Warum die USA Venezuela angegriffen haben

Warum die USA Venezuela angegriffen haben

Monatelang hat Donald Trump gedroht. Jetzt hat er zugeschlagen. US-Präsident Donald Trump hat den Präsidenten von Venezuela festnehmen und in die USA bringen lassen. Was hinter dieser Aktion steckt.

In vielen Ländern, auch in den USA, protestieren die Menschen gegen diese Aktion von Trump
Imago

In Venezuela (Südamerika) ist in den letzten Tagen etwas passiert, das viele Menschen auf der ganzen Welt schockiert hat. Am Samstag ließ US-Präsident Donald Trump Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro und seine Frau von US-amerikanischen Soldaten festnehmen. Die beiden wurden in die USA gebracht. Dort sitzen sie jetzt in New York in einem Gefängnis und sollen vor Gericht gestellt werden.

Vorwürfe und Drohungen

Trump wirft Maduro vor, mit Banden zusammenzuarbeiten, die Drogen in die USA schmuggeln. In den letzten Monaten hat er dem venezolanischen Präsidenten immer wieder gedroht. „Er kann tun, was er will. Wenn er sich hart gibt, dann wird es das letzte Mal für ihn sein,“ sagte Trump kurz vor Weihnachten.

Doch der US-Präsident hat nicht nur gedroht. Er ließ in den letzten Wochen auch US-Soldaten Boote aus Venezuela angreifen und versenken. Trump behauptet, auf diesen Booten seien Drogenschmuggler unterwegs gewesen. Und er hat auch zwei Öltanker aus diesem Land beschlagnahmen lassen. Jetzt stehen vor der Küste Venezuelas US-amerikanische Kriegsschiffe und Kampfjets.

Ein umstrittener Präsident

Maduro ist seit 2013 Präsident von Venezuela. Viele Menschen in Venezuela und auch in anderen Ländern sagen aber, die letzte Wahl sei nicht fair gewesen. Sie sind überzeugt, dass Maduro durch Betrug an die Macht gekommen ist. Deshalb erkennen viele Staaten, auch Österreich, ihn nicht als rechtmäßigen Präsidenten an.

Maduro regiert das Land streng. Er lässt seine Gegner verfolgen und einsperren. In Venezuela leben viele Menschen in Armut. Viele werfen Maduro vor, er habe sich nicht um ihre Probleme gekümmert.

Aus Venezuela kommt auch María Corina Machado. Sie bekam 2025 den Friedensnobelpreis, weil sie für Demokratie in ihrem Land kämpft. Doch sie wird von Trump nicht unterstützt. Das zeigt auch, dass es dem US-Präsidenten nicht darum geht, den Menschen dort zu helfen.

Geht es um Öl?

Was will Trump mit dieser Aktion wirklich erreichen? Viele Expertinnen und Experten sagen, dass es Trump dabei vor allem um Öl geht. Venezuela hat die größten Ölreserven der Welt. Mit Öl kann man sehr viel Geld verdienen. Und tatsächlich hat Trump bereits gefordert, dass Ölfirmen aus den USA Zugriff auf das Öl in Venezuela bekommen sollen.

Kritik aus aller Welt

Aus vielen Ländern kommt scharfe Kritik. Auch in den USA gab es Proteste. Politiker und Experten sagen, dass kein Land einfach ein anderes Land angreifen dürfe. Das verstoße gegen wichtige internationale Regeln.
Einige Menschen in Venezuela feiern zwar die Festnahme von Maduro. Viele finden aber die Art und Weise gefährlich.

Im Moment wird Venezuela von Delcy Rodríguez (sprich: Delsi Rodriges) geführt. Sie war die Stellvertreterin von Maduro. Wie es im Land weitergeht, ist aber noch unklar.

Inzwischen mussten Maduro und seine Frau auch vor einen Richter. Er erklärte ihnen, wofür sie angeklagt werden. Maduro und seine Frau sagten, dass sie nicht schuldig sind.