So entstehen Erdbeben

So entstehen Erdbeben

In Haiti gab es ein schlimmes Erdbeben. Warum es gerade dort zu heftigen Erdstößen kommt.

Manche Gebiete auf der Erde sind besonders häufig von Erdbeben betroffen
Foto: Adobe Stock

Am Samstag ist in Haiti etwas passiert, wovor sich viele Menschen gefürchtet haben. Die Erde hat wieder gebebt. Wir haben berichtet. Lies mehr dazu hier! Bei dem Erdbeben wurden Häuser zum Einsturz gebracht und Menschen unter den Trümmern begraben. Es gab auch viele Todesopfer. Dass ausgerechnet in Haiti die Erde bebte, ist aber kein Zufall. Denn Haiti liegt am Rande einer großen tektonischen Platte, genauer gesagt der Karibischen Platte. In Ländern, die dort liegen, ist die Gefahr viel größer, dass es zu einem Erdbeben kommt.
Die Karibische Platte bilde eine Art „Knautschzone“ zwischen vier anderen tektonischen Platten, die noch um einiges größer sind, erklärt ein Experte. Durch das Erdbeben wurde die Karibische Platte um etwa eineinhalb Meter auf die Seite versetzt.

DIE ERDE: Die Erde ist wie eine Zwiebel aufgebaut. In der Mitte befindet sich der feste innere Erdkern (1). Der äußere Erdkern (2) ist flüssig. Darüber liegt der Erdmantel (3). Die Erdkruste (4) ist die letzte Schicht. Auf ihr leben wir.

PLATTEN: Die Erdkruste setzt sich wie ein Puzzle (sprich: passl) aus riesigen Platten zusammen, die sich ständig bewegen. Dadurch entstehen Spannungen. Wenn die Erdkruste diesen Spannungen nicht mehr standhalten kann, kommt es zu einem Erdbeben.

 

Kaum zu glauben

Ein heftiges Beben in Chile (das liegt in Südamerika) hat 2010 laut der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa sogar die Erdachse um acht Zentimeter verschoben. Stell dir eine Linie vor, die vom Nordpol zum Südpol mitten durch die Erde geht, um diese Linie herum dreht sich die Erde. Diese gedachte Linie ist die Erdachse. Dadurch, dass sich diese Achse verschoben hat, dreht sich die Erde nun ein ganz klein wenig schneller und deshalb hat sich die Länge eines Tages verkürzt. Die Erde braucht jetzt um 1,26 Mikrosekunden weniger für eine komplette Umdrehung und ein Tag ist deshalb um 1,26 Mikrosekunden kürzer. Uns fällt das nicht auf, denn das ist eine sehr kurze Zeitspanne. Eine Mikrosekunde ist der millionste Teil einer Sekunde.

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