Fischen nach Plastikmüll

Fischen nach Plastikmüll

„Ocean Cleanup“: wie im Pazifik mit Erfolg Plastikmüll aus dem Wasser geholt wird.

So sieht es aus, wenn im Meer Plastikmüll gefischt wird
Foto: Ocean Cleanup
Insgesamt wurden knapp 29 Tonnen Müll aus dem Meer geholt
Foto: Imago

Müll, so weit das Auge reicht: Im Norden des Pazifik gibt es einen riesigen Müllstrudel. Er ist so groß, dass er schon einen eigenen Namen hat: Großer Pazifischer Müllteppich. Rund 1,8 Billionen (in Zahlen: 1.800.000.000.000)  Plastikteile soll der Müllteppich umfassen. Durchschnittlich wären das in etwa 232 Plastikteile für jeden einzelnen Menschen auf der Erde. Diese Ansammlung von Müll ist im Vergleich mehr als dreimal so groß wie Frankreich. Der Müllstrudel besteht hauptsächlich aus alten Fischernetzen. Die Strömungen im Wasser treiben diese dort zusammen. Für die Meerestiere, die dort leben, ist das sehr schlimm. Sie verheddern sich in den Netzen und sterben.

Aufräumen

Seit einigen Jahren überlegen sich Menschen, wie man diesen Müll im Meer sammeln könnte. Allen voran der Niederländer Boyan Slat. Gerade feiert er mit einer seiner Putz-Aktionen Erfolge. Seine Müllsammel-Schiffe von „The Ocean Cleanup“ (sprich: dä ouschn klihnap, also deutsch: die Ozeansäuberung) haben insgesamt 29 Tonnen Müll eingesammelt und an Land gebracht. Das ist zwar wenig im Vergleich zum Müll, der im Meer schwimmt. Aber es ist ein Anfang und ein gutes Zeichen, dass die Technik, mit der aufgeräumt wird, funktioniert. Viel besser wäre es natürlich, wenn der Müll erst gar nicht in den Ozeanen landen würde. Da sind sich alle Expertinnen und Experten einig.

Wie schaut so ein Müllfänger aus?

Der Müllfänger ist ein 800 Meter langes Netz, das von zwei Schiffen durchs Wasser gezogen wird. Das Netz formt eine Art U. Darin sammelt sich der Müll. Der Müll wird dann auf die Schiffe geladen und an Land wiederverwertet.

Auf lange Sicht ist geplant, dass insgesamt zehn „Putztrupps“ eingesetzt werden. Auch die Netze sollen in Zukunft größer sein, nämlich je 2500 Meter. Alle fünf Jahre soll damit die Menge von Müll im Großen Pazifischen Müllteppich um die Hälfte abgebaut werden.