Warum der April macht, was er will

Warum der April macht, was er will

Regen, Sonne, Hagel und dazwischen sogar ein paar Schneeflocken: Warum das Wetter ausgerechnet im April oft verrücktspielt.

Regen, Sonnenschein, Schnee … Das ist Aprilwetter
Regen, Sonnenschein, Schnee … Das ist Aprilwetter
Imago/Shotshop

Sonne beim Aufstehen, Schnee auf dem Schulweg und Regen am Nachmittag: Der April zeigt, was Wetter alles kann. Kein anderer Monat wechselt so oft seine Stimmung wie dieser. Woran das liegt?

Der April liegt genau zwischen Winter und Sommer. Die Sonne gewinnt wieder an Kraft. Sie erwärmt die Erde und die Luft darüber. Aber der Winter hat noch nicht ganz aufgegeben. Aus dem Norden kommt oft noch kalte Luft nach Europa.

Warm trifft auf kalt

Wenn warme und kalte Luft aufeinandertreffen, passiert in der sogenannten Atmosphäre (sprich: atmosfere) eine Menge. Die Atmosphäre ist die Lufthülle, die die Erde umgibt. Die warme Luft ist leichter und steigt nach oben. Dort ist es kälter, also kühlt sie ab. Dabei entstehen Wolken. Aus diesen Wolken kann es regnen, schneien oder sogar hageln. Nach kurzer Zeit reißt die Wolkendecke wieder auf und die Sonne lacht wieder vom Himmel.

Wenn die Luft wackelt

Meteorologinnen und Meteorologen kennen sich mit dem Wetter besonders gut aus. Sie nennen es „labile Schichtung“. Damit ist gemeint, dass die Luft unten warm und oben kalt ist. Diese Mischung macht die Atmosphäre „labil“. Die Luft steigt auf, sinkt ab und vermischt sich. So entstehen Schauer und Gewitter. Manchmal dauert das nur wenige Minuten. Deshalb kann das Wetter im April so oft und so schnell wechseln.

Nicht nur bei uns

Aprilwetter gibt es nicht nur bei uns. Auch in Deutschland, der Schweiz und Südtirol kennt man diese Wetterlaunen. In England sagt man zum Beispiel: „Aprilregen bringt Maiblumen.“ Damit meinen die Menschen, dass der Regen im April wichtig ist, damit es im Mai wieder grünt und blüht.

Alte Sprüche

Schon früher haben die Menschen den Himmel genau beobachtet. Sie mussten wissen, wann sie pflanzen, ernten oder Heu einbringen konnten. Aus ihren Erfahrungen sind Bauernregeln entstanden. Eine bekannte lautet: „Der April macht, was er will.“ Oder: „Regen im April – jeder Bauer will!“ Denn der Regen im Frühling hilft den Pflanzen zu wachsen.

Ist der April also wirklich verrückt? Nein, er ist nicht verrückt, sondern einfach in Bewegung. Der Winter geht, der Sommer kommt. Und dazwischen herrscht ein bisschen Wetterchaos.

Du möchtest wissen, was der April sonst noch zu bieten hat? Auf jeden Fall Aprilscherze (1. April) – wir haben ein paar für euch gesammelt.

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