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Yellowstone: Heftige Explosion in berühmtem Nationalpark

Ein riesiger Wasserstrahl schießt aus der Erde, Trümmer werden durch die Luft geschleudert: Warum es im Yellowstone so richtig geknallt hat.

Wenn ein Geysir ausbricht, spritzt Wasser in die Luft
Wenn ein Geysir ausbricht, spritzt Wasser in die Luft
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Wildnis zum Greifen nah – klingt komisch, doch genau das findet man im Herzen Nordamerikas. Und zwar im sogenannten Yellowstone (sprich: jelloustoun). Damit ist der älteste Nationalpark der Welt gemeint. Sommer wie Winter versammeln sich Abenteurer aus aller Welt an diesem Ort. Sie kommen, um zu wandern oder wilde Tiere zu beobachten. Oder um den Ausbruch eines sogenannten Geysirs zu erleben.

Geysir-Ausbruch

Ein Geysir ist so etwas wie ein Brunnen, der Wasser und Dampf aus dem Boden schießen lässt. Im Untergrund befindet sich nämlich heißes Wasser, das durch heißes Gestein ebenfalls erhitzt wird. Manchmal wird das Wasser so stark erhitzt, dass es irgendwann in Form von Dampf nach oben steigt und das Wasser dadurch „mitreißt“. Ein Naturschauspiel, das viele Menschen anlockt. Denn über der Erdoberfläche spritzt das Wasser dann hoch in die Luft.

Dass es im Yellowstone regelmäßig brodelt, ist also normal. Doch diese Woche staunten selbst Expertinnen und Experten nicht schlecht. Denn am Dienstag kam es zu einer heftigen Explosion. Das zeigen Videos, die von Zeugen aufgenommen wurden. Die Beobachter selbst konnten sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Denn innerhalb kürzester Zeit schoss ein riesiger Wasserstrahl in die Höhe und zerstörte sogar Teile eines Stegs. „Unglaublich, wir sind froh, noch am Leben zu sein“, heißt es von einer Zeugin.

Und welche Erklärung gibt es dafür? Allgemein gilt: Explosionen dieser Art kommen nur sehr selten vor. Laut Experten lassen sie sich auf so etwas wie eine Verstopfung zurückführen. Ähnlich wie bei einem Druckkochtopf: Wenn zu viel Dampf im Topf ist und der Druck zu hoch wird, kann der Topf explodieren, da der Dampf nicht entweichen kann.

Der Yellowstone ist einzigartig

8000 Quadratkilometer ist dieser besondere Park groß, das ist etwa die Hälfte der Steiermark. Benannt wurde er nach dem gelben Sandstein, auf Englisch „yellowstone“, der dort zu finden ist.

Vor mehr als 150 Jahren hatten einige wenige Menschen die Idee, diese wunderschöne Gegend zu schützen, damit die Menschen für immer einen Ort haben, um sich zu erholen. Diese Idee tut auch Tieren und Pflanzen gut. Denn die dürfen in einem Nationalpark nicht gestört werden. Mittlerweile gibt es überall auf der Welt Nationalparks. Auch in Österreich gibt es sechs davon. Vielleicht warst du schon einmal in einem, um zu wandern oder Tiere zu beobachten? Besucherinnen und Besucher sind in Nationalparks nämlich erwünscht. Durch den Yellowstone-Nationalpark darf man sogar mit dem Auto fahren – außer eine riesige Bisonherde versperrt den Fahrern gerade den Weg …

Ein See, der an ein Schwimmbecken für Regenbogen-Einhörner erinnert: Der Grand Prismatic Spring ist eine heiße Quelle. Algen und ­Bakterien färben diese ­Thermalquelle so bunt (Adobe Stock)
Ein See, der an ein Schwimmbecken für Regenbogen-Einhörner erinnert: Der Grand Prismatic Spring ist eine heiße Quelle. Algen und ­Bakterien färben diese ­Thermalquelle so bunt (Adobe Stock)