Die Eisheiligen sind da!
Das Wochenende war herrlich warm. Und jetzt: Regen, Wind, frische Temperaturen. Aber das ist kein Zufall. Denn jetzt sind die Eisheiligen da.
Am Wochenende waren viele Leute schon auf Sommer eingestellt. In den Parks lagen Menschen in der Sonne, vor den Eisdielen standen die Leute Schlange. Und jetzt? Regen, Wind und kühle Luft. Als hätte jemand den Sommer kurz wieder ausgeschaltet. Was da los ist? Die Eisheiligen sind da.
Fünf Namen, fünf kühle Tage
Die Eisheiligen sind aber keine Eismonster mit Zapfen an der Nase. Es sind fünf Heilige, deren Namenstage im Mai liegen.
Mamertus ist am 11. Mai dran. Danach kommen Pankratius am 12. Mai, Servatius am 13. Mai und Bonifatius am 14. Mai. Am 15. Mai folgt Sophia. Sie hat den besten Spitznamen von allen. Man nennt sie die Kalte Sophie.
Warum heißen sie so?
Früher beobachteten Bäuerinnen und Bauern das Wetter sehr genau. Sie merkten, dass es Mitte Mai immer wieder noch einmal kalt werden kann. Manchmal wurde es in der Nacht sogar so kalt, dass junge Pflanzen erfroren.
Diese kalten Tage kamen oft rund um die Namenstage dieser Heiligen. Deshalb bekamen sie den Namen Eisheilige.
Ganz genau hält sich das Wetter aber nicht an den Kalender. Manchmal kommt die Kälte früher, manchmal später, manchmal gar nicht. Eine alte Wetterregel ist eben keine Wetter-Garantie.
Warum ist das wichtig?
Für den Garten kann eine kalte Nacht viel kaputt machen. Tomaten, Gurken und Paprika mögen Wärme. Frost mögen sie gar nicht.
Wer solche Pflanzen zu früh ins Freie setzt, hat Pech, wenn es nachts noch einmal friert. Dann können Blätter schlapp werden oder die ganze Pflanze geht ein.
Darum warten viele Gärtnerinnen und Gärtner bis nach der Kalten Sophie. Erst dann kommen empfindliche Pflanzen sicherer ins Beet oder auf den Balkon.
Was sagen die alten Regeln?
Eine bekannte Bauernregel lautet.
Pankrazi, Servazi und Bonifazi sind drei frostige Bazi.
Das klingt fast lustig. Für die Felder war es aber gar nicht lustig, wenn Frost kam.
Auch über die Kalte Sophie gibt es einen Spruch.
Vor Nachtfrost du nie sicher bist, bis Sophie vorüber ist.
Das bedeutet einfach. Erst nach dem 15. Mai wird es für empfindliche Pflanzen meistens sicherer.
Und heute?
Heute ist Montag, der 11. Mai. Genau zum Start der Eisheiligen wird es in vielen Teilen Österreichs wieder kühler und unbeständiger. Das warme Wochenende ist vorbei, also Regenjacke anziehen und die Sonnenbrille wieder kurz wegpacken.
Wer also draußen steht und friert, obwohl eben noch fast Sommer war, kennt jetzt den Grund. Mamertus hat begonnen. Vier Tage später kommt die Kalte Sophie.
Und danach darf der Sommer zeigen, ob er schon bereit ist.
Was ist Frost?
Frost bedeutet, dass die Temperatur unter 0 Grad sinkt. Dann kann Wasser gefrieren. Für junge Pflanzen ist das gefährlich, weil ihre Blätter und Stängel viel Wasser enthalten. Wenn es friert, können sie Schaden nehmen. Am nächsten Tag hängen die Blätter oft schlapp herunter oder werden braun.
Diese Pflanzen warten lieber drinnen
Manche Pflanzen kommen aus wärmeren Gegenden. Sie vertragen kalte Nächte schlecht und sollten erst nach den Eisheiligen dauerhaft ins Freie. Dazu gehören Tomaten, Gurken, Paprika, Zucchini, Kürbis, Bohnen und Basilikum.
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