Unsere Gletscher schmelzen

Unsere Gletscher schmelzen

Warum Gletscher wichtig sind und was ihr Schmelzen mit dem Klimawandel zu tun hat.

Die Pasterze ist der größte Gletscher Österreichs
Foto: Imago

Die immer höheren Temperaturen machen nicht nur den Menschen, sondern auch den Gletschern in den Alpen zu schaffen. Die Alpen sind ein wichtiger Gebirgszug in Mitteleuropa. Ein Berg reiht sich dort an den nächsten. 2019/20 gingen die Gletscher in den Alpen wieder stark zurück. Das haben die Fachleute vom Österreichischen Alpenverein vergangene Woche gesagt. Von Oktober 2019 bis April 2020 soll es im Schnitt mehr als 2 Grad zu warm gewesen sein. Schuld daran ist der Klimawandel.

Viele Gletscher schrumpfen

Die Fachleute beobachten insgesamt 92 Gletscher. 82 davon wurden wieder kleiner. Nur sieben Gletscher blieben gleich groß. Durchschnittlich schrumpften die Gletscher um 15 Meter. Einige Gletscher schmelzen besonders stark, zum Beispiel der Hornkees. Er wurde um 104 Meter kleiner. Stark betroffen ist auch der größte Gletscher Österreichs, die Pasterze auf dem Großglockner. Der Gletscher wurde um mehr als 52 Meter kleiner.

Was ist ein Gletscher genau?

Gletscher nennt man Flächen, die im Sommer und im Winter mit Schnee bedeckt sind. Man findet Gletscher deshalb nur auf sehr hohen Bergen oder an den Polen. Gletschereis kann mehrere Hundert Meter dick sein. Gletscher schimmern oft bläulich. Warum? Licht besteht aus verschiedenen Farben, ohne dass man das mit freiem Auge sieht. Das dichte Gletschereis schluckt alle Farben, nur nicht Blau. Das blaue Licht wird zurückgeworfen. Das kannst du dir so vorstellen wie einen Spiegel, der dein Bild zurückwirft. Da vom Gletscher nur das blaue Licht zurückgeworfen wird, sieht der Gletscher blau aus.
Die Gletscher in den Alpen stammen aus der letzten Eiszeit, die vor etwa 15.000 Jahren endete. Rund zehn Prozent der Erde sind noch vergletschert.

Wie entstehen Gletscher?

Gletscher entstehen aus Schnee, der auch im Sommer liegen bleibt. Die unteren Schneeschichten werden dabei vom darüberliegenden Schnee zusammengedrückt. So verdichten sich die Schneeschichten zu Eis. Damit ein Gletscher nicht schrumpft, braucht es einerseits viel Schnee und andererseits Minusgrade. Beides wird durch die Erderwärmung, eine Folge des Klimawandels, immer seltener. Deshalb werden die Gletscher auch kleiner. Bis zum Jahr 2100 könnte es nur mehr ein Drittel der jetzigen Gletscher geben.

Warum sind Gletscher wichtig?

Gletscher sind wichtig für eine gesunde Natur und Umwelt. Gletscher sind zum Beispiel wichtige Wasserspeicher. Je weniger Gletscher es gibt, desto knapper wird auch das Trinkwasser werden. Gletscher speichern nämlich das Regenwasser von vielen, vielen Jahren. Doch ist es zu warm, schmelzen die Gletscher. Das führt auch zu Überschwemmungen und Hochwasser. Auch Lawinen aus Geröll können die Folge sein.

Gletscher sind übrigens auch wichtig für den Wintersport. In vielen Gletschern wird nämlich auch im Sommer Ski gefahren.

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