futterplätzen und zeigt dabei ein interessantes Verhalten. Sie hat nämlich eine richtige Routine: Zur gleichen Tageszeit besucht sie immer die gleichen Futterstellen. Am Futterhäuschen fällt sie durch ihr freches Auftreten auf und gerät manchmal in kleine Streitereien mit anderen Vogelarten.

Der Kleiber

Der Kleiber ist ein besonderer Vogel. Sein Federkleid schimmert graublau und rostbeige, durchs Gesicht zieht sich ein langer schwarzer Augenstreif. Seinen Namen hat er von einer klugen Technik: Er klebt den Eingang seiner Bruthöhle mit Lehm so klein, dass keine Feinde mehr hineinkommen. Was ihn wirklich einzigartig macht, ist seine Kletterfähigkeit. Als einziger Vogel in Europa kann er kopfüber einen Baumstamm hinunterlaufen. Oft zieht er in alte Specht-Höhlen ein und muss dann nur noch den Eingang anpassen.

Der Buntspecht

Den Buntspecht hörst du meistens, bevor du ihn siehst. Er trommelt wo immer er kann: gegen Äste, Baumstämme und manchmal sogar gegen Dachrinnen. Nicht umsonst bedeutet sein wissenschaftlicher Name übersetzt „großer Baumhämmerer“. Am wohlsten fühlt er sich bei alten Bäumen mit viel Totholz. Dort findet er reichlich Nahrung und hohle Stämme, die sein Trommeln wie ein Verstärker weitertragen.

Fünf Länder nehmen nicht am Song Contest teil

Fünf Länder nehmen nicht am Song Contest teil

Nachdem Israel beim Song Contest antritt, werden Spanien, die Niederlande, Slowenien, Irland und Island nicht nach Wien kommen.

Der 70. Song Contest findet im Mai 2026 in Wien statt
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Israel wird beim 70. Eurovision Song Contest teilnehmen, der im Mai 2026 in Wien stattfindet. Die Organisation, die den Song Contest veranstaltet, hat das gemeinsam mit ihren Mitgliedern entschieden.

Sofort danach haben die Fernsehsender aus Spanien, Irland, Slowenien und den Niederlanden ihre Teilnahme abgesagt. Auch Island wird nicht nach Wien kommen, wurde nun bekannt gegeben.

Warum gibt es Streit?

Viele Länder haben über diese Frage heftig gestritten. Der Grund ist der Krieg zwischen Israel und der Terrorgruppe Hamas im Gazastreifen. Am 7. Oktober 2023 hat die Hamas einen brutalen Angriff auf Israel verübt. Dabei wurden etwa 1.200 Menschen getötet. Die Hamas-Kämpfer haben auch rund 250 Menschen entführt und als Geiseln in den Gazastreifen gebracht. Viele dieser Geiseln haben die Gefangenschaft nicht überlebt oder wurden getötet.

Seit Anfang Oktober 2025 gibt es einen Waffenstillstand. Doch bei diesem Krieg sind in den vergangenen Jahren sehr viele Menschen in Gaza gestorben. Die Lage dort ist sehr schlimm: Es gibt zu wenig Essen, sauberes Wasser und medizinische Hilfe für die Menschen. Deshalb wollten mehrere Länder, dass Israel nicht beim Eurovision Song Contest mitmacht.

Der Grund

Der irische Fernsehsender RTÉ sagte, es sei wegen der vielen Toten in Gaza und der schlimmen Lage dort nicht möglich, teilzunehmen. Der spanische Sender RTVE kritisierte, dass der Song Contest nicht mehr ein Musik-Wettbewerb sei, sondern von Politik bestimmt werde.

Wer nun endgültig bei diesem Bewerb teilnehmen wird, soll noch vor Weihnachten veröffentlicht werden.

Neue Regeln

Wegen des Streits gibt es nun neue Regeln. Regierungen dürfen zum Beispiel keine Werbung mehr für die Sängerinnen und Sänger aus ihrem Land machen.

Auch die Jurys wurden verändert: Statt fünf gibt es jetzt sieben Jury-Mitglieder pro Land, und mindestens zwei davon müssen zwischen 18 und 25 Jahre alt sein. Außerdem können Zuschauerinnen und Zuschauer beim Anrufen oder SMS-Schreiben nur noch zehnmal statt zwanzigmal abstimmen.

