Vier Jahre Krieg in der Ukraine

Vier Jahre Krieg in der Ukraine

Am 24. Februar 2022 griff Russland die Ukraine an. Seitdem herrscht dort Krieg. Ohne Aussicht auf Frieden.

Russische Raketen haben auch viele Wohnungen zerstört
Imago

Fast jeden Tag heulen in der Ukraine irgendwo die Sirenen. Fast jeden Tag flüchten Menschen in Schutzräume. Fast jeden Tag schickt Russland Raketen und Drohnen in die Ukraine. Und das seit vier Jahren.

Viel Zerstörung und Leid

Am 24. Februar 2022 hat der russische Präsident Wladimir Putin seine Soldaten in die Ukraine einmarschieren lassen. Seither ist in diesem Land sehr viel zerstört worden: Wohnhäuser, Schulen, Krankenhäuser und Kraftwerke, in denen Strom erzeugt wird. In diesem Krieg sind sehr viele Menschen gestorben oder verletzt worden. Nicht nur Soldaten, sondern auch ganz normale Menschen, die nichts mit dem Krieg zu tun haben. Auch Kinder.

Mehr als sechs Millionen Menschen haben die Ukraine verlassen und sind in andere Länder geflüchtet. Rund 92.000 davon leben heute in Österreich.
Russland hat inzwischen rund 20 Prozent der Ukraine besetzt, vor allem Gebiete im Osten und Süden des Landes.

Nicht der erste Angriff

Es war nicht das erste Mal, dass Russland die Ukraine angriff. Schon 2014 hatte Putin die ukrainische Halbinsel Krim besetzt und Teile des Ostens unter russische Kontrolle gebracht.

Warum tut Putin das? Der russische Präsident will bestimmen, wer in der Ukraine das Sagen hat. Früher gehörten Russland und die Ukraine zur Sowjetunion, einem riesigen Staat. 1991 löste sich dieser Staat auf, und die Ukraine wurde ein unabhängiges Land.

Seitdem streiten Russland und die Ukraine darüber, ob die Ukraine eher mit Russland oder mit den Ländern im Westen zusammenarbeiten soll.

Viele Ukrainerinnen und Ukrainer wollen eine echte Demokratie in ihrem Land und mitbestimmen. Sie wollen, dass die Ukraine Mitglied der EU oder NATO wird. Die NATO ist ein Militär-Bündnis, die einander im Ernstfall verteidigen. Zu diesem Bündnis gehören die USA, Frankreich, Großbritannien, Italien und viele westliche Länder.

Hilfe für die Ukraine

Das will Putin mit diesem Krieg verhindern. Außerdem hat die Ukraine viel Kohle, Erdgas, Erdöl, Eisenerz und wertvolle Metalle. Auch die will Putin kontrollieren.
Die EU und die NATO unterstützen die Ukraine mit Geld, Waffen und Hilfsgütern. Diese Länder kämpfen aber nicht selbst in diesem Krieg.

Wann ist der Krieg zu Ende?

Noch bevor Donald Trump US-Präsident wurde, hatte er versprochen, den Krieg innerhalb von 24 Stunden zu beenden. Das ist ihm nicht gelungen. Vor Kurzem wurden in Genf in der Schweiz Friedensgespräche geführt, an denen die Ukraine, Russland und die USA teilnahmen. Sie endeten ohne Ergebnis. Derzeit ist kein Ende in Sicht.

Die letzten Monate sind für Menschen in der Ukraine besonders schlimm, denn der Winter dort ist heuer besonders kalt. Doch durch die Angriffe russischer Drohnen wurden viele Kraftwerke zerstört. Viele Menschen haben seither nur ein paar Stunden Strom am Tag und oft auch keine Heizung.


Die Ukraine auf einen Blick

Lage: Osteuropa, grenzt an Russland, Polen, Rumänien und andere Länder

Größe: Rund 604.000 Quadratkilometer, das zweitgrößte Land Europas

Einwohner: Vor dem Krieg rund 44 Millionen Menschen

Hauptstadt: Kiew (ukrainisch: Kyjiw)

Sprache: Ukrainisch

Währung: Hrywnja

Landwirtschaft: Die Ukraine gehört zu den wichtigsten Getreide- und Sonnenblumenöl-Produzenten der Welt

Bodenschätze: Kohle, Erdgas, Eisenerz, Lithium, Titan und seltene Metalle

Geschichte: Bis 1991 Teil der Sowjetunion, seitdem ist die Ukraine unabhängiges Land