97. Oscars in Hollywood: Das sind die Gewinner

97. Oscars in Hollywood: Das sind die Gewinner

Der begehrte Filmpreis wurde wieder vergeben: Der Film „Anora“ hat abgeräumt, obwohl er gar nicht so viel gekostet hat.

Eine der vielen Gewinnerinnen des Abends: Mikey Madison
Imago

Jede Schauspielerin träumt davon, einmal im Leben bei den Oscars zu gewinnen. Der Preis ist die wohl höchste Auszeichnung im Filmgeschäft. Am 2. März wurde der Filmpreis zum 97. Mal vergeben. Viele Stars waren bei der Verleihung in Los Angeles (sprich: los äntscheles) in den USA dabei.

Wer hat gewonnen?

Der große Gewinner des Abends ist der Film „Anora“ von Sean Baker. Er ist Regisseur, Drehbuchautor und Produzent aus den USA. Der Film ist eine Komödie und gewann Oscars in fünf verschiedenen Kategorien. „Anora“ wurde als „Bester Film“ ausgezeichnet, das ist der wichtigste Preis bei den Oscars. Außerdem erhielt der Film Oscars in den Kategorien „Beste Regie“, „Bestes Original-Drehbuch“ und „Bester Schnitt“. Eine Besonderheit: Der Film hat nur sechs Millionen US-Dollar gekostet. Das sind etwa 5,7 Millionen Euro, also sehr viel Geld. Filme in Hollywood kosten im Vergleich dazu aber meistens sehr viel mehr Geld.

Zudem wurde Mikey Madison zur „Besten Hauptdarstellerin“ gekürt. Sie spielt die Hauptrolle in „Anora“. Mikey Madison ist erst 25 Jahre alt und Schauspielerin aus den USA. Sie war davor unter anderem in „Better Things“ und in „Once Upon a Time in Hollywood“ zu sehen. Als Favoritin für den Preis in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ galt Demi Moore. Sie ging allerdings leer aus.

Die Schauspieler Billy Crystal und Meg Ryan (ganz links und ganz rechts) mit den Siegern von Anora: Sean Baker, Samantha Quinn und Alex Coco
Die Schauspieler Billy Crystal und Meg Ryan (ganz links und ganz rechts) mit den Siegern von Anora: Sean Baker, Samantha Quinn und Alex Coco

Als „Bester Hauptdarsteller“ wurde Adrien Brody für seine Rolle in „Der Brutalist“ ausgezeichnet. Adrien Brody hat bereits 2003 einen Oscar erhalten – damals für seine Leistung in „Der Pianist“. Er darf sich also schon zum zweiten Mal über die Auszeichnung freuen.

Zur „Besten Nebendarstellerin“ wurde Zoe Saldaña gekürt. Sie überzeugte mit ihrer Rolle im Film „Emilia Pérez“. Zoe Saldaña kennen auch viele, weil sie zum Beispiel in der „Avatar“-Filmreihe mitgespielt hat. Den Oscar als „Bester Nebendarsteller“ durfte Kieran Culkin entgegennehmen. Er erhielt den Preis für seine Arbeit in „A Real Pain“. Er ist übrigens der Bruder von Macaulay Culkin, der vor allem durch die Filme „Kevin – Allein zu Haus“ und „Kevin – Allein in New York“ bekannt ist.

Dank an Feuerwehrkräfte

Die Verleihung der Oscars fand in Los Angeles statt. Das liegt in Kalifornien, wo Anfang des Jahres sehr schwere Waldbrände wüteten. Tausende Feuerwehrleute waren damals Tag und Nacht im Einsatz. Die Verleihung der Oscars wurde deshalb auch genutzt, um den Feuerwehrleuten zu danken. Ein paar von ihnen wurden auf die Bühne geholt – für sie gab es sehr viel Applaus. „Im Namen aller Menschen im Großraum Los Angeles danke ich Ihnen für alles, was Sie tun“, sagte Conan O’Brien. Er moderierte die Verleihung der Oscars.

Auch Feuerwehrleute aus Los Angeles wurden am roten Teppich empfangen
Auch Feuerwehrleute aus Los Angeles wurden am roten Teppich empfangen

Die Gewinner im Überblick

Bester Film: „Anora“

Bester internationaler Film: „Für immer hier“ (Brasilien)

Beste Regie: Sean Baker für „Anora“

Beste Hauptdarstellerin: Mikey Madison für „Anora“

Bester Hauptdarsteller: Adrien Brody in „Der Brutalist“

Beste Nebendarstellerin: Zoe Saldaña in „Emilia Pérez“

Bester Nebendarsteller: Kieran Culkin in „A Real Pain“

Beste Kamera: Laurie Crawley mit „Der Brutalist“

Bester Schnitt: Sean Baker mit „Anora“

Bester Ton: Gareth John, Richard King, Ron Bartlett, Doug Hemphill mit „Dune – Part Two“

Bestes Originaldrehbuch: „Anora“ von Sean Baker

Bestes adaptiertes Drehbuch: „Konklave“ von Peter Straughan

 

Beste Musik: Daniel Blumenberg in „Der Brutalist“

Bester Song: Chansonnière Camille und Clément Ducol für „El Mal“ in „Emilia Pérez“

Bester Animationsfilm: „Flow“ von Gints Zilbalodi

Bester Dokumentarfilm: „No Other Land“ von Yuval Abraham, Basel Adra, Rachel Szor und Hamdan Ballal

Möchtest du etwas über die Waldbrände in Kalifornien wissen? Hier kannst du es nachlesen.

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