Ausschlafen macht schlauer

Ausschlafen macht schlauer

Eine Untersuchung in der Schweiz zeigt: Wenn die Schule später beginnt, fühlen sich die meisten Kinder fitter und lernen auch besser.

Viele Kinder schleppen sich jeden Morgen müde in die Schule
Viele Kinder schleppen sich jeden Morgen müde in die Schule
Imago/imagebroker

Morgens aus den Federn kommen ist für viele Kinder und Jugendliche eine echte Qual. Und so mancher wünscht sich, die Schule würde einfach ein bisschen später beginnen. Dass das keine schlechte Idee wäre, hat jetzt eine Studie aus der Schweiz gezeigt.

Forscherinnen und Forscher der Universität Zürich haben zwei Schulen in der Schweizer Gemeinde Gossau drei Jahre lang begleitet. Diese Schulen hatten etwas Besonderes ausprobiert: Die erste Unterrichtsstunde war freiwillig. Der verpflichtende Unterricht startete erst um 8.30 Uhr statt wie früher eine Stunde früher.

Was hat das gebracht?

Das Ergebnis dieser Studie war eindeutig: Fast alle Schülerinnen und Schüler nutzten die Möglichkeit, später zu kommen. Im Schnitt schliefen sie dadurch 45 Minuten länger als zuvor. Denn sie gingen zwar zur gleichen Zeit ins Bett, standen aber später auf.

Und dieser zusätzliche Schlaf machte sich bemerkbar. Die Jugendlichen hatten weniger Einschlafprobleme. Sie fühlten sich gesünder und im Unterricht lief es besser. Bei Tests in Englisch und Mathematik schnitten sie nämlich besser ab als noch vor dem Schulversuch.

Warum ist Schlaf so wichtig?

Gerade in der Pubertät verändert sich der Körper. Das innere Schlafprogramm verschiebt sich, sodass Jugendliche abends länger wach bleiben und morgens schwerer aufwachen. Frühe Schulzeiten passen daher oft schlecht zu diesem natürlichen Rhythmus.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind deshalb überzeugt: Wer ausgeschlafen in die Schule kommt, kann besser lernen und ist insgesamt gesünder. Ein späterer Schulbeginn könnte also mehr sein als bloßes Schlafen, er könnte vielen Schülerinnen und Schülern den Schulalltag erleichtern.