Immer mehr Länder planen Social-Media-Verbot für Kinder

Immer mehr Länder planen Social-Media-Verbot für Kinder

TikTok, Instagram und Snapchat sollen erst ab einem bestimmten Alter erlaubt sein. Viele Länder planen gerade solche Gesetze. Doch damit sollen nicht die Kinder bestraft werden.

In Australien wurde am 10. Dezember 2025 ein neues Gesetz eingeführt: Seither dürfen Jugendliche erst ab 16 Jahren soziale Medien nutzen
Imago

Australien hat den Anfang gemacht. Seit Dezember 2025 dürfen Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dort keine eigenen Konten mehr auf Instagram, TikTok, Snapchat, Facebook, YouTube oder X haben.

Inzwischen führen weitere Länder Verbote oder strenge Regeln ein. In Indonesien, Malaysia, der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten gelten bereits neue Vorschriften. Großbritannien plant eine Altersgrenze für alle unter 16 Jahren. Sie soll ab 2027 kommen. Frankreich, Spanien, Dänemark, Norwegen, Griechenland, Polen und Slowenien bereiten ähnliche Schritte vor.

Auch in Österreich arbeiten Politikerinnen und Politiker an einem Gesetz, das Social Media für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren verbieten soll.

Bessere Kontrollen

Doch bei diesen Gesetzen geht es nicht darum, Kinder und Jugendliche zu bestrafen. Damit sollen vor allem die Firmen hinter Instagram, TikTok oder Snapchat gezwungen werden, bessere Kontrollen einzuführen. Sie müssen künftig besser prüfen, wie alt Nutzerinnen und Nutzer sind. Können Kinder trotzdem zu früh ein Konto eröffnen, drohen den Unternehmen Geldstrafen über mehrere Millionen Euro.

Zu viel Druck

Fachleute warnen schon länger vor den Folgen von sozialen Medien für Kinder und Jugendliche. Gemeint sind nicht nur schlimme Videos. Problematisch können ständiges Scrollen, Schönheitsdruck, Hass-Nachrichten und Apps sein, die einen möglichst lange festhalten. Das kann Schlaf, Konzentration und Stimmung belasten. Für Kinder ist das besonders schwierig, weil sie mit all dem, was sie auf diesen Medien sehen, erst richtig umgehen lernen müssen.

Nicht nur schlecht

Für viele Jugendliche ist Social Media aber auch wichtig. Sie schreiben dort mit Freundinnen und Freunden, schauen lustige Videos, holen sich Tipps oder fühlen sich weniger allein. Deshalb ist das Thema so schwierig. Ein Verbot klingt einfach. In Wirklichkeit ist es komplizierter.

Umfrage in der EU

Das zeigt eine neue Umfrage der Europäischen Union (EU). Viele Kinder und Jugendliche sehen Social Media positiver als ihre Eltern. Fast die Hälfte der befragten 13- bis 18-Jährigen glaubt, dass soziale Netzwerke ihnen eher guttun. Die meisten Eltern sehen stattdessen viel öfter die Gefahren der sozialen Medien als die Jugendlichen selbst.

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