Österreich: Vielen Tier- und Pflanzenarten geht es schlecht

Österreich: vielen Tier- und Pflanzenarten geht es schlecht

Schneehuhn, Juchtenkäfer oder Flusskrebs: Sie und viele weitere Tier- und Pflanzenarten in Österreich sind stark bedroht.

Viele Arten sind bedroht, so auch das Schneehuhn in Tirol
Foto: Imago

Weltweit sterben jeden Tag 150 Tier- und Pflanzenarten aus. Aber nicht nur der Sibirische Tiger in Asien oder der Berggorilla in Afrika sind vom Aussterben bedroht. Auch bei uns in Österreich gibt es viele Tier- und Pflanzenarten, denen es nicht gut geht und die in Gefahr sind. Das haben Forscher vor Kurzem in einem Bericht („Das stille Sterben – Die Artenkrise in Österreich“) zusammengefasst. Den Auftrag zu dem Bericht hat Greenpeace (sprich: grihnpihs, das bedeutet „grüner Friede“) gegeben. Das ist ein Verein, der sich für den Umwelt-, Natur- und Klimaschutz einsetzt.

Was steht in dem Bericht?

Die gute Nachricht zuerst: Noch gibt es viele verschiedene Arten in Österreich. Über 54.125 Arten wurden schon genau von Forschern beschrieben. Man glaubt aber, dass es sogar mehr als 68.000 sind. 784 dieser Tier- und Pflanzenarten kommen ausschließlich in Österreich und nirgendwo sonst auf der Welt vor. Solche Pflanzen oder Tiere nennt man „Endemiten“.

Die Forscher haben sich jetzt genau angeschaut, wie es um die heimischen Arten steht. Sie haben herausgefunden, dass es für viele Tiere und Pflanzen nicht besonders gut ausschaut. Mehr als ein Drittel aller Tierarten ist gefährdet. Außerdem ist mehr als die Hälfte aller sogenannten Biotop-Arten in Gefahr. Davon gibt es in Österreich 488 unterschiedliche. Ein Biotop ist ein Lebensraum, in dem bestimmte Pflanzen und Tiere zusammenleben. Wenn es diese Biotope nicht mehr gibt, sterben auch die Tiere und Pflanzen. Beispiele für bedrohte Biotope sind zum Beispiel Almwiesen, Sumpfwälder oder Auwälder.

Warum sterben Arten?

Immer öfter schuld ist der Klimawandel, sagen die Forscher. Extremes Wetter macht den Arten zu schaffen. Viele vertragen keine große Hitze und überleben große Trockenheit nicht. Auch Arten, die sich neu in Österreich ansiedeln, bereiten den „alten“ Pflanzen und Tieren oft große Probleme. Bedrohte Tierarten sind zum Beispiel der Flusskrebs in Wien, der Juchtenkäfer in der Steiermark oder das Schneehuhn in Tirol.

Was ist die Rote Liste?

Das ist der Bericht, in dem Tiere und Pflanzen vermerkt werden, die stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht sind. Die Rote Liste wird immer Ende des Jahres veröffentlicht. Zurzeit gelten 37.500 Tier- und Pflanzenarten weltweit als bedroht.

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