Einmal um den Mond und zurück

Einmal um den Mond und zurück

Eine Astronautin und drei Astronauten sind gerade unterwegs zum Mond. Landen werden sie dort aber noch nicht.

Mondmission Artemis 2: Zum ersten Mal fliegt auch eine Frau zum Mond
Imago/zuma-press

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ist sie endlich gestartet: Zum ersten Mal seit mehr als 50 Jahren sind wieder Menschen auf dem Weg zum Mond. Die große Rakete hob in Florida (USA) ab und brachte eine Astronautin   und drei Astronauten ins All.

Landen werden sie auf dem Mond aber nicht. Stattdessen fliegt ihre Kapsel einmal um den Mond herum und kehrt dann wieder zur Erde zurück. Besonders ist dieser Flug auch deshalb, weil mit Christina Koch zum ersten Mal eine Frau auf dem Weg zum Mond ist.

Ein Flug als Test

Die Mission heißt Artemis II. Sie ist vor allem ein Testflug. Die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA will herausfinden, ob die Rakete, die Kapsel und die Technik an Bord auch mit Menschen sicher funktionieren. Die Reise dauert ungefähr zehn Tage. Am Ende soll die Kapsel im Meer landen.

Eigentlich hätte Artemis II schon früher starten sollen. Doch daraus wurde nichts. Zuerst machte das Wetter Probleme. Später kamen auch noch technische Schwierigkeiten dazu. Immer wieder musste der Start verschoben werden. Erst jetzt konnte die Rakete endlich abheben.

Warum der Mond so wichtig ist

Trotzdem ist dieser Flug etwas ganz Besonderes. Denn seit Dezember 1972 war kein Mensch mehr in der Nähe des Mondes. Damals hinterließ der US-Astronaut Eugene Cernan die bislang letzten Fußspuren auf der Mondoberfläche.

Warum ist diese Mission so wichtig? Der Mond ist für Forscherinnen und Forscher besonders spannend. Sein Gestein ist uralt. Es kann helfen zu verstehen, wie der Mond, die Erde und andere Himmelskörper entstanden sind.

Größere Pläne

Die NASA hat aber noch größere Ziele. Sie will in den nächsten Jahren weitere Missionen zum Mond schicken. Später sollen Astronautinnen und Astronauten dort nicht nur kurz landen, sondern auf einer Mondstation länger leben und  arbeiten.

Der Mond ist für die Raumfahrt auch aus einem anderen Grund wichtig. Dort kann die NASA testen, wie Menschen über längere Zeit im All leben und arbeiten können. Sie kann neue Raumanzüge, Technik und Fahrzeuge ausprobieren. Außerdem lässt sich dort erforschen, wie der Körper auf lange Reisen im Weltall reagiert. All das ist wichtig, wenn eines Tages Menschen noch viel weiter fliegen sollen, zum Beispiel zum Mars.

Menschen auf dem Mond

Bisher haben zwölf Menschen den Mond betreten. Alle waren US-Amerikaner, und alle waren Männer. Die Mondlandungen fanden zwischen 1969 und 1972 im Apollo-Programm der NASA statt.

Am 21. Juli 1969 betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond. Kurz nach ihm stieg Buzz Aldrin aus. Michael Collins blieb in der Raumkapsel.

Im Dezember 1972 betraten Eugene Cernan und Harrison Schmitt den Mond. Cernan war der letzte Mensch, der dort bisher seine Fußspuren hinterließ.

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