Der Song Contest in Wien

Der 70. Eurovision Song Contest findet in der Wiener Stadthalle statt. Die beiden Halbfinals sind am 12. und 14. Mai 2026, das große Finale am 16. Mai. Beim Song Contest nehmen Fernsehsender teil, nicht Regierungen.
ORF-Chef Roland Weißmann hatte sich dafür eingesetzt, dass der israelische Fernsehsender KAN mitmachen darf.

Wann genau Tickets für die Shows verkauft werden, steht noch nicht fest. Der ORF wird das aber rechtzeitig bekannt geben.

Dass der Song Contest 2026 in Wien stattfindet, ist dem Sänger JJ zu verdanken. Er hat den letzten Bewerb mit seinem Lied „Wasted Love“ (sprich: weistid laff, auf Deutsch: „Verschwendete Liebe“) gewonnen.

Auch so kannst du Kekse verschenken
Entgeltliche Kooperation

Auch so kannst du Kekse verschenken

Damit der Keksteller nicht so schnell leer wird: Schoko-Kekse im Glas ist ein perfektes Geschenk für alle, die Weihnachtskekse lieben.

Theo und Jonah zeigen euch, wie man diese Backmischung macht
Thomas Klier

Weihnachten ohne Kekse? Gibt’s nicht. Vanillekipferl, Lebkuchen und Zimtsterne schmecken unter dem Christbaum einfach am. Aber man kann nicht nur fertige Kekse verschenken, sondern auch etwas ziemlich Praktisches: eine Backmischung im Glas. Die sieht schön aus, passt in jedes Wichtelpaket. Und wenn der Keksteller langsam leer wird, kann man sich mit dieser Backmischung ganz schnell Nachschub backen.

Wie das genau funktioniert und worauf man beim Schichten im Glas achten muss, zeigen dir unsere beiden Kinderreporter Theo und Jonah gemeinsam mit Köchin Sandra Kollegger.

Schokokekse im Glas

(720 ml Flasche oder Glas)

Du brauchst: 

100 g Mehl
1 TL Backpulver
¼ TL Salz
40 g brauner Zucker
40 g weißer Zucker
80 g Haferflocken fein
50 g Schokolinsen Vollmilch
30 g gerieben Nüsse (z. B Haselnüsse oder Walnüsse)
50 g gehackte Nüsse (z. B. Cashewkerne oder Mandelstifte)

Zur Fertigstellung: 

1 Ei
70 g weiche Butter

So geht’s:

„Wissen kocht mit“

So heißt unsere neue Kochserie, die wir uns gemeinsam mit der Arbeiterkammer Steiermark ausgedacht haben. Das heißt: Ab sofort versorgen wir dich regelmäßig mit neuen Kochideen, die nicht nur gut ankommen, sondern auch garantiert funktionieren.

Die inhaltliche Verantwortung liegt bei der Redaktion

Ukraine: Was Putin von Trumps Plan hält

Ukraine: Was Putin von Trumps Plan hält

Seit 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Jetzt hat US-Präsident Trump dem russischen Präsidenten einen Plan für Frieden vorgelegt.

Für einen Frieden verlangt Russland viele Gebiete von der Ukraine
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Auf die Menschen in der Ukraine wartet wieder ein besonders harter Winter. Seit fast vier Jahren herrscht in ihrem Land Krieg. Russland hat die Ukraine im Februar 2022 angegriffen und damit den Krieg ausgelöst.

Seitdem sind viele Menschen gestorben, und jeden Tag kommen neue Verletzte dazu. Mehr als neun Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer mussten fliehen und sich anderswo ein neues Leben aufbauen.

Der Plan

Der neue US-Präsident Donald Trump hat schon öfter versprochen, diesen Krieg schnell zu beenden. Vor zwei Wochen legte er nun einen Plan für Frieden vor. Doch viele Leute waren sofort dagegen. Denn die Ukraine durfte bei diesem Plan gar nicht mitreden.

In diesem Plan stand daher vor allem, was Russland wollte. So sollte Russland alle eroberten Gebiete in der Ukraine behalten dürfen. Außerdem sollte die Ukraine versprechen, niemals der NATO beizutreten. Die NATO ist ein Bündnis von Ländern, die sich gegenseitig schützen und im Notfall auch mit Soldaten helfen. Für die Ukraine hätte das bedeutet: Sie würde viel verlieren und hätte in Zukunft weniger Schutz.

