Warum 2026 ein Maikäfer-Jahr ist
Heuer sind sie wieder überall: In diesem Sommer schlüpfen Maikäfer in besonders großer Zahl. Und das kommt nur alle vier Jahre vor.
Der Mai ist da und die Natur ist in voller Blüte. Vögel zwitschern, hier und da ist auch ein Summen zu hören. Doch ein Geräusch sticht besonders hervor: das Brummen der Maikäfer. Denn dieses Jahr ist ein Maikäfer-Jahr.
Das heißt, es gibt besonders viele Käfer. In anderen Jahren gibt es sie zwar auch, aber bei weitem nicht in so großen Mengen. Doch was genau ist eigentlich ein Maikäferjahr?
Alle vier Jahre
Die Käfer richten sich nach einem genauen Plan. Die meiste Zeit ihres Lebens verbringen sie als Larven unter der Erde. Die werden auch Engerlinge genannt. Nach drei bis vier Jahren sind sie bereit als Maikäfer an die Oberfläche zu kommen.
Dort sind sie aber tatsächlich nur ein paar Wochen, dann sind sie auch schon wieder verschwunden. Maikäfer leben nämlich nur so lange, bis sie sich fortgepflanzt und ihre Eier unter der Erde versteckt haben. Weil die Insekten genau diesem Ablauf folgen, gibt es alle vier Jahre besonders viele Maikäfer. Und das nennt man dann Maikäfer-Jahr.
Von Region zu Region anders
Diese Abläufe sind von Region zu Region unterschiedlich. Es kann also sein, dass in einer Region viele Maikäfer unterwegs sind, während in den Nachbarregionen kaum etwas bemerkt wird.
Es gibt sogar einen Maikäfer-Flugplan. Der ist echt praktisch. Er zeigt, welche Regionen in welchem Jahr mehr von den Auswirkungen betroffen sein können.
Wenn Maikäfer Probleme machen
Maikäfer spielen in der Natur eine wichtige Rolle. Viele Tiere wie Vögel oder Wildschweine fressen sie gerne. Für die Landwirtschaft ist aber vor allem die Larve wichtig. Wenn sich sehr viele dieser Engerlinge entwickeln, fressen sie die Wurzeln von Pflanzen an. Das könnte Wiesen oder Bäumen schaden und für Bauern weniger Ernte bedeuten.
Der Maikäfer
Familie: Maikäfer gehören zu den Blatthornkäfern. Das ist eine der größten Insektenfamilien.
Aussehen: Maikäfer sind große Käfer mit einem rotbraunen Panzer, Fühlern, Flügeln und sechs Beinen. Besonders spannend sind ihre Fühler. An ihnen kann man ihr Geschlecht erkennen. Männchen haben sieben Blättchen an jedem Fühler. Weibchen nur sechs und die sind etwas kleiner. Die Käfer werden zwei bis drei Zentimeter lang.
Nahrung: Die Käfer fressen vor allem Blätter. Die Larven ernähren sich unter der Erde von Wurzeln.
Der Name ist kein Zufall: Die Käfer lassen sich vor allem an warmen Abenden im Mai beobachten.