Vulkane: wenn die Erde Feuer spuckt

Vulkane: wenn die Erde Feuer spuckt

Wann ein Vulkan ausbricht, ist kaum vorauszusehen. Gerade sind weltweit einige ausgebrochen. Was dabei passiert, erklären wir dir hier.

Vulkan Ätna in Italien
Foto: Imago

Heiße Asche und rote Ströme aus heißer Glut: In den vergangenen Wochen sind auf der ganzen Welt immer wieder Vulkane ausgebrochen. Vulkane sind Öffnungen in der Erdkruste. Aus diesen Öffnungen kommt Lava. Als Lava bezeichnet man flüssiges Gestein oberer Erdschichten. Wenn ein Vulkan diese Lava an die Erdoberfläche treten lässt, spricht man von einem Vulkanausbruch.

Aktiv, ruhend oder erloschen

Wann ein Vulkan ausbricht, ist nicht genau vorherzusagen. Forscherinnen und Forscher beobachten aber manchmal längere Zeit davor schon Veränderungen in der Erde. Dann können sie vor einem Ausbruch warnen. Es gibt aktive, ruhende und erloschene Vulkane. Aktiv heißt, dass es im Vulkan noch rumort und dass er ausbrechen kann. Ein ruhender Vulkan kann kein Magma mehr an die Oberfläche bringen. Magma ist das Gleiche wie Lava, kommt aber von weiter unten liegenden Erdschichten. Nur weil ein Vulkan ruht, muss er aber noch nicht erloschen sein. Das bedeutet, dass er jederzeit wieder ausbrechen könnte. Erloschene Vulkane sind schon Tausende Jahre nicht mehr ausgebrochen. Besonders gefährlich sind Vulkane, die lange nicht aktiv waren – sogar jahrhundertelang nicht. Wenn sie dann doch wieder ausbrechen, passiert das meist mit einer gewaltigen Explosion.

Schichtvulkan

Es gibt ganz unterschiedliche Vulkanarten. Am häufigsten kommt der sogenannte Schichtvulkan vor. Weltweit gibt es rund 700 Schichtvulkane. Diese Vulkanart erkennt man an der steilen, spitzen Kegelform. Was passiert bei einem Ausbruch genau?

Unter einem aktiven Vulkan liegt meist eine Magmakammer mit einem zähflüssigen, heißen Gesteinsbrei. Wenn ein Vulkan ausbricht, treten Gase, Asche und dieses flüssige Gestein aus dem Erdinneren aus. Wenn das Magma an die Erdoberfläche kommt, heißt es Lava. Lava kann Temperaturen von rund 1200 Grad Celsius erreichen und glüht so rot wie Eisen, das man zum Schmelzen bringt. Sobald Lava abkühlt, wird sie schwarz.

Gefährlich

Wenn ein Vulkan ausbricht, sollte man sich besser nicht in seiner Nähe befinden. Das kann nämlich sehr gefährlich für die Menschen sein, vor allem für jene, die in der Nähe wohnen. Oft müssen ganze Dörfer geräumt werden. Die Asche kann nämlich krank machen, wenn sie in der Luft ist und man sie einatmet. Wenn ein Vulkan viel Asche ausspuckt, verdunkelt sich auch der Himmel. Je höher die Asche in den Himmel steigt, desto weiter kann sich die Asche verbreiten. Manchmal können wegen dieser Aschewolken Flugzeuge nicht mehr fliegen. Die Asche legt sich auch überall ab, auf Häusern, Straßen, Feldern und Wiesen.

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