Unfaire Lösung

Nachdem einige Punkte aus diesem Plan bekannt wurden, gab es deshalb heftige Kritik, sowohl in der Ukraine als auch in Europa und sogar in den USA. Dann setzten sich Vertreterinnen und Vertreter aus den USA und der Ukraine an einen Tisch.

Auch Politiker aus Europa mischten sich ein, weil sie sich große Sorgen um die Sicherheit in Europa machen. Gemeinsam überarbeiteten sie den Plan. Diesmal sollten nicht nur die Wünsche Russlands darin vorkommen, sondern auch die der Ukraine.

Putins Antwort

Jetzt wurde der neuen Plan dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vorgelegt.

Seine Antwort fiel kurz aus: Er lehnte den Plan ab. Was genau in dem neuen Papier steht, ist nicht öffentlich bekannt. Trotzdem zeigt Putins schnelle Reaktion, dass Russland offenbar nicht mehr alles bekommt, was es fordert.

Zwar sprechen die Beteiligten weiter miteinander, und es soll noch mehr Treffen geben. Doch nach einem raschen Frieden sieht es im Moment nicht aus. Solange es keine Einigung gibt, geht der Krieg in der Ukraine weiter.


In dieser Stadt ist man von Affen umgeben

In dieser Stadt ist man von Affen umgeben

Lopburi ist die Stadt der Affen. Diese Tiere sind überall herum. Das nervt die Bewohner manchmal, zieht aber viele Besucher an. Die Affen haben sogar ihr eigenes Fest.

Diese Stadt gehört den Affen
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Die Stadt Lopburi in Thailand (Land in Asien) könnte fast als eine ganz normale Stadt durchgehen. Wären da nicht die Affen, die regelmäßig für Aufregung sorgen. Dabei handelt es sich aber nicht um zwei oder drei Affen. Experten schätzen, dass über 6.000 Affen in der Stadt leben. Darum sagt man auch „Stadt der Affen“ dazu.

Die Affen von Lopburi

In der Stadt treiben sich sogenannte Langschwanz-Makaken herum. Die Tiere leben in fast ganz Südostasien. Dazu gehören unter anderem Thailand und die Philippinen.

Die Affen werden bis zu 55 Zentimeter groß. Ihr Schwanz ist etwa 65 Zentimeter lang. Daher stammt der Name der Tiere. Ihr Fell ist grau, graubraun oder rotbraun. Die Tiere fressen alles. Egal, ob Obst, Blätter, Fisch oder Insekten, die Affen greifen einfach überall zu.

Freche Diebe

Dem Namen „Stadt der Affen“ werden die Tiere gerecht. Sie sitzen auf Autos, Bussen oder Stromleitungen. Manchmal streiten sie laut, laufen herum und stehlen Essen. Auch der Tempel der Stadt wird von den Affen belagert.

Die Bewohner haben sich zwar an die Tiere gewöhnt, aber sie können trotzdem Probleme machen. Zum Beispiel wenn sie Chaos verursachen oder Sachen kaputtmachen. Manche laufen sogar in Wohnungen rein.

Man könnte meinen, die Affen seien süß und schüchtern, aber das ist nicht so. Die Tiere haben keine Angst vor Menschen. Das liegt daran, dass sie es gewohnt sind, von ihnen Essen zu bekommen.

Manchmal springen die Tiere einen an oder klettern auf die Schultern. Wertvolle Gegenstände wie Handy oder Geldtasche müssen gut versteckt werden. Die Tiere stehlen sie gerne und verstecken sie. Am Eingang des Tempels bekommen Besucher sogar einen Bambusstock. So können sie die Affen auf Abstand halten.

Fest für die Affen

Obwohl die Tiere nicht immer für Freude sorgen, wird jedes Jahr das Affenfest gefeiert. Es findet immer Ende November statt. Den Affen wird dabei ganz viel Essen hingestellt. Sie bekommen Obst, Gemüse und Süßigkeiten. Die Menschen schenken den Affen das Essen, um ihnen zu danken. Denn sie sind ein Grund, warum so viele Besucher in die Stadt kommen.

Die Affen sorgen zwar für viel Besuch, nur gut ist das aber nicht. Die Besucher geben den Tieren viel zu Essen. Oft sind das Sachen, die nicht gut für die Tiere sind. Das kann sie krank machen.

Ein magisches Spiel der Lichter

Ein magisches Spiel der Lichter

Lichtsäulen am Nachthimmel. In Kärnten konnte man vor Kurzem ein besonderes Wetterphänomen beobachten. Das steckt dahinter.

