Wer hat den Aprilscherz erfunden?
Fliegende Pinguine, Spaghetti-Bäume und Burger für Linkshänder. Am 1. April ist fast nichts zu verrückt. Solange am Ende alle lachen.

Vor fast 70 Jahren zeigte ein britischer Fernsehsender eine Familie, die Spaghetti direkt von den Ästen eines Baumes pflückte. Ganz selbstverständlich hängten sie die langen Nudeln zum Trocknen auf. Tausende Zuschauer saßen staunend vor dem Fernseher. Einige riefen sogar beim Sender an und fragten, wie man so einen Spaghetti-Baum im eigenen Garten züchten könne.
Was die Anrufer als Antwort bekamen? „April, April!“ Die Sendung lief am 1. April und war natürlich ein Scherz.
Ein Brauch mit Geschichte
Woher genau der Aprilscherz kommt, weiß niemand so genau. Eine Geschichte führt nach Frankreich. Dort verlegte König Karl IX. (sprich: der neunte) vor mehr als 450 Jahren den Jahresanfang vom 1. April auf den 1. Jänner. Manche feierten Neujahr weiterhin im April und wurden dafür von anderen als Aprilnarren bezeichnet.
Oder wurde der Aprilscherz in Bayern erfunden? Dort tauchte die Redewendung „jemanden in den April schicken“ vor rund 400 Jahren erstmals in einem Text auf.
Fest steht: Der 1. April galt früher in vielen Ländern als Unglückstag. Es war ein Tag, an dem seltsame oder verrückte Dinge passieren konnten.
Der Burger für Linkshänder
Vor etwa 60 Jahren hieß es im schwedischen Fernsehen, man könne ein Schwarzweißbild ganz einfach in ein Farbbild verwandeln. Man müsse nur einen Nylonstrumpf über den Fernseher ziehen. Ein paar Leute sollen das tatsächlich ausprobiert haben.
Vor etwa 25 Jahren erfand eine Fast-Food-Kette in den USA einen Burger für Linkshänder. Die Zutaten waren vertauscht, damit Linkshänder ihn besser halten konnten. Die Leute standen tatsächlich Schlange – ohne zu merken, dass der Burger sowieso rund ist. Auch das war natürlich ein Aprilscherz.
Vor etwa 15 Jahren zeigte ein britischer Fernsehsender Pinguine, die fliegen konnten. Zuerst watschelten die Tiere ganz normal durchs Bild, bis sie plötzlich abhoben und davonflogen. Das war natürlich ein Filmtrick. Aber einige Zuschauer hielten es für eine echte Entdeckung.
Und auch das berühmte Handyspiel Pokémon Go begann als Scherz. Vor rund zehn Jahren versteckte Google an einem 1. April Pokémon-Figuren auf digitalen Landkarten. Wer sie fand, bekam Punkte. Der Scherz kam so gut an, dass daraus ein richtiges Spiel wurde.
Der Aprilfisch
Am 1. April gibt es auf der ganzen Welt verschiedene Bräuche: In Italien und Frankreich basteln Kinder Papierfische und kleben sie heimlich anderen auf den Rücken. Wer es nicht merkt, ist der „Aprilfisch“. Oft steht ein frecher Spruch auf dem Papier. Auch in den USA lassen sich Schulen, Firmen und Zeitungen am 1. April lustige Scherze einfallen.
Und was macht eigentlich einen guten Aprilscherz aus? Wenn am Ende alle lachen. Manchmal reicht dafür schon ein Satz wie: „Du, da wächst dir ja was aus dem Ohr …“
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