Die Neuen in der Regierung

Die Neuen in der Regierung

Österreich hat einen neuen Bundeskanzler und einen neuen Außenminister. Wer die beiden sind.

Von links: Außenminister Michael Linhart (ÖVP), Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP), Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) bei der Angelobung
Foto: Imago

Sebastian Kurz hat am Wochenende seinen Rücktritt als Bundeskanzler bekannt gegeben. Seit Montag hat er einen Nachfolger im Amt. Sein Name ist Alexander Schallenberg. Er ist jetzt als Bundeskanzler der neue Chef der Regierung und damit sehr mächtig. Gleichzeitig hat er aber auch sehr viel Verantwortung, damit alles im Land rundläuft und die Menschen zufrieden sind. Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat den 52-Jährigen offiziell angelobt. Das bedeutet, dass der neue Bundeskanzler bei einer Zeremonie, der Angelobung, versprochen hat, dass er seine Arbeit gewissenhaft machen und sich dabei an das Gesetz halten wird. So eine Angelobung müssen in Österreich alle Ministerinnen und Minister und auch der Bundeskanzler machen, bevor sie mit der Arbeit beginnen können.

Neuer Außenminister

Alexander Schallenberg war vorher Außenminister von Österreich. Dieses Amt hat seit Montag auch ein neuer Mann übernommen. Sein Name ist Michael Linhart. Als Außenminister hat er viel mit den Regierungschefs und -chefinnen aus anderen Ländern zu tun. Er führt Gespräche und verhandelt mit ihnen. Es geht zum Beispiel um gute Geschäfte zwischen den Ländern, aber auch darum, dass es so friedlich wie möglich auf der Welt zugeht.

Linhart war vorher ein sogenannter Diplomat. Vielleicht hast du schon einmal das Wort „diplomatisch“ gehört. Es bedeutet, dass man immer versucht, eine Lösung zu finden, zum Beispiel, wenn sich zwei streiten. Als Diplomat hat Linhart als Botschafter in Paris (Hauptstadt von Frankreich) gearbeitet. Das heißt, er hat versucht, dabei zu helfen, dass Österreich und Frankreich ein gutes Verhältnis zueinander haben und gute Geschäfte miteinander machen können. Bevor Alexander Schallenberg Außenminister wurde, war auch er Diplomat.

Warum reden alle vom Schattenkanzler?

Alexander Schallenberg hat Sebastian Kurz auf dessen Vorschlag hin abgelöst. Dem Ganzen ist eine schwere Regierungskrise vorangegangen. Gegen Sebastian Kurz und einige seiner engsten Vertrauten gibt es nämlich schwere Vorwürfe. Es geht um Untreue, Bestechung und Bestechlichkeit. Am Dienstag ist im Zusammenhang damit eine Frau festgenommen worden. Mehr dazu kannst du hier lesen. Jetzt haben viele die Sorge,  Alexander Schallenberg sei nur als „Schattenkanzler“ eingesetzt worden. Das bedeutet, dass es sein kann, dass im Hintergrund immer noch Sebastian Kurz sagt, was passieren soll. Er hätte also noch sehr viel Einfluss auf das Geschehen in Österreich, obwohl er sich als Bundeskanzler zurückgezogen hat.