Lichtsäulen sieht man vor allem in sehr kalten Regionen
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Helle Säulen tanzen am dunklen Nachthimmel, als würden sie schweben. In Kärnten gab es vor Kurzem dieses seltene Naturschauspiel zu sehen: leuchtende Lichtsäulen.

Ein Ehepaar hatte Glück. Als sie abends mit ihrem Hund draußen waren, entdeckten sie plötzlich die geheimnisvollen Säulen am Himmel. Mehr als eine halbe Stunde lang konnten sie das Spektakel beobachten. Dahinter steckt ein besonderes Wetter-Phänomen.

So entstehen die Säulen

Eine Lichtsäule entsteht, wenn es sehr kalt ist und viele kleine Eiskristalle in der Luft sind. Diese Eiskristalle können Licht spiegeln. Wenn Licht auf die Kristalle trifft, wird es von ihnen zurückgeworfen. Das nennt man reflektieren. Das sieht dann wie lange Säulen am Himmel aus.

Vor allem künstliches Licht, zum Beispiel das von Straßenlaternen, kann besonders hohe Lichtsäulen erzeugen. Sonnenschein oder Mondlicht lassen Säulen oft kleiner aussehen.

Hier kann man Lichtsäulen finden

Lichtsäulen sieht man vor allem in sehr kalten Regionen. Zum Beispiel nahe der Arktis. Arktis nennt man das Gebiet um den Nordpol. Sie können aber auch in anderen Ländern auftauchen. Dafür muss der Himmel klar und sehr kalt sein. In Europa sind Lichtsäulen eher etwas Besonderes. Man sieht sie nicht so oft.

Genau hinschauen

Um die Lichtsäulen zu sehen, muss man ganz genau hinschauen. Denn die Lichtsäulen leuchteten schwach und nicht lange. Am besten kann man die Säulen in kalten Nächten sehen. Ein klarer Himmel ist wichtig. Wolken oder Nebel können das Spektakel verdecken.

Der Abstand zwischen den Säulen und dem Beobachter muss auch genau stimmen. Sonst sieht man das Schauspiel vielleicht nicht. Die Säulen können verschiedene Farben haben. Über Straßenlaternen sind sie oft orange. Das liegt daran, weil viele Laternen ein warmes, orangefarbenes Licht ausstrahlen. Sie können aber auch weiß sein.

Mehr Wunder am Himmel

Doch der Himmel hat noch mehr zu bieten als Säulen. Ein Halo ist ein bunter, heller Lichtkreis oder -bogen. Er leuchtet um die Sonne herum. Vielleicht hast du auch schon einmal von Polarlichtern gehört? Sie kommen oft in Finnland oder Norwegen vor. Sie leuchten am Himmel rot, violett oder grün.

WM: Österreichs U-17-Team holt Silber

WM: Österreichs U-17-Team holt Silber

Acht Tore und damit bester Spieler bei diesem Turnier: Diesen Titel nimmt der österreichische Spieler Johannes Moser mit nach Hause.

Das U17-Team holte sich bei der WM in Katar den zweiten Platz
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Sieben Spiele mit sieben Siegen: Die Hoffnung war groß, dass die österreichische U17-Fußballmannschaft bei der WM in Katar (ein kleines Land am Persischen Golf) mit dem Sieger-Pokal nach Hause kommt. Leider verlor das Team gegen Portugal im Finale dann mit 1:0. Es war ein knappes und spannendes Spiel.

Auch wenn die Spieler im ersten Moment natürlich traurig über dieses Ergebnis waren, stolz auf ihre Leistung können die jungen Sportler und den Titel „Vize-Weltmeister“ dennoch sein.

So weit kam Österreich noch nie

So weit kam ein Nachwuchs-Team aus Österreich nämlich noch nie. Bisher war der größte Erfolg ein vierter Platz bei der U20-WM im Jahr 2007. Nun hat die U17 das noch übertroffen: Platz zwei bei einer Weltmeisterschaft!

„Ich bin extrem stolz auf die Mannschaft“, sagte Kapitän Jakob Pokorny. Trainer Hermann Stadler war begeistert: „Sie hat Unglaubliches geleistet.“

Torschützen-König aus Österreich

Ein besonderer Star war Johannes Moser. Der 17-jährige Klagenfurter wurde mit acht Toren Torschützen-König des Turniers. Das bedeutet: Kein anderer Spieler hat bei dieser WM so viele Tore geschossen wie er.

