Soziale Medien: Millionen Konten von Kindern gesperrt
Tik Tok, Instagram und Snapchat erst ab 16: In Australien wurden 4,7 Millionen Konten von Kindern gesperrt. Auch in Österreich könnte so ein Verbot kommen.
In Australien gibt es seit gut einem Monat ein neues Gesetz: Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen keine Social-Media-Konten mehr haben. Mehr als 4,7 Millionen Konten wurden seitdem gelöscht oder gesperrt.
Betroffen sind Instagram, TikTok, Snapchat, Facebook, YouTube, X, Reddit und Twitch, weil diese Plattformen alle Konten von unter 16 Jährigen löschen mussten. WhatsApp, Facebook Messenger und das Spiel Roblox dürfen Kinder aber weiter nutzen.
Damit das klappt, müssen die Plattformen prüfen, wie alt ihre Nutzerinnen und Nutzer sind. Wenn sie das nicht tun, drohen hohe Strafen. Darum hat Snapchat schon vor dem Start Hunderttausende Menschen aufgefordert, ihr Alter zu beweisen.
Zufrieden mit dem Ergebnis
Australien ist das erste Land der Welt mit so einer Regel, und die Regierung zeigt sich zufrieden. Anthony Albanese (sprich: Än-tho-ni Al-ba-nie-si) ist der Chef der Regierung und sagt: „Wir wollen, dass unsere Kinder eine richtige Kindheit haben und dass Eltern wissen, dass wir sie unterstützen.“ Er findet außerdem, dass Social Media junge Menschen von echten Freundschaften und echten Erlebnissen abhält.
Einige Länder führen Verbot ein
Auch in vielen anderen Ländern wird über ähnliche Regeln gesprochen. Frankreich, Spanien und Griechenland wollen Social Media erst ab 15 oder 16 Jahren erlauben. Dänemark plant eine Altersgrenze ab 15, aber Eltern sollen ihren Kindern schon ab 13 eine Erlaubnis geben können. In Norwegen wird darüber gerade diskutiert.
Wie ist das in Österreich
Auch in Österreich reden Politikerinnen und Politiker über ein Verbot, und mehrere Parteien finden die Idee gut. Außerdem sind viele Jugendliche dafür, zeigt eine Befragung, die das ORF Radio Ö3 2025 hat machen lassen. Vier von fünf Jugendlichen zwischen 16 und 17 Jahren sagen, dass das Mindestalter strenger kontrolliert werden sollte.
Mehr Schutz
Viele Kinder und Jugendliche verbringen zu viel Zeit am Bildschirm, und manche werden im Netz gemobbt oder sehen gefährliche Inhalte. Außerdem fühlen sich manche durch Social Media nicht gut, sind traurig oder haben Angst. Deshalb glauben viele Erwachsene, dass Kinder mit einem Verbot besser geschützt werden müssen.