Extremwetter: Eisige Kälte legt USA lahm
Ein gewaltiger Wintersturm hat weite Teile der USA in eine Eiswüste verwandelt. Und auch Moskau, die Hauptstadt von Russland, versinkt gerade im Schnee.
Der Strom fällt aus, die Heizung bleibt kalt. Draußen zeigt das Thermometer minus 45 Grad Celsius. Millionen Menschen in den USA erleben gerade einen besonders eisigen Winter. Ein gewaltiger Wintersturm hat weite Teile Nordamerikas in eine gefrorene Eiswüste verwandelt. Und es ist noch nicht vorbei: Auch in den nächsten Tagen sollen die Temperaturen bis zu minus 45 Grad fallen.
Besonders hart trifft es den Süden und die Mitte der USA. Und auch an der Ostküste wie in New York und Philadelphia frieren die Menschen. In den letzten Tagen sind Tausende Flüge ausgefallen. Den Menschen wird geraten, ihre Wohnungen nicht zu verlassen und das Auto stehen zu lassen.
So kalt wie am Nordpol
Minus 45 Grad Celsius: Das ist kälter als in den meisten Gefriertruhen. Bei dieser Temperatur gefriert der Atem sofort zu Eiskristallen. Wer länger draußen bleibt, schwebt in Lebensgefahr. Solche Temperaturen herrschen normalerweise nur in der Arktis oder in Sibirien.
Warum ist es plötzlich so kalt?
Ungefähr zehn Kilometer über unseren Köpfen weht normalerweise ein starkes Windband von West nach Ost. Experten nennen es Jetstream (sprich: Dschettstriem). Dieser Wind hält die arktische Kälte am Nordpol gefangen. Doch manchmal gerät dieser Jetstream durcheinander. Dann bricht die eisige Polarluft aus und strömt nach Süden. Genau das ist jetzt passiert.
Doch nicht überall in den USA ist es derzeit so kalt. An der Westküste in Kalifornien spazieren die Menschen in T-Shirts und Badehosen herum. In der Mitte und an der Ostküste des Landes kämpfen die Menschen vermummt in Daunenjacken, warmen Stiefeln und Handschuhen gegen die Kälte.
Auch Moskau versinkt im Schnee
Extremes Wetter gibt es derzeit nicht nur in Nordamerika. Auch die russische Hauptstadt Moskau erlebt gerade außergewöhnliche Schneefälle. In diesem Monat fiel so viel Schnee wie seit über 200 Jahren nicht mehr. Mehr als 60 Zentimeter Schnee liegen mittlerweile in den Straßen.

Das Problem: Wohin mit dem vielen Schnee? Die Lösung: Einige Straßen wurden zu Lagerplätzen für Schnee umfunktioniert. Nur so können die Räumfahrzeuge überhaupt andere Straßen freiräumen.