Die Chancen, dass der eine oder andere Spieler nach dieser WM auch in die Profiliga aufsteigt, sind mit dieser Leistung auf jeden Fall gestiegen.
Ein großartiger Moment auch für den österreichischen Fußball,  nachdem sich das A-Nationalteam vor Kurzem nach 28 Jahren wieder für die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko qualifiziert hat.


Pippi Langstrumpf ist seit 80 Jahren ein Star

Pippi Langstrumpf ist seit 80 Jahren ein Star

Frech, mutig und eine echte Heldin: 1945 erschien in Schweden das erste Buch über Pippi Langstrumpf. Wie die berühmte Schriftstellerin Astrid Lindgren ihre Geschichte erfunden hat.

Pippi Langstrumpf mit ihren besten Freunden Tommy und Annika
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Wer kennt Pippi Langstrumpf nicht? Das freche Mädchen aus Schweden mit den roten Zöpfen, das allein in ihrer kunterbunten Villa lebt. Ohne Eltern, aber dafür mit einem Pferd namens Kleiner Onkel und einem Affen namens Herr Nilsson. Vor genau 80 Jahren erschien das erste Pippi-Langstrumpf-Buch.

Die Erfinderin der Geschichte über Pippi Langstrumpf ist die berühmte Schriftstellerin Astrid Lindgren. Sie hat unter anderem auch „Michel aus Lönneberga“, „Wir Kinder aus Bullerbü“ und „Ronja Räubertochter“ geschrieben.

Eine Gute-Nacht-Geschichte

Die Geschichte über Pippi dachte sich Astrid Lindgren eigentlich als Gute-Nacht-Geschichte für ihre Tochter aus. Das war im Jahr 1941. Ihre Tochter Karin war damals sieben Jahre alt und lag mit einer Lungenentzündung im Bett.

Wie so oft bat sie ihre Mama, ihr eine Geschichte zu erzählen. Und als die Mutter fragte, welche Geschichte Karin denn gerne hören würde, überlegte das Mädchen kurz, dachte sich einen Namen aus und sagte dann: „Erzähl mir von Pippi Langstrumpf.“

 Wilde Abenteuer

Astrid dachte sich an diesem Abend und an vielen weiteren Abenden danach Geschichten rund um das starke, rothaarige Mädchen aus. Denn Karin wollte von nun an nur Pippi-Geschichten hören. Also begann Astrid Lindgren, über ein wildes Mädchen mit Zöpfen zu erzählen, von ihren unglaublichen Abenteuern und ihrem Mut.

Die roten Haare und die Sommersprossen schaute sich Lindgren bei einer Schulfreundin ihrer Tochter ab. Dieses  Mädchen war auf Festen immer am wildesten. Ein Pferd auf der Veranda, das keinen Stall hat? Das gab es wirklich, und zwar bei den Nachbarn in der Nähe des Sommerhauses der Familie Lindgren.

So ist Pippi

Pippi ist neun Jahre alt. Ihr ganzer Name ist Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf. Pippi lügt manchmal, dass sich die Balken biegen. Wenn es sein muss, prügelt sie sich auch. In die Schule geht sie nicht, denn von „Plutimikation“ und anderen Dingen hält sie nicht viel.

Vom Erzählen zum Aufschreiben

Anfang 1944 rutschte Astrid Lindgren auf einem eisglatten Gehweg in Stockholm aus. Sie verstauchte sich den Knöchel und musste im Bett bleiben. Um sich die Zeit zu vertreiben, schrieb sie die Pippi-Geschichten auf. Sie wollte sie ihrer Tochter zum zehnten Geburtstag schenken.

Ein Jahr später schickte Astrid das Manuskript an einen Stockholmer Verlag. Es war ein Preisausschreiben. Lindgrens Geschichte landete auf dem ersten Platz. Kurz nach Kriegsende 1945, also vor 80 Jahren erschien in Schweden das erste Buch über Pippi Langstrumpf.

Nicht alle waren begeistert

Die meisten Menschen waren von der Geschichte über das rothaarige, freche Mädchen begeistert. Doch nicht alle. Einige Lehrerinnen und Lehrer fanden Pippi zu wild. Sie meinten, Kinder könnten sich schlechte Dinge von Pippi abschauen. Aber das Buch wurde trotzdem ein Riesenerfolg. Astrid Lindgren schrieb zwei weitere Pippi-Bücher.

