Größte unterirdische Stadt entdeckt

Größte unterirdische Stadt entdeckt

Wozu die Stadt unter der Stadt vor langer Zeit diente.

So sieht die unterirdische Stadt in der Türkei aus
Foto: Twitter/@ticiaveer
So sieht Midyat von oben aus
Foto: Imago

Sensationsfund in der Türkei: Unter der türkischen Stadt Midyat haben Archäologen eine Stadt unter der Erde gefunden. Die Fachleute stießen bei Reinigungsarbeiten zufällig auf einen rund hundert Meter langen Tunnel. Insgesamt 49 Räume konnten bisher freigelegt werden. In der unterirdischen Stadt gab es Wasserbrunnen, Lagersilos, Gebetsräume und viele Wandmalereien.

Wozu diente die unterirdische Stadt?

Die Forscherinnen und Forscher sind der Meinung, dass die Stadt eine Art Versteck für Christinnen und Christen war. Vor langer Zeit war das Christentum nämlich nicht anerkannt. Christen wurden von den damals herrschenden Römern verfolgt und mussten sich verstecken. Insgesamt sollen rund 60.000 bis 70.000 Menschen in dieser unterirdischen Stadt gelebt haben. Das ist doch viel zu klein für so viele Menschen? Stimmt! Aber die Stadt unter der Erde soll laut Fachleuten noch viel größer sein. Nur ein ganz kleiner Teil wurde bisher zugänglich gemacht.

Gut zu wissen: Die neu entdeckte unterirdische Stadt ist nur eine von vielen. In der Türkei gibt es mehr als 40 davon. So eine große wie bisher wurde aber noch nie entdeckt.

In diesem Video siehst du, wie es in der unterirdischen Stadt aussieht:

Was bedeutet Archäologie?

Archäologie ist eine Wissenschaft. Archäologen und Archäologinnen beschäftigen sich mit dem Leben von früher. Sie versuchen, mehr darüber herauszufinden, wie die Menschen vor langer Zeit gelebt haben. Archäologen suchen an verschiedenen Orten, wo es früher Siedlungen gab, nach alten Gegenständen, Ruinen und Mauerresten. Dazu müssen sie auch oft in der Erde graben. Besonders wertvolle Gegenstände kann man dann in Museen bestaunen.