Im Norden geht die Polarnacht zu Ende

Im Norden geht die Polarnacht zu Ende

Winterzeit: Im hohen Norden dauert die dunkle Zeit länger als bei uns. Doch ab sofort dürfen die Menschen auch dort wieder aufatmen.

So sieht ein Polarlicht über Spitzbergen aus
Foto: Imago
Viele Monate sieht man in Spitzbergen gar keine Sonne
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Der Frühling ist zwar noch nicht da. Ein paar Zeichen gibt es aber schon. Es ist länger hell und die ersten Schneeglöckchen strecken schon ihre Köpfchen aus der Erde. So wie bei uns ist es aber nicht überall in Europa. Hier gibt es noch Orte, wo gerade nur Dunkelheit herrscht. Hoch im Norden herrscht bis rund um den 15. Februar nämlich die Polarnacht. Damit ist nicht nur eine Nacht gemeint. Mit Polarnacht bezeichnet man einen Zeitraum, in dem die Sonne mehrere Tage bis zu Monaten nicht am Himmel zu sehen ist. Gerade ist das zum Beispiel noch so in Spitzbergen. Das ist eine Inselgruppe, die zu Norwegen gehört. Spitzbergen liegt schon sehr nahe zum Nordpol. Die Polarnacht dauert in diesem Gebiet der Erde viereinhalb Monate, am Nordpol sogar ein halbes Jahr.

Warum ist es im Winter länger dunkel?

Die Tage sind im Winter kürzer als im Sommer. Das heißt aber nicht, dass der Tag plötzlich weniger als 24 Stunden hat. Gemeint ist damit, dass es kürzere Zeit am Tag hell ist. Abends wird es früher dunkel und morgens dauert es länger, bis die Sonne aufgeht. Das hat damit zu tun, dass zur Winterzeit die Nordhalbkugel der Erde von der Sonne abgewandt ist. Deshalb gibt es auch weniger Sonnenlicht für uns. Je näher man dem Nordpol kommt, desto länger dauern die dunklen Tage. Da Spitzbergen viel näher als Österreich am Nordpol liegt, ist es dort auch viel länger dunkel als bei uns. Das ist so, weil die Sonne in dieser Zeit in Spitzbergen gar nie über den sogenannten Horizont drüberkommt. Der Horizont ist die Grenze, die man zwischen Erde und Himmel sieht.

Gespenstische Lichter am Himmel

Hoch im Norden gibt es gerade aber nicht nur die Polarnacht. Es gibt auch sogenannte Polarlichter. Man kann auch Nordlichter dazu sagen. Dabei handelt es sich um ein Naturschauspiel. Dabei verfärbt sich der Himmel auf ganz besondere Weise. Polarlichter leuchten oft grün. Ganz selten sind sie auch bei uns zu sehen.

Wie entstehen Polarlichter?

Polarlichter entstehen, wenn sich Teilchen, die von der Sonne kommen, an Teilchen der Luft reiben. Das passiert hoch über dem Erdboden. Nicht immer sind die Lichter grün. Es gibt sie auch in Rot, Violett oder Blau. Welche Farbe zu sehen ist, hängt davon ab, in welcher Höhe die Teilchen aufeinandertreffen. Wenn das in einer Höhe von 100 Kilometern passiert, sind die Polarlichter grün, ab 200 Kilometern rot.