Orang-Utans: Hilfe für bedrohte Babys

Orang-Utans: Hilfe für bedrohte Babys

Die Menschenaffen sind in Gefahr. Jetzt wurden drei Orang-Utan-Babys gerettet. Warum das nicht nur gute Nachrichten sind.

Eine Orang-Utan-Mama mit ihrem Jungen im Regenwald
Foto: Imago

Seit Mitte März hat eine Tierschutzorganisation auf der Insel Borneo in Indonesien drei junge Orang-Utans bei sich aufgenommen. Die Jungen waren ohne ihre Mütter. Alle drei Mütter starben. Immer mehr Orang-Utans in Indonesien brauchen Hilfe. Darüber machen sich die Tierschützerinnen und Tierschützer Sorgen. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2020 hat die Tierschutzorganisation nur fünf Orang-Utan-Babys aufnehmen müssen, einige davon zusammen mit ihren Müttern. Heuer sind es schon drei, und es ist erst April.

Was ist da los?

Orang-Utans leben heute nur noch auf den Inseln Borneo und Sumatra. Beide gehören zu Indonesien. Doch sind so stark bedroht wie nie zuvor. Schuld sind Waldbrände und Wilderei. Die Urwälder, in denen die Menschenaffen leben, werden nämlich oft niedergebrannt. Auf den niedergebrannten Flächen entstehen dann große Ackerflächen. Auf den Äckern wird häufig die Palmölpflanze angesetzt. Lies hier mehr über Palmöl! Auch Wilderer töten immer wieder Orang-Utans. Auf der Suche nach Nahrung kommen die Tiere den Bauernhöfen und Feldern nämlich sehr nahe. Das wollen die Bauern nicht. Dann schießen sie auf sie. Wenn die Menschen so weiter machen, könnte es in wenigen Jahrzehnten keine Tiere mehr in der freien Natur geben.

Hoffnung für die drei Babys

Für die drei geretteten Babys schaut es aber gut aus. Sie heißen „Onyer“ und „Ramangai“, ein weibliches Junges hat noch keinen Namen. Die drei sind zwischen sechs und zehn Monate alt. „Ramangai“ war sehr schwach als er gefunden wurde. Er hatte viel zu wenig getrunken und brauchte deshalb Medizin. Außerdem sei es ihm sehr schlecht gegangen, weil er um seine Mutter getrauert habe. Das sagten die Tierschützerinnen und Tierschützer. Die drei Jungtiere werden jetzt aufgepäppelt und auf ihr Leben im Dschungel vorbereitet.

Wusstest du, dass…

… Orang-Utans rundum schlaue Tiere sind. Sie erinnern sich zum Beispiel Jahre später noch an ein Versteck. Sie benutzen auch Werkzeuge. Menschenaffe „Rocky“ in den USA sorgte für gehöriges Aufsehen: Er machte menschliche Laute nach und wollte offenbar sprechen lernen.

Steckbrief:

Orang-Utans…

…gehören zu den Menschenaffen.

… sind Säugetiere. Das heißt, sie bringen ihre Jungen lebend zu Welt und geben ihnen die Brust.

… fressen hauptsächlich Blätter, Früchte und Insekten.

… können bis zu 60 Jahre alt werden.

… leben im tropischen Regenwald.

… können bis zu 150 Zentimeter groß und bis zu 90 Kilogramm schwer werden.

 

Auf der Karte kannst du sehen, wo genau Borneo liegt:

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