Soldaten bewachen Schildkröten beim Eierlegen

Soldaten bewachen Schildkröten beim Eierlegen

Weil sie vom Aussterben bedroht sind, brauchen Oliv-Bastardschildkröten besonderen Schutz.

Eine Oliv-Bastardschildkröte beim Eierlegen am Strand
Foto: Imago
Die Eier der Oliv-Bastardschildkröte sind bei Wilderern sehr beliebt
Foto: Imago

Nanu, Soldaten am Strand, die Meeresschildkröten beobachten und bewachen? Ja, das gibt es wirklich. Passiert ist das Ganze am vergangenen Wochenende am Strand von Nicaragua. Nicaragua ist ein Land in Mittelamerika. Tausende Meeresschildkröten haben dort beschützt von Soldaten ihre Eier gelegt. Genauer gesagt handelt es sich um Oliv-Bastardschildkröten. Sie sind vom Aussterben bedroht.

Die Tiere haben am Strand ihre Eier gelegt und vergraben. Die Soldaten sollten verhindern, dass die Schildkröteneier von Wilderern wieder ausgegraben und mitgenommen werden. Das passiert nämlich oft. Warum? Die Eier sind sehr wertvoll. Sie werden in die ganze Welt verkauft, obwohl das verboten ist. Für ein Ei bekommen die Wilderer rund 16 Euro.
Gut zu wissen: Rund 40 Tage, nachdem sie gelegt worden sind, schlüpfen die Baby-Schildkröten und gehen ins Meer. So lange müssen sie gut bewacht werden.

Steckbrief:

Name: heißt so, weil ihr Panzer olivgrün ist
Art: zählt zu den kleinsten Meeresschildkröten
Ernährung: Allesfresser, zum Beispiel Alge, Krebse oder Tintenfische
Gewicht: bis zu 45 Kilogramm
Lebensraum: Leben hauptsächlich im Meer, teilweise sehr weit von der Küste entfernt. Zum Eierlegen kommen die Tiere an den Strand. Leben in den Meeren weltweit, vor allem aber in den tropischen Regionen des Pazifischen, Indischen und Atlantischen Ozeans.
Gefährdung: steht auf der Roten Liste der gefährdeten Tiere
Alter: geschätzt zwischen 30 und 50 Jahre
Besonderheit: können bis zu 150 Meter tauchen

Auf der Karte kannst du sehen, wo Nicaragua liegt.

Weitere Beiträge: