Simsalabim: Kinderreporter treffen Amélie van Tass und Thommy Ten

Simsalabim: Kinderreporter treffen Amélie van Tass und Thommy Ten

Was einen guten Magier ausmacht und was man tut, wenn ein Trick nicht funktioniert, haben die Weltstars Amélie van Tass und Thommy Ten diese Woche unseren Kinderreportern verraten.

Ist denn das zu fassen? Amélie, Thommy und Mr. Koni Hundini verzaubern unsere Kinderreporter
Ist denn das zu fassen? Amélie, Thommy und Mr. Koni Hundini verzaubern unsere Kinderreporter
Jürgen Fuchs

Eine freiwillige Person aus dem Publikum und einen Geldschein – mehr brauchen Amélie van Tass und Thommy Ten nicht, um zu zaubern. Zuschauerin Theresa entscheidet sich für einen 20-Euro-Schein aus ihrer Brieftasche. Und obwohl Magierin Amélie in die entgegengesetzte Richtung blickt, gelingt ihr Unmögliches: Sie errät die Seriennummer auf dem Schein. Das gibt’s doch nicht! Während das Publikum noch erstaunte Blicke austauscht, gehen die Kinderreporterinnen Maya, Michaela und Theresa der Sache auf den Grund:

Herzlichen Glückwunsch! Trick geglückt. Aber was wäre gewesen, wenn diese Nummer in die Hose gegangen wäre?
AMÉLIE: Ich sag immer: Wir sind Menschen und kein Mensch ist perfekt. Hin und wieder kann ich etwas nicht genau erraten. Aber das ist menschlich. Und es ist völlig okay, dass man einmal nicht alles weiß. Schiefgehen tut also in dem Sinne nie etwas. Außerdem bekommt das Publikum diese Dinge nicht mit. Die Leute wissen schließlich nicht, was der nächste Schritt ist. Thommy und ich tauschen auf der Bühne meistens Blicke aus und versuchen so, einen anderen Weg zu finden. Das hat bisher gut funktioniert.

THOMMY: Unser Hund Mr. Koni Hundini ist auch auf der Bühne dabei. Und so ein Hund macht, was er will. Einmal haben wir vor einer Show etwas vorhergesagt und auf ein Lebkuchenherz geschrieben. Herz und Hund waren in unserer Garderobe. Kurz vor der Show wollten wir das Herz holen – nur die Vorhersage war weg! Koni hatte leider die ganze Zuckerglasur abgeschleckt (lacht). Da mussten wir dann improvisieren und uns schnell etwas anderes ausdenken.

Hut, Kaninchen, Zauberstab – braucht man diese Dinge, um Zauberer zu werden? Oder sind es bestimmte Fähigkeiten, die einen guten Magier ausmachen?
THOMMY: Kaninchen braucht es nicht – wir haben ja unseren Hund. Dazu reicht ein Leckerli. Und statt Hut geht auch eine Kappe. Früher war das komplett klassisch – mit Anzug und Assistentin. Wenn ich heute im schwarzen Anzug hierhergekommen wäre, würde das nicht passen. Aber wenn wir zum Beispiel in der Stadthalle spielen, hat Amélie riesige Kleider an, ich einen Anzug und unser Hund Koni ist frisch rasiert.

AMÉLIE: Ich bin eine Frau und Zauberinnen gibt es nicht so viele – aber es werden immer mehr. Und ich finde es schön, wenn nach der Show Mädels zu mir kommen und sagen, dass sie auch zaubern wollen. Wie es der Thommy schon gesagt hat: Zauberer kommen nicht mehr so wie früher mit Assistentin im Glitzerkostüm auf die Bühne. Diese Zeiten sind vorbei, Mädels! Es gibt Zauberinnen, und die können alleine auf der Bühne stehen.

Eure Tricks unterscheiden sich von denen aus dem Zauberkasten für Kinder. Habt ihr eure Nummern selbst erfunden?
THOMMY: Ich hab sogar mit einem Zauberkasten angefangen! Ich war zehn Jahre alt, als mir mein Bruder einen Zauberkasten in die Hand gedrückt hat – und ich hab nie mehr aufgehört. Irgendwann habe ich begonnen, mir eigene Tricks auszudenken. Oder ich habe Tricks aus dem Kasten genommen und mir dazu eigene Geschichten ausgedacht. Amélie und ich haben vor zehn Jahren angefangen, gemeinsam zu zaubern. Wir wollten nicht das machen, was jeder schon kennt.

Ihr seid viel unterwegs und spielt eure Show in den unterschiedlichsten Städten – was war euer lustigstes Erlebnis?
AMÉLIE: Da gibt’s einiges. Es ist natürlich witzig, wenn wir in den USA spazieren gehen und die Leute aus dem Auto Dinge rausschreien wie: „Was hab ich in der Hand?“ Und ich denke mir nur: das Lenkrad hoffentlich!

THOMMY: Einmal haben wir zwei Leute aus dem Publikum ausgesucht, die sich nicht kannten. Kurz erklärt: Er wusste, was sie denkt. Irgendwie war der Trick so toll, dass die Frau am Ende dem Mann zum Spaß einen Heiratsantrag gemacht hat. Ihr Freund im Publikum war nicht so erfreut. Das war sehr lustig.
Auf der Bühne entstehen einfach die unterschiedlichsten Situationen. Man weiß nie, was passiert.

Du möchtest Amélie van Tass und Thommy Ten auf der Bühne sehen? Am
20. August kommen die beiden in die Messe Graz. Karten: www.oeticket.com