Warum jetzt alle über die Nosferatu-Spinne sprechen

Warum jetzt alle über die Nosferatu-Spinne sprechen

Nosferatu-Spinne: Was du über den zugewanderten Stubenhocker wissen musst.

Gute Frage: Wie hält man Spinnen aus Haus und Wohnung fern?
Foto: Adobe Stock
Gut zu wissen: Der Name Nosferatu kommt übrigens von der Zeichnung auf ihrem Rücken. Diese erinnert an einen Vampir namens Nosferatu.
Foto: Imago

Für Menschen mit Spinnenangst sind das keine guten Nachrichten: Die sogenannte Nosferatu-Spinne zieht in Richtung Norden Europas. Bei uns in Österreich wurde die Spinne schon in den vergangenen Jahren immer wieder gesichtet. Jetzt breitet sie sich immer mehr in Richtung Deutschland aus. Gerade kannst du darüber viel in den Zeitungen lesen.

Warum ist die Nosferatu-Spinne so besonders?

Das Wichtigste ist wohl: Die Nosferatu-Spinne wird sehr groß, und zwar bis zu sieben Zentimeter. Das ist für heimische Spinnen nicht wenig. Die größte in unseren Breiten ist die Nosferatu-Spinne aber lange nicht. Hier hält die sogenannte „Große Winkelspinne“ mit zehn Zentimetern den Rekord.

Nur wenige Spinnen bei uns, wie etwa die Kreuzspinne, können durch die menschliche Haut beißen. Die Nosferatu-Spinne kann das auch. Das macht vielen Leuten Angst. Aber keine Sorge! Das Gift der Spinne ist zum Glück für uns Menschen ungefährlich. Es ist etwa so stark wie das einer Wespe. Und: Die Nosferatu-Spinne beißt nur, wenn sie sich bedroht fühlt.

Nosferatu-Spinnen lieben die Wärme. Ursprünglich lebten sie nur im Mittelmeergebiet, wo es immer warm ist. Doch mit dem Klimawandel fühlen sich die unbeliebten Tierchen auch in nördlicheren Gebieten immer wohler. Ist es ihnen zu kalt, dann ziehen sie in Dachboden und Keller und mitunter in Häuser und Wohnungen. Ansonsten bevorzugen sie die Natur. Sie leben in Wäldern und verstecken sich dort unter Steinen und Rinden.

Nosferatu-Spinnen bauen kein Netz. Sie fangen ihre Beute, indem sie ihnen auflauern und dann plötzlich zustoßen. Nur wenn die Spinne Junge bekommt, umfängt sie ihre Eier mit ihren Fäden und baut dem Nachwuchs einen gemütlichen Kokon.

Was tun gegen die achtbeinigen Mitbewohner?

  • Am besten helfen Fliegengitter für Fenster UND Türen. Am besten regelmäßig kontrollieren, ob die Gitter kein Loch haben.
  • Die Nosferatu-Spinne ist eher in der Nacht unterwegs. Beim nächtlichen Lüften besonders gut darauf achten, dass die Fliegengitter zugezogen sind.
  • Putzen und verrücken: Bilderrahmen, schwere Kästen und andere Gegenstände, die selten verrückt werden, bevorzugen die Spinnen als Versteck. Verrückt man diese Gegenstände öfter oder putzt durch, dann verziehen sich die Tiere von alleine.
  • Hat es sich eine Spinne im Haus gemütlich gemacht, am besten einfangen. Aber Achtung, nicht mit der bloßen Hand! Am besten ein Glas verwenden. Über die Spinne stülpen und mit einem darunter geschobenen Papier in das Glas bugsieren. Mindesten 50 Meter vom Haus entfernt in die Natur entlassen.