Jetstreams: Winde, die Wetter machen

Jetstreams: Winde, die Wetter machen

Was Winde in mehreren Kilometern Höhe mit dem Wetter auf der Erde zu tun haben.

Der Klimawandel bringt mehr Hitzewellen
Foto: Adobe Stock

In mehreren Teilen Europas ist es seit vielen Wochen sehr heiß. Betroffen sind vor allem Spanien, Portugal, Frankreich und auch Italien. Dort werden Temperaturen um die 40 Grad gemessen. Die Folgen sind schlimm. Das Wasser wird knapp. Ernten vertrocknen auf den Feldern. Wälder fangen Feuer und Menschen werden krank.

Sogenannte Hitzewellen hat es schon immer gegeben. Wegen des Klimawandels werden sie aber immer häufiger. Und sie dauern länger an. Vor allem Europa ist immer stärker von Hitzewellen betroffen, und zwar drei- bis viermal stärker als andere Teile der Erde. Das hat auch mit besonderen Winden zu tun, den sogenannten Jetstreams (sprich: tschet-strihms).

Was ist der Jetstream?

Insgesamt gibt es vier Jetstreams, je zwei auf der Nord- und zwei auf der Südhalbkugel der Erde. Ein Jetstream ist eine Art Windband, das sich rund um die Erde spannt. Diese vier Windbänder befinden sich in einer Höhe von etwa 8 bis 12 Kilometern. Sie wehen immer von Westen in Richtung Osten.

Normalerweise sind diese Winde sehr stark, etwa viermal so stark wie der stärkste Sturm, den du dir vorstellen kannst. Die Windbänder entstehen dort, wo warme Luft aus dem Süden und kalte Luft aus dem Norden zusammentreffen. Weil es im Norden wegen des Klimawandels immer wärmer wird, wird der Jetstream insgesamt langsamer. Und das hat Folgen: Es bedeutet nämlich, dass ein Tief (also Schlechtwetter) länger über einem Gebiet bleibt. Es regnet also auch länger. Aber: Auch ein Hoch (Schönwetter) kann länger verharren. Das kann etwa zu wochenlangen Regenpausen, zu Hitzewellen und in der Folge zu Trockenheit und Dürre führen.