Warum viele Menschen in den USA große Angst haben
In den USA jagen Beamte Menschen, die nicht im Land sein dürfen. Jetzt haben diese Beamten zwei Menschen erschossen. Seither gibt es in vielen Städten wütende Proteste.
Seit Donald Trump wieder Präsident der USA ist, leben dort viele Menschen in großer Angst. Das sind vor allem Menschen, die aus anderen Ländern gekommen sind. Sie trauen sich kaum aus dem Haus. Der Grund: Auf den Straßen sind überall Beamte der Behörde ICE (sprich: Ais) unterwegs.
Doch diese Leute machen vielen nicht nur Angst. Viele Amerikanerinnen und Amerikaner machen sie wütend. Und in vielen Städten gibt es große Proteste gegen ICE.
Was ist ICE?
ICE gibt es schon seit mehr als 20 Jahren. Die Behörde gehört zur US-Regierung. Die Aufgabe dieser Behörde ist es, Menschen zu finden, die keine Erlaubnis haben, in den USA zu leben. Diese Menschen sollen dann in ihr Heimatland zurückgeschickt werden. Das nennt man abschieben.
Härter und brutaler
Als Donald Trump im Januar 2025 wieder Präsident wurde, kündigte er sofort an: „Ich werde jedes Jahr eine Million Menschen abschieben.“ Um das zu erreichen, stellte er viele neue ICE-Beamte ein.
Und diese Beamten gehen viel härter vor als früher. Sie nehmen Menschen fest, oft mit Gewalt. Sie tragen Masken, damit niemand ihre Gesichter sieht. Sie fahren in Autos ohne Kennzeichen.
Zwei Tote in Minneapolis
Die Brutalität der Behörde erschreckt viele Amerikanerinnen und Amerikaner. Immer mehr Menschen gehen auf die Straße und protestieren gegen ICE. Besonders angespannt ist die Lage in der Stadt Minneapolis. Dort haben ICE-Beamte zwei Menschen erschossen.
Am 7. Januar töteten ICE-Beamte eine 37-jährige US-Bürgerin. Am 24. Januar wurde der Krankenpfleger Alex Pretti erschossen. In beiden Fällen behaupteten die ICE-Beamten, sie seien bedroht worden und hätten sich nur verteidigt.
Doch dann tauchten Videos auf. Sie zeigen etwas ganz anderes. Die Menschen haben die Beamten offenbar nicht angegriffen.
Druck auf Trump
Die Proteste werden größer. Auch viele Politikerinnen und Politiker von beiden großen Parteien kritisieren ICE.
Zuerst verteidigte Trump die Beamten. Doch als die Videos zeigten, dass ICE nicht bedroht wurde, geriet der Präsident unter Druck. Jetzt verspricht Trump, dass die Fälle untersucht werden. Ob das wirklich passieren wird, ist aber nicht wirklich klar.
