Appetit auf große Tiere

Appetit auf große Tiere

Spinnen können bis zu einen Meter lange Schlangen töten. Besonders gut darin ist die Schwarze Witwe.

Eine Scharlachnatter wurde von einer Schwarzen Witwe gefangen und getötet. Aufgenommen in der Ecke der Veranda eines Hauses in Florida (USA)
Foto: Uni Basel/Trisha Haas
Ein junge Scharlachnatter gefangen im Netz einer Schwarzen Witwe
Foto: Uni Basel/Daniel R. Crook

Das kleinere Tier steht auf dem Speiseplan des größeren Tiers: Das ist in der Natur die Regel. Aber es gibt auch Ausnahmen. Zum Beispiel Spinnen. Spinnen können nämlich selbst um ein Vielfaches größere Tiere erbeuten und fressen. Das zeigt eine neue Studie. Zwei Forscher haben dafür 319 Beispiele gesammelt und zusammengefasst.

Spinnen können bis zu einen Meter lange Schlangen töten. Meist sind es die Jungtiere, die frisch geschlüpft sind, über die sich die Spinnen hermachen. Am erfolgreichsten bei der Jagd auf größere Lebewesen ist die Schwarze Witwe. Die Schwarze Witwe verfügt selbst über ein Gift, das ihre Opfer lähmt. Sogar das Gift einer Schlange schreckt Spinnen nicht ab. Eine Rotrückenspinne wurde dabei beobachtet, wie sie eine Scheinkobra überwältigt hat. Das ist eine der giftigsten Schlangen auf der ganzen Welt.

Steckbrief:

Arten: Südliche, Nördliche, Westliche und Europäische Schwarze Witwe
Gattung: gehört zu den Kugelspinnen
Größe: Körperlänge 8 bis 15 Millimeter (ohne Beine)
Weibchen: von Bein zu Bein etwa 25 bis 35 Millimeter lang, Weibchen sind deutlich größer als die Männchen
Gefahr: Der Biss der Südlichen Schwarzen Witwe kann für Kinder und alte Menschen lebensgefährlich sein. Erwachsene bekommen krampfartige Bauchschmerzen, Muskelschmerzen, Schwellungen und Rötungen. Gefährlich sind nur die Weibchen, die Männchen sind harmlos

Gut zu wissen: Der Name „Schwarze Witwe“ kommt daher, dass die Spinnen öfters dabei beobachtet wurden, wie sie nach der Paarung das Männchen auffressen. Danach sind die Spinnen also „Witwen“. Das Auffressen ist aber nicht immer der Fall.

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