500 Tage allein in einer Höhle

Song Contest: Ein schrill-schräges Wettsingen

Der Eurovision Song Contest geht diese Woche in die 68. Runde. Welches Lied das beste sein wird, wissen wir noch nicht. Warum dieser Gesangswettbewerb so beliebt ist, hingegen schon.

Loreen aus Schweden hat den Song Contest 2023 gewonnen
Loreen aus Schweden hat den Song Contest 2023 gewonnen
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Kaleen geht heuer für Österreich an den Start
Kaleen geht heuer für Österreich an den Start
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Auf Kaleen kommt Großes zu. Denn die Sängerin wird Österreich beim sogenannten Eurovision Song Contest vertreten. Dabei handelt es sich um den größten Gesangswettbewerb der Welt. Heuer findet er vom 7. bis zum 11. Mai in Schweden statt.

Es wird bunt, es wird glitzernd, es wird wieder aufregend: Beim Song Contest mitzufiebern, macht vielen Menschen großen Spaß – und das bereits seit vielen Jahren.

Wer hat’s erfunden?

Für diese Geschichte machen wir eine Zeitreise zurück in das Jahr 1956 – also 68 Jahre in die Vergangenheit. Denn zu dieser Zeit fand in der Schweiz der erste Song Contest statt. Freilich war diese Veranstaltung damals wesentlich kleiner als heute. Während 2024 insgesamt 37 Länder an den Start gehen, waren es damals gerade einmal sieben.

Und noch eine ganz andere Sache unterscheidet sich. Während heute die allermeisten gebannt vor dem Fernseher sitzen, taten das früher die wenigsten. Denn damals besaßen nur wenige Menschen so ein Gerät. Doch genau das wollten die Veranstalter vom Song Contest ändern. Das Wettsingen, so die Hoffnung, soll Lust aufs Fernsehen machen. Man kann also sagen, dass die Sendung damals so etwas wie Werbung war. Aber nicht nur. Es ging auch darum, Länder durch Musik und Unterhaltung zusammenzubringen.

Die erste ESC-Siegerin: die Schweizerin Lys Assia (Imago)

Teure Sache

Die Bedeutung des Song Contests hat sich über die Jahre stark verändert. Heute handelt es sich dabei um ein riesiges Spektakel. Bis zu 200 Millionen Menschen sehen sich die Sendung jedes Jahr an.

Das Land, das gewinnt, ist Gastgeber für den Song Contest im nächsten Jahr. So ein Wettsingen zu veranstalten, kostet allerdings viel Geld. Das können oder wollen sich manche Länder nicht leisten. Dann geben sie das Gastgeberrecht an andere Länder weiter. Großbritannien ist zum Beispiel schon mehrmals für andere Länder eingesprungen. Und Österreich? Österreich war beim Song Contest bisher mäßig erfolgreich. Wir haben erst zweimal gewonnen. Einmal mit Udo Jürgens im Jahr 1966. Und ein zweites Mal mit Conchita (sprich: kontschita) im Jahr 2014.

In Erinnerung bleiben

Der Song Contest sorgt immer wieder für unvergessliche Momente. Manchmal wird viel gelacht, ein anderes Mal muss man sich wundern. Seit 1999 muss man beim Song Contest etwa nicht mehr in der Landessprache singen. Eine Gruppe aus Belgien hat das ausgenutzt. Sie ist 2003 mit einem Lied angetreten, das in einer Fantasiesprache gesungen wurde.

Zum Fürchten waren hingegen die Mitglieder der finnischen Rockband Lordi. Sie traten nämlich als Monster auf – und holten überraschend den Sieg.

Sehr gruselig: die Band Lordi (Imago)