Bis heute erfolgreich

Heute sind die Pippi-Bücher in 80 Sprachen übersetzt und mehrfach verfilmt. Kinder auf der ganzen Welt kennen das rothaarige Mädchen. Und das alles begann mit einer Geschichte für ein krankes Mädchen

Was die Klimakonferenz tatsächlich gebracht hat

Was die Klimakonferenz tatsächlich gebracht hat

Zwei Wochen lang wurde in Brasilien beraten, wie man den Klimawandel ausbremsen könnte. Klimaschützerinnen und Klimaschützer sind vom Ergebnis enttäuscht.

Viele indigene Völker waren bei der Klimakonferenz dabei. Sie haben gefordert, dass mehr für den Schutz des Regenwaldes getan wird.
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Die große Klimakonferenz COP30 in Belém (Brasilien) ist zu Ende gegangen. Die meisten Leute, die dort teilgenommen haben, sind wieder abgereist. Wie immer gibt es einen gemeinsamen Bericht, in dem steht, was gemacht werden soll, um das Klima zu schützen.

Doch in dem Bericht von Belém steht nicht das, was sich viele Umweltschützerinnen und Umweltschützer erwartet hatten.

Was fehlt

Das Wort „fossil“ kommt im ganzen Bericht nicht ein einziges Mal vor. Dabei geht es genau darum: Öl, Gas und Kohle sind fossile Brennstoffe. Wenn sie verbrannt werden, entsteht das Gas Kohlendioxid (CO₂). Dieses Gas heizt die Erde auf.

Auf der Klimakonferenz vor zwei Jahren hatten sich alle Länder noch darauf geeinigt, langsam aus den fossilen Brennstoffen auszusteigen. Dieses Mal gibt es nicht einmal einen Plan dafür.

Was beschlossen wurde

Im Bericht wird viel über das 1,5-Grad-Ziel gesprochen. Das bedeutet: Die Erde soll sich nicht mehr als 1,5 Grad erwärmen.

Warum ist das so wichtig? Weil man inzwischen weiß, dass sonst noch mehr Gletscher und Eisflächen schmelzen werden, damit würde der Meeresspiegel weiter ansteigen. Und es würde noch mehr Dürren und Überschwemmungen geben.

Alle Länder sollen ihre Klimaziele verbessern, heißt es im Bericht. Aber sie werden nur dazu „ermutigt“. Das heißt: Kein Land ist wirklich verpflichtet, seine Ziele zu verschärfen.

Mehr Geld für arme Länder

Ärmere Länder leiden am stärksten unter dem Klimawandel, obwohl sie am wenigsten dazu beigetragen haben. Sie sollen mehr Unterstützung bekommen. Die Hilfe soll künftig dreimal so hoch sein wie jetzt.

Allerdings haben sich die Länder nicht geeinigt, von welchem Betrag aus sie rechnen. Das ist so, als würde dir jemand sagen: „Du bekommst dreimal so viel Taschengeld.“ Aber es wird nicht verraten, wie viel Taschengeld du bisher bekommen hast. Deshalb wissen diese Länder auch nicht, wie viel Geld sie am Ende wirklich bekommen werden.

Mehr Mitsprache 

Viele Vertreterinnen und Vertreter indigener Völker waren bei der Konferenz dabei. Das sind Gemeinschaften, die seit sehr langer Zeit im Regenwald leben. Der Klimawandel und die Zerstörung des Regenwaldes bedrohen direkt ihr Leben und ihr Zuhause. Deshalb haben sie gefordert, mehr mitreden zu dürfen, wenn es um den Schutz des Waldes geht.

Auf dieser Konferenz wurde beschlossen: Die Rechte dieser Völker sollen besser geschützt werden, und sie sollen mitentscheiden, wenn es um ihre Heimat geht.

Einen Fortschritt gibt es aber doch: Menschen, die wegen des Klimaschutzes ihren Job verlieren, sollen Unterstützung bekommen. Wenn zum Beispiel ein Kohlekraftwerk geschlossen wird, brauchen die Arbeiterinnen und Arbeiter dort Hilfe für einen neuen Job.

Große Enttäuschung

Viele Klimaschützerinnen und Klimaschützer sind enttäuscht. Für sie zeigt das Ergebnis der Konferenz: Viele Politikerinnen und Politiker scheinen immer noch nicht zu begreifen, wie groß das Problem des Klimawandels wirklich ist.