Corona-Schnüffler von Beruf

Corona-Schnüffler von Beruf

Verschüttete Menschen, seltene Tiere, Sprengstoff oder Drogen: Spürhunde können fast alles erschnuppern, jetzt sogar, ob jemand an Covid-19 erkrankt ist.

„Fantasy Forever“ ist ausgebildete Corona-Spürhündin
Foto: Bundesheer/Puschmin
„Fantasy Forever“ bei der Arbeit
Foto: Bundesheer/Puschmin

Sie heißt „Fantasy Forever“ (sprich: fäntäsi forewer) und arbeitet als Spürhündin für das österreichische Bundesheer. „Fantasy Forever“ ist die erste ausgebildete Corona-Spürhündin. Was heißt das genau? Das Tier schnüffelt an Mund-Nasen-Schutzmasken, die Menschen getragen haben, und erkennt, ob jemand von diesen Menschen sich mit dem Coronavirus angesteckt hat.

Wie kann das gehen?

Hunde haben viel feinere Nasen als Menschen. Sie können Gerüche wahrnehmen, die wir Menschen nicht riechen können. Immer wenn „Fantasy Forever“ Coronaviren richtig erkennt, gibt es eine Belohnung. Das braucht viel Übung. Bei „Fantasy Forever“ hat das Training ein halbes Jahr gedauert. In dieser Zeit hat sie an rund 1000 Masken geübt. „Fantasy Forever“ ist übrigens eine Schäferhündin. Auch der Rottweiler „Piet“ wird beim Bundesheer gerade zum Corona-Spürhund ausgebildet. Noch zwei weitere Schnüffler sollen als Schüler folgen.

Im Video unten erklärt der Chef des Militärhundezentrums, wie die Ausbildung von Corona-Hunden ausschaut:

Tolle Riecher

Die Welt eines Hundes dreht sich um seine Nase. Mit der Nase nehmen die Vierbeiner alles wahr, was wichtig für sie ist: zum Beispiel Freunde, Feinde oder Fressen. Wir Menschen nutzen die Fähigkeit der Hunde und bilden sie zu Spürhunden aus. Spürhunde können zum Beispiel Menschen aufstöbern, die von Lawinen verschüttet wurden. Nach ihrer Ausbildung können die Hunde aber auch Drogen finden oder Tiere, die unerlaubterweise ins Land gebracht wurden. Manchmal helfen sie auch dabei, seltene Wildtiere aufzuspüren, indem sie deren Kot erschnüffeln. Und sie können vor Krankheiten, wie der Zuckerkrankheit, warnen. Zwischen 125 und 220 Millionen Riechzellen hat eine Hundenase. Zum Vergleich: Wir Menschen haben nur rund fünf Millionen.