Gerettet: Giraffenbaby kann wieder laufen

Gerettet: Giraffenbaby kann wieder laufen

Tierärzte hatten eine tolle Idee, wie sie einer Babygiraffe das Leben retten konnten.

Jetzt kann Msituni wieder mit ihrer Herde mithalten
Foto: San Diego Zoo Wildlife Alliance
Msituni mit ihren Orthesen
Foto: San Diego Zoo Wildlife Alliance

Normalerweise können Babygiraffen eine Stunde nach ihrer Geburt aufstehen. Nicht so Msituni. Das Giraffenkalb war vor einem Jahr geboren worden. Doch die Beine trugen Msituni nicht. Immer wieder knickten sie beim Aufstehen um. Damit ein Giraffenbaby bei seiner Mama saugen kann, muss es aber stehen können. Also wurde das Tier mit der Flasche gefüttert.

Hilfe naht

Einfache Schienen halfen Msituni nicht. Deshalb überlegten sich die Tierärzte vom „San Diego Zoo Safari Park“ eine andere Hilfe. Sogenannte Orthesen waren Msitunis letzte Rettung. Eine Orthese ist eine Art Beinschiene. Sie besteht aus festem Material. Für Msituni wurde eine eigene Orthese angefertigt. Das war gar nicht so einfach. Denn für Giraffen gab es so etwas noch nicht.

Die Mühen lohnten sich aber. Denn nach knapp 40 Tagen konnten die Pfleger die Beinschienen entfernen. Das Ergebnis: Msituni kann wieder von alleine laufen und mit dem Rest der Giraffenherde mithalten.

Wenn du hier klickst, kommst du zu einem Video, auf dem Msituni zu sehen ist.

Steckbrief:

Lebensraum: nur in Afrika, und zwar in Buschsteppen südlich der Sahara
Gehören zu den Paarhufern; das heißt, sie haben eine gerade Anzahl an Zehen
Fressen: nur Pflanzen, zum Beispiel Gräser, Blätter und junge Triebe
Alter: können bis zu 30 Jahre alt werden
Größe: bis zu sechs Meter
Gewicht: bis zu 1.600 Kilogramm (Zum Vergleich: Das ist etwa so schwer wie ein normales Auto.)
Besonderheit: haben eine besonders raue Zunge; nicht einmal Dornen im Fressen machen Giraffen etwas aus