Was ist eine Fluchtmutation?

Was ist eine Fluchtmutation?

In Tirol hat eine Fluchtmutation des Coronavirus den Menschen Sorgen bereitet. Aber was ist eine Fluchtmutation?

Mit allen Tricks versucht das Coronavirus, sich weiterzuverbreiten
Foto: Adobe Stock

In Tirol macht eine Mutation des Coronavirus den Menschen zu schaffen. Die gute Nachricht zuerst: Die Anzahl der Coronafälle mit der Mutation geht zurück. Das heißt, es gibt wieder weniger Coronafälle, wo diese Art des Coronavirus gefunden wird. Mutation bedeutet, dass sich ein Virus verändert hat. Es ist ganz normal, dass das passiert. Das Coronavirus ist zum Beispiel schon über tausend Mal mutiert. Die meisten Mutationen fallen gar nicht weiter auf. Nur manche bemerkt man, weil sie zum Beispiel das Virus ansteckender machen können. Wie Mutationen entstehen, kannst du hier nachlesen.

Am weitesten verbreitet ist in Österreich die britische Mutation. Diese wird auch B.1.1.7 genannt. Dieser Virus hat sich aber nochmals weiterverändert. Das doppelt veränderte Virus wird deswegen B 1.1.7-E484K genannt. Da manche Expertinnen und Experten glauben, dass sich das Virus in Tirol zum zweiten Mal verändert hat, sprechen manche auch von der Tiroler Mutation.

Das Problem dabei

Die neue Veränderung am Virus könnten dafür sorgen, dass Impfungen gegen das Coronavirus weniger wirken. Außerdem wird befürchtet, dass Menschen, die schon einmal wegen des Virus krank waren, sich noch einmal mit dieser neuen Mutation anstecken könnten.

Aber warum ist das so? Das veränderte Virus ist eine sogenannte Fluchtmutation. Das bedeutet, dass dieses Virus besonders gut darin ist, unserem Immunsystem zu entwischen. Unser Immunsystem ist so etwas wie die Gesundheitspolizei. Diese sorgt dafür, dass wir gesund bleiben oder nach einer Krankheit gesund werden.

Wichtig zu wissen: Diese Fluchtmutation ist ansteckender als das ursprüngliche Coronavirus. Was man jedoch noch nicht weiß, ist, ob diese Mutation auch zu schwereren Erkrankungen